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Autor Thema: Innovatek Komplettmodul - Tonne oder Modifizieren?  (Gelesen 3030 mal)

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Offline Robert71

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Innovatek Komplettmodul - Tonne oder Modifizieren?
« am: Mittwoch Juni 04, 2008, 10:15:47 »
Hallo Zusammen,

ich habe noch keinen Bericht über die Power Innovatek-Komplettmodule hier gefunden und mir vor längerer Zeit (leider) eins gekauft. Nun weiß ich nicht ob es schon hier getestet wurde. Ich habe zwar hier schon oft über die mangelnde Leistungsfähigkeit von Innovatek-Produkten gelesen, will das Ding aber nicht sofort in den Müll hauen.

Nun ja, meine Erfahrung ist, dass die Installation wirklich total Easy ist, aber die Konzeption dieses Produktes ist meiner Meinung nach suboptimal. Das Ding wird ja einfach über den Steckplätzen anstelle des Lüfters ins Gehäuse geschraubt und fertig.

Nachteile aus meiner Sicht:
Die ganze heiße Abluft vom Board schmiegt sich um den Ausgleichsbehälter, Lamellen, Pumpe, etc.
Der Lüfter für die Radiatoren ist so montiert, dass die Luft aus dem PC durch die Lamellen nach Außen getragen wird (was fürn Mumpitz! Da "kühlt" man die Lamellen mit der kuscheligen Luft vom Board.

Trotz allem schafft es das Ding meine CPU im Windowsbetrieb bei 40-49 Grad zu halten (Unter Windows!) (...da hätte ich ja gleich den Lüfter drauflassen können). Raumtemperatur 28 Grad.

Anschliessend hab ich das Ding rausgebaut, Pumpe und Radiator aus der Metalldose befreit und auf dem PC Boden verschraubt (über eine 12 cm Ausparung für einen Lüfter). Den Lüfter auf dem Radiator gedreht (saugt nun vom Boden die Luft an). Nach einer Stunde arbeiten unter Vista zeigte mir die CPU werte von 33 bis 39 Grad an.

Nun zu Fragen meinerseits:
Macht es Sinn (um in Zukunft die Grakas zu kühlen) sich so ein Innovatek Dual Radiator in den PC zu schrauben?

Wenn die Radiatoren in den "Deckel" eingebaut sind, eher Luft von Außen ins Gehäuse pusten oder umgekehrt? Gibt es für die Radiatoren eine bestimmt "Fließrichtung" der Luft die vorgegeben ist?(Info: Die warme Abluft wird von einem großen Lüfter im Seitenteil auf Höhe der Grakas rausgeleitet, neben dem Board kommt der Standartlüfter dran)

Es gibt Lüfter mit Sensoren. Bringen die was wenn ich die zur Belüftung der Radiatoren einsetze und die Sensoren auf der CPU platziere?

Fragen über Fragen.
Hat jemand Erfahrungen mit diesem "Ding"?

Danke erstmal fürs Lesen und hoffe jemand kann mir helfen. Zwar wäre ich glücklich über jede Kaufempfehlung, aber Ratschläge zur günstigeren Modifizierung würden mir weiter helfen.

Hier noch ein paar Links:
Wasserkühlung Komplettmodul: http://www.webshop-innovatek.de/images/h2omod41.jpg
Lüfter mit Sensoren: http://www.preisroboter.de/ergebnis9387521.html



Offline fakerhall

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Re: Innovatek Komplettmodul - Tonne oder Modifizieren?
« Antwort #1 am: Mittwoch Juni 04, 2008, 11:03:28 »
Hallöchen

Erst einmal, sehr guter neuer User, Hut ab! Deine Fragen sind immer sehr anprechend und vor allem ordentlich verfasst ;) und zudem wohl auch interessant für einige andere.

Zu dem Thema Grafikkarten unter Wasser setzen:

Ein Single Radiator wird bei der Kühlung eines QX9650 und einem CrossfireX aus zwei HD3870X2 Karten eingehen, ganz einfach.

Empfehlenswerter wäre hier sicher ein Dual Radi, für vernünftige Temperaturen lege ich dir eher gleich einen Triple Radiator ans Herz! ;)

Habe hier einen Mora2 zum Kühlen, dass sind nochmal andere Relationen, aber wenn du erträgliche Temperaturen haben willst, solltest du wohl gleich auf einen Triple Radi umsteigen, wenn denn CPU und die beiden Grakas im Kreislauf hängen.

