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Autor Thema: Suche die beste Wärmeleitpaste  (Gelesen 3642 mal)

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Online @meiseAC

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Re:Suche die beste Wärmeleitpaste
« Antwort #15 am: Mittwoch August 17, 2011, 20:24:10 »
...aber auf CPU und GPU reibt man damit auch die Beschriftung runter... Nie mehr wieder werde ich etwas von dem Zeug auf meine Hardware auftragen!

gruß

Jo, hast aber schon miktbekommmen das wir schon seit Post Nummer 10 beim polieren des Kühlers und der CPU sind... :schland:

Im Ernst:
Obwohl die neue CPU morgen ankommen wird, fahre ich morgen früh gegen 8:00 Uhr nach Bremerhafen und bin erst am Sonntag zurück. Ich lasse mir die Sache mal durch den Kopf gehen.


Vile Grüße

meiseac
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Offline Dragi

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Re:Suche die beste Wärmeleitpaste
« Antwort #16 am: Mittwoch August 17, 2011, 20:46:04 »
Nichts für ungut und bitte nicht negativ aufnehmen, aber dieses Argument ist Unsinn. Denkt einfach mal darüber nach, welche Aufgabe die Liquid Ultra (wie auch jede andere Paste, in der Praxis mehr oder weniger) wahrnimmt. Sie füllt die Unebenheiten (die ihr mit dem bloße Auge meist nicht sehen könnt) aus und sorgt somit für eine bessere Wärmeleitung.

Was passiert dabei?

Die Wärmeleitpaste legt sich, je nach Konsistenz und Viskosität / Dichte in diese Unebenheiten in den Oberflächen. Dabei verdrängt sie die dort befindliche Luft, welche im Gegensatz zu Metall und normalen Pasten auf Silikon-/Glysantinbasis die Verlustleistung eher isoliert und nicht weiterleitet.

Die meisten Pasten füllen diese Unebenheiten nur bedingt aus, wodurch die Leistung eher mäßig ist. Die Liquid Ultra wie auch die Pro (und das MetalPad nach BurnIn) füllen die Unebenheiten deutich besser aus, zumal sie auch eine um Längen bessere Wärmeleitung aufgrund der Zusammensetzung besitzt.

Aber warum sieht die Oberfläche nach dem Säuern anders aus?

Weil in den unzähligen Unebenheiten mikroskopisch kleine Mengen von Flüssigmetall sind, welche den Prozessor quasi "veredelt" haben. Man kann das zwar auch entfernen, aber notwendig ist dies nicht und eigentlich sogar kontraproduktiv.

Ich hoffe, ich habe mal einige Unklarheiten beseitigt.

Online @meiseAC

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Re:Suche die beste Wärmeleitpaste
« Antwort #17 am: Mittwoch August 17, 2011, 20:51:48 »
Ich verstehe was du meinst.
Dort wo Rückstände haften bleiben sind die feinen Poren geschlossen worden.

Nix anderes macht meine Frau jeden Morgen mit der Gesichtscreme

Ich habe darüber nachgedacht den Kühler und die neue CPUan zu schleifen damit die Kühlfläche möglichst groß wird.
Danach polieren und zuzm Schluss die Ultra drauf.

Viele Grüße

meiseac
« Letzte Änderung: Donnerstag August 18, 2011, 08:10:26 von @meiseAC »
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Offline Nuerne

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Re:Suche die beste Wärmeleitpaste
« Antwort #18 am: Donnerstag August 18, 2011, 07:54:09 »

Nix anderes macht meine Frau jeden Morgen mit der Gesichtscreme


 :D

Online Diggerhb

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Re:Suche die beste Wärmeleitpaste
« Antwort #19 am: Donnerstag August 18, 2011, 12:39:11 »
Nicht böse gemeint aber du fährst nach Bremerhaven :-)

Sprach der Bremer :-)

Offline DI°G

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Re:Suche die beste Wärmeleitpaste
« Antwort #20 am: Sonntag August 21, 2011, 16:29:17 »
Moin,

bin im Zusammenhang mit der grundsätzlichen Frage, ob lieber Flüssigmetall oder herkömmliche WLP,

auf dieses höchst interessante und aktuelle Roundup einer amerikanischen Seite gestoßen,

die ein sehr aufwendiges Testverfahren zelebrieren. Leider folgen die Kandidaten von Coollaboratory erst noch.

