Guten Morgen,
Installationserfahrungen eines halb-Laien....
nachdem ich mich an den obigen Titel erinnert hatte habe ich mich gestern für Modifizieren entschieden und die
Kühlung um einen
Dual-Radiator erweitert.
http://www.mercateo.com/p/102-870701(2d)BP/INNOVATEK_DUAL_RADIATOR.htmlNach dem Auspacken die erste gute Nachricht: Für mich sah und sieht das Ding gut verarbeitet aus, keine Macken und alle Lamellen schon ordentlich ohne jegliche Verunreinigung oder Beule.
Als ich aber weiteres Material suchte wurde ich enttäuscht:
Keine Schrauben zur Installation oder Anleitungen oder diverse Empfehlungen zur Handhabung. Das Innovatek nicht zu der Spitze in Sachen Kühlungen gehört war mir klar - aber dass man bei einem stolzen Preis von über
70 Euro nicht einmal ein wenig Zubehör dabeipackt finde ich etwas enttäuschend. Ich hätte aber auch mal beim Kauf in den Karton schauen sollen - mein Fehler. Letztendlich will anscheinend Innovatek mit Kleinzeug auch viel Geld machen (Aufhängungen, Schrauben, etc.)
Nun ja, gekauft - in Bastellaune - rein damit
! Es hieß erstmal Platz schaffen! (CPU-Kühler raus, eine Grafikkarte raus, Deckel ab, Rück und Vorderfront ab...Puuhh...erstmal eine Rauchen.
Plan war es - den Radiator im Gehäuse über dem Motherboard in der Deckenplatte aufzuhängen und daran zum Board hin zwei Lüfter die Luft von Oben durch den Radiator direkt auf das Mobo pusten. Also zwei Lüfter erstmal auf den Radiatoren geschraubt. Und nun der erste Glücksmoment: Ich habe zwei
SILVERSTONE SUSCOOL 121 draufgeschraubt. Die Dinger haben einen Temperatursensor, schöne lange Kabel plus Adapter - ich habe noch nie einen solch leisen Lüfter gesehen geschweige denn gehört. Die Dinger gefallen mir, obwohl Penatencreme-Blau in einem "Ati - Rot"-Rechner nicht so wirklich gut passt. Egal - die Dinger sind
sauleise. Im Netz bekommt man auch einen "ausführlichen" Testbericht dazu (
http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?t=420081) Zwar von einem Laien, aber nicht schlecht gemacht. Mir hingegen fehlet sämtliches Know-how oder Technik für ausführliche Tests.
Ok, Lüfter drauf und nun die Packung im PC verschrauben. Ich wusste nicht was das bedeutet! Ich habe bestimmt an die 500 verschiedener Schrauben, aber nix passte. In dem Radiator sind keine Gewinde eingedreht oder sonstiges. Dafür gibts von mir als Laien erstmal ein dickes
"Mangelhaft". Die Lösung war letztendlich, unter die Löcher am Radiator Muttern platzieren, auf die Verbindungsschrauben schon mal eine Mutter drehen um dann die Schraube von oben reinzudrehen. (Innovatek bietet zwar diverse Verbindungen an - aber im Coolermaster ist die "Decke" nicht ganz Plan (Ausbeulungen bei den Löchern für die Lüfter) und somit bezweifel ich dass diese Schnellverbindungen passen).Klingt nach PC-Kamasutra? Ja, das war es auch! Teufel, ich wusste gar nicht welche Schimpfwörter ich kenne...auch frage ich mich ob der Ingenieur noch in U-Haft sitzt....
Nach einer Stunde war das Ding am Gehäusedach installiert - Freudige Tränchen kullerten mir die Backe runter - Schön ist das die Lüfter ca 0,5 cm vom Borad entfernt sind und somit die "Kühlere Luft" von Außen durch den Radiator fast direkt auf aufs Mobo führen. Weiter gehts! Schläuche der alten Kühlung ab neue Schläuche drauf - und damit noch mal an die Worte von Faker erinnert...."...ziemlich viel Schlauch...". Alles zurückmontiert, fertig. (Wobei fertig dann noch mal mit Schläuchen ne Stunde gekostet hat)
Wie gesagt - dies alles hier sind
Ansichten eines Halblaien.