Tschö ;)

Offline Robert71

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Re: Innovatek Komplettmodul - Tonne oder Modifizieren?
« Antwort #2 am: Mittwoch Juni 04, 2008, 11:33:22 »
Hi,

Danke für die Blumen. Aber ich halte es hier mit der "In den Wald Reinruf-Taktik". Bisher sind mir alle total nett, kompetent und freundlich begegnet. Von allen Foren die man über Suchmaschinen findet, ist diese hier für mich die bisher Beste (Ohne die Mühe anderer Admins anderer Foren in den Schatten zu stellen). Das Beste ist wirklich, dass hier jeder (Admins und User) nicht sagen "...aber meiner kann dies und jenes...."...oder ..."Müll, raus damit, kauf Dir xy...." Nein - es wird immer sachlich begründet und versucht das Gegebene zu optimieren (....nun ja, wenn jemand einen CPU Kühler aus Holz hat muss man ihn darauf hinweisen, dass die Wärmeleitfähigkeit von Spanplatte nicht die größte ist...) Oo

So - wieder zum Thema  ;)

Danke auch erstmal für die prompte Antwort. Einen Radiator habe ich ja schon: Den, der nun im Boden verbaut ist. Nun würden noch zwei dazukommen. Du hast aber Recht: Ich werde hier mal ein wenig schauen wie das andere gelöst haben.

Additiv zur oben genannten Beschreibung hatte ich die Schläuche vom Komplettmodul noch gar nicht erwähnt: Also das Ding ist, meiner Meinung nach, gut verbaut, alles dicht und läuft. Nachteil ist, dass die Schläuche direkt knapp oberhalb der CPU liegen (also viel Schlauch auf engen Raum bei Installation nach Handbuch). Kann es sein das eine hohe direkte Umgebungstemperatur um die Schläuche herum auch verhindert, das die Kühlung optimal funktioniert?

In diesem Falle würde ich nämlich in den Baumarkt und mir dünne, wärmeresistente (Feuerfeste :) Schlauchummantelungen holen... wobei das wieder nach "Kika-Bastelalarm Wakü´s" sich anhört.
Das Beste wird wohl sein, die Schläuche weit weg von jeder thermischen Quelle zu verlegen und so kurz wie möglich zu halten...

Offline fakerhall

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Re: Innovatek Komplettmodul - Tonne oder Modifizieren?
« Antwort #3 am: Mittwoch Juni 04, 2008, 11:44:25 »
Hallöchen

Sicher heizt die Umgebungstemperatur das Wasser in den Schläuchen auch auf, klar, dem kannst du aber vorbeugen indem du einfach eine leistungsstarke Pumpe hast, die schnell das Wasser wegpumpt :) (Und natürlich auch noch ein entsprechend großen Radiator der durch seine Fläche eine höhere Kühlfläche bietet etc....)

Ich habe auch ziemlich viel Schlauch bei mir im Case rumhängen....leider lässt sich das manchmal nicht vermeiden, besonders wenn man Besitzer eines Big-Towers ist oder man eben viel Hardware im Wasserkreislauf mit einbezogen hat.

Ich würde dir raten auf jeden Fall noch einen Dual-Radi dazwischen zu "schalten"....eventuell wäre die Kombi aus dem bisher eingebauten Single-Radiator und einem Triple-Radiator noch empfehlenswerter. Vier Grafikchips und eine Quad Core CPU geben nun mal zwangsläufig ordentlich was an Wärme ab :)

Tschö

Offline Robert71

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Re: Innovatek Komplettmodul - Tonne oder Modifizieren?
« Antwort #4 am: Mittwoch Juni 04, 2008, 12:20:56 »
Hey - Danke für die ersten Tipps. Ich werde diese auf jeden Fall berücksichtigen.
Man....4 Radiatoren - aber logisch: Für jede Wärmequelle einen.

Weia....wenn ich das Ding dann anwerfe bekommt der Wellensittich in der Küche Atemnot - oder hebt samt Käfig ab (je nach Lüfterrichtung).... ;)

Danke noch mal. Ich werde mal die Ergebnisse/Erfahrungen "Umbau Innovatek Power Komplettmodul" hier reinstellen.

Offline Robert71

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Re: Innovatek Komplettmodul - Tonne oder Modifizieren?
« Antwort #5 am: Donnerstag Juni 05, 2008, 10:37:41 »
Guten Morgen,

Installationserfahrungen eines halb-Laien....

nachdem ich mich an den obigen Titel erinnert hatte habe ich mich gestern für Modifizieren entschieden und die Kühlung um einen Dual-Radiator erweitert.

http://www.mercateo.com/p/102-870701(2d)BP/INNOVATEK_DUAL_RADIATOR.html

Nach dem Auspacken die erste gute Nachricht: Für mich sah und sieht das Ding gut verarbeitet aus, keine Macken und alle Lamellen schon ordentlich ohne jegliche Verunreinigung oder Beule.

Als ich aber weiteres Material suchte wurde ich enttäuscht: Keine Schrauben zur Installation oder Anleitungen oder diverse Empfehlungen zur Handhabung. Das Innovatek nicht zu der Spitze in Sachen Kühlungen gehört war mir klar - aber dass man bei einem stolzen Preis von über 70 Euro nicht einmal ein wenig Zubehör dabeipackt finde ich etwas enttäuschend. Ich hätte aber auch mal beim Kauf in den Karton schauen sollen - mein Fehler. Letztendlich will anscheinend Innovatek mit Kleinzeug auch viel Geld machen (Aufhängungen, Schrauben, etc.)

Nun ja, gekauft - in Bastellaune - rein damit! Es hieß erstmal Platz schaffen! (CPU-Kühler raus, eine Grafikkarte raus, Deckel ab, Rück und Vorderfront ab...Puuhh...erstmal eine Rauchen.

Plan war es - den Radiator im Gehäuse über dem Motherboard in der Deckenplatte aufzuhängen und daran zum Board hin zwei Lüfter die Luft von Oben durch den Radiator direkt auf das Mobo pusten. Also zwei Lüfter erstmal auf den Radiatoren geschraubt. Und nun der erste Glücksmoment: Ich habe zwei SILVERSTONE SUSCOOL 121 draufgeschraubt. Die Dinger haben einen Temperatursensor, schöne lange Kabel plus Adapter - ich habe noch nie einen solch leisen Lüfter gesehen geschweige denn gehört. Die Dinger gefallen mir, obwohl Penatencreme-Blau in einem "Ati - Rot"-Rechner nicht so wirklich gut passt. Egal - die Dinger sind sauleise. Im Netz bekommt man auch einen "ausführlichen" Testbericht dazu (http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?t=420081) Zwar von einem Laien, aber nicht schlecht gemacht. Mir hingegen fehlet sämtliches Know-how oder Technik für ausführliche Tests.

Ok, Lüfter drauf und nun die Packung im PC verschrauben. Ich wusste nicht was das bedeutet! Ich habe bestimmt an die 500 verschiedener Schrauben, aber nix passte. In dem Radiator sind keine Gewinde eingedreht oder sonstiges. Dafür gibts von mir als Laien erstmal ein dickes "Mangelhaft". Die Lösung war letztendlich, unter die Löcher am Radiator Muttern platzieren, auf die Verbindungsschrauben schon mal eine Mutter drehen um dann die Schraube von oben reinzudrehen. (Innovatek bietet zwar diverse Verbindungen an - aber im Coolermaster ist die "Decke" nicht ganz Plan (Ausbeulungen bei den Löchern für die Lüfter) und somit bezweifel ich dass diese Schnellverbindungen passen).Klingt nach PC-Kamasutra? Ja, das war es auch! Teufel, ich wusste gar nicht welche Schimpfwörter ich kenne...auch frage ich mich ob der Ingenieur noch in U-Haft sitzt....

Nach einer Stunde war das Ding am Gehäusedach installiert - Freudige Tränchen kullerten mir die Backe runter - Schön ist das die Lüfter ca 0,5 cm vom Borad entfernt sind und somit die "Kühlere Luft" von Außen durch den Radiator fast direkt auf aufs Mobo führen. Weiter gehts! Schläuche der alten Kühlung ab neue Schläuche drauf - und damit noch mal an die Worte von Faker erinnert...."...ziemlich viel Schlauch...". Alles zurückmontiert, fertig. (Wobei fertig dann noch mal mit Schläuchen ne Stunde gekostet hat)

Wie gesagt - dies alles hier sind Ansichten eines Halblaien.