Deckel des Wasserbehälters auf und die Pumpe angeworfen. Und nun mal meine Erfahrungen, was ich beim
Installieren eines Radiators als sehr positiv empfunden habe:
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Das große Gehäuse von Coolermaster bietet sauviel Platz - auch für die Hände zum Montieren auch wenn noch Komponenten verbaut sind
- Ein
zweites Netzteil mit Brücke und Schalter - so konnte man die Wakü ohne herauffahren des PCs testen
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Gelbe Servietten (nicht lachen) - die Verfärben sich in Verbindung mit Wasser auf den schlag in knalliges Orange (hab ich um die Schlauchanschlüsse gewickelt um zu sehen ob etwas undicht ist.
Nach dem Anwerfen des PCs zeigte mir die CPU im Bios 29-30 Grad an, über CoreTemp wurden mir 24 - 28 Grad angezeigt (Außentemp immer noch 26 Grad - Dachgeschosswohnung). Was das jetzt heißt, ob gut oder schlecht, kann ich nicht genau sagen da ich das noch nicht getestet habe.
Prompt musste ich per Easytune mal ein wenig rumprobieren und habe den Teiler von 9 auf 10 gesetzt (somit 3,3 Ghz). System rennt und ist stabil, die Temperaturen bewegen sich dabei bei 30 Grad - die Daten stell ich noch mal hier rein.
Vom Airflow im Gehäuse bin ich zufrieden. Die Luft wird von oben angesaugt, nach hinten und durch den großen Lüfter im Seitenteil nach Außen geleitet. Wie gesagt - Daten zur Kühlung folgen.
Fazit: Ich kann leider keine Referenzen geben zur Kühlleistung etc. Ich kann aber sagen das der Einbau von einem Radiator in ein Gehäuse gar nicht so einfach ist. Ärgerlich ist die mangelnde Ausstattung bei der Innovatek-Lieferung. Dort hätte ich mehr erwartet. (Oder besser aufpassen müssen) Es müsste einen Leistungsindex für Radiatoren geben. So eine Art Taktfrequenz durch Gradzahl CPU x Temperatur (irgendwie sowas). Bei der Temperatur gibts von der Robertschen Zufriedenheitsskala eine gefühltes "gut". Bei der Installation noch ein "Ausreichend", da jeder der sich eine Wakü einbaut schon zumindest mal in der Kindheit einen Modellbaudüsenjäger zusammengebaut haben sollte. Und das macht das Basteln ja auch aus - Klar, man möchte ein gutes System, schnell, modern, individuell, etc....aber früher haben wir Modellflugzeuge zusammengebaut und uns geärgert, wenn das Cockpitfenster mit Kleber verschmiert war - heute war mein Cockpitfenster eindeutig die schlechten Verschraubungsmöglichkeiten des Radiators. C´est la vie -
hat Spaß gemacht und das Ding läuft.
Bilder folgen wenn ich im Kasten aufgeräumt habe. Ich räume ja auch auf wenn ich Besuch erwarte
Noch ein kleine Erfahrung:Die Lüfter SILVERSTONE SUSCOOL 121 zickt etwas beim anschrauben. Die Schrauben wollen einfach nicht rein trotz guten Werkzeug. Abhilfe hat die Dünne Klinge einer Schere geschaffen. Reinstecken und ohne viel Druck einmal im Kreis drehen. Dann flutscht es mit der Schraube, ohne halt zu verlieren.
Die Temperaturfühler sind übrigens abnehmbar. Das habe ich auch gemacht, da die echt verdammt leise sind. Die Nutzungsdauer/ Haltbarkeit ist mit 15.000 Stunden angegeben. Viele im Netz haben gesagt "so wenig?" - Aber mal Hand aufs Herz: Das sind 4 Jahre 8 Stunden am Tag den PC anschmeissen....für mich ist das kein Nachteil...ich find die Dinger klasse! Die Länge des Kabels "Temperaturfühler" hätte ich mir länger erwünscht. Regional um den Lüfter kann man diese Dinger, bei Bedarf, gut einsetzten.
Schöne Grüße aus Dortmund
Robert