Deckel des Wasserbehälters auf und die Pumpe angeworfen. Und nun mal meine Erfahrungen, was ich beim Installieren eines Radiators als sehr positiv empfunden habe:

- Das große Gehäuse von Coolermaster bietet sauviel Platz - auch für die Hände zum Montieren auch wenn noch Komponenten verbaut sind
- Ein zweites Netzteil mit Brücke und Schalter - so konnte man die Wakü ohne herauffahren des PCs testen
- Gelbe Servietten (nicht lachen) - die Verfärben sich in Verbindung mit Wasser auf den schlag in knalliges Orange (hab ich um die Schlauchanschlüsse gewickelt um zu sehen ob etwas undicht ist.

Nach dem Anwerfen des PCs zeigte mir die CPU im Bios 29-30 Grad an, über CoreTemp wurden mir 24 - 28 Grad angezeigt (Außentemp immer noch 26 Grad - Dachgeschosswohnung). Was das jetzt heißt, ob gut oder schlecht, kann ich nicht genau sagen da ich das noch nicht getestet habe.

Prompt musste ich per Easytune mal ein wenig rumprobieren und habe den Teiler von 9 auf 10 gesetzt (somit 3,3 Ghz). System rennt und ist stabil, die Temperaturen bewegen sich dabei bei 30 Grad - die Daten stell ich noch mal hier rein.
Vom Airflow im Gehäuse bin ich zufrieden. Die Luft wird von oben angesaugt, nach hinten und durch den großen Lüfter im Seitenteil nach Außen geleitet. Wie gesagt - Daten zur Kühlung folgen.

Fazit:
Ich kann leider keine Referenzen geben zur Kühlleistung etc. Ich kann aber sagen das der Einbau von einem Radiator in ein Gehäuse gar nicht so einfach ist. Ärgerlich ist die mangelnde Ausstattung bei der Innovatek-Lieferung. Dort hätte ich mehr erwartet. (Oder besser aufpassen müssen) Es müsste einen Leistungsindex für Radiatoren geben. So eine Art Taktfrequenz durch Gradzahl CPU x Temperatur (irgendwie sowas). Bei der Temperatur gibts von der Robertschen Zufriedenheitsskala eine gefühltes "gut". Bei der Installation noch ein "Ausreichend", da jeder der sich eine Wakü einbaut schon zumindest mal in der Kindheit einen Modellbaudüsenjäger zusammengebaut haben sollte. Und das macht das Basteln ja auch aus - Klar, man möchte ein gutes System, schnell, modern, individuell, etc....aber früher haben wir Modellflugzeuge zusammengebaut und uns geärgert, wenn das Cockpitfenster mit Kleber verschmiert war - heute war mein Cockpitfenster eindeutig die schlechten Verschraubungsmöglichkeiten des Radiators. C´est la vie - hat Spaß gemacht und das Ding läuft.

Bilder folgen wenn ich im Kasten aufgeräumt habe. Ich räume ja auch auf wenn ich Besuch erwarte  ;)

Noch ein kleine Erfahrung:

Die Lüfter SILVERSTONE SUSCOOL 121 zickt etwas beim anschrauben. Die Schrauben wollen einfach nicht rein trotz guten Werkzeug. Abhilfe hat die Dünne Klinge einer Schere geschaffen. Reinstecken und ohne viel Druck einmal im Kreis drehen. Dann flutscht es mit der Schraube, ohne halt zu verlieren.

Die Temperaturfühler sind übrigens abnehmbar. Das habe ich auch gemacht, da die echt verdammt leise sind. Die Nutzungsdauer/ Haltbarkeit ist mit 15.000 Stunden angegeben. Viele im Netz haben gesagt "so wenig?" - Aber mal Hand aufs Herz: Das sind 4 Jahre 8 Stunden am Tag den PC anschmeissen....für mich ist das kein Nachteil...ich find die Dinger klasse! Die Länge des Kabels "Temperaturfühler" hätte ich mir länger erwünscht. Regional um den Lüfter kann man diese Dinger, bei Bedarf, gut einsetzten.

Schöne Grüße aus Dortmund
Robert