Beim Gesamtergebnis schneidet das Flüssigmetall marginal besser ab, als die herkömmlichen Wärmeleitpasten.

In so fern, nichts Neues. Viel interessanter aber ist ein ganz anderer Zusammenhang:

Bei jeder WLP werden im Test 3 Montagefälle unterschieden, nämlich schlechter, moderater und guter Kontakt.

Fazit: Im Gegensatz zu herkömmlichen Wärmeleitpasten, spielt die Güte des Kontakts beim Flüssigmetall so gut wie keine Rolle.

Die dort getestete Indigo Xtreme muss ähnlich wie das Metal-Pad von Coollab eingebrannt werden.

Ich bin sehr gespannt, ob der dort bereits geplante Test bei den Coolab-Produkten in dieser Beziehung ähnlich ausfällt.

Wenn dem so ist, wäre das wirklich witzig, denn die landläufige Meinung ist eher die, dass man bei der Montage von

Flüssigmetall WLP am meisten falsch machen kann.  ;D Außerdem würden sich damit auch die z.T. sensationellen Unterschiede

nach dem Umstieg auf Flüssigmetall in nicht wenigen Userberichten erheblich relativieren.  ;)

Ein anderer Aspekt, der eindeutig für Flüssigmetall spricht ist die Tatsache, dass besonders für jene herkömmlichen WLP, die bei

aktuellen Tests durchweg im oberen Drittel zu finden, mit die kürzeste Nutzungsdauer angegeben wird:

Thermalright Chill Factor 3 und Prolimatech PK-1 (1 Jahr), Noctua NT-H1 3 Jahre, einzig für die Arctic Cooling MX-2 und MX-4

gibt es eine "6 years limited warranty" - what ever that means.  ;D

Die meisten Hersteller aber hüllen sich über die Dauerhaftigkeit ihrer Produkte in dezentes Schweigen.

Leider habe ich diesbezüglich auch bei sämtlichen auf dem Markt zu findenden Flüssigmetallen keine Herstellerdokumentation

über die Haltberkeit gefunden; nur in Reviews und Foren. Antwort von Coollab kam bisher auch noch nicht.

Könnte da vielleicht ein Redakteur nochmal nachforschen?  O) ... würde mich wirklich interessieren.  :ja:

Gruß,  
« Letzte Änderung: Montag August 22, 2011, 01:25:55 von DI°G »
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Offline Nuerne

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Re:Suche die beste Wärmeleitpaste
« Antwort #21 am: Sonntag August 21, 2011, 16:36:25 »
Denke da bekommen wir was hin  ;)

Offline DI°G

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Re:Suche die beste Wärmeleitpaste
« Antwort #22 am: Sonntag August 21, 2011, 16:45:26 »

Merci!  :)
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Offline DI°G

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Re:Suche die beste Wärmeleitpaste
« Antwort #23 am: Montag August 22, 2011, 10:30:24 »
Moin,

Update: Habe heute Antwort von Coollab bezüglich der Dauerhaftigkeit von Flüssigmetall "WLP" erhalten.

Meine Anfrage bezog sich auf folgenden Satz im Review zur Liquid Ultra auf Computerbase:

Zitat
Coollaboratory verspricht bei der Liquid Ultra im Gegensatz dazu ein unverändertes Leistungsniveau auch nach Jahren der Nutzung.

Dazu antwortet Coollaboratory:

Zitat
[...]
Die auf der Testseite Computerbase.de veröffentlichte Information ist korrekt, da die Flüssigmetalle aus unserem Haus auch nach Jahren keinerlei Verschlechterung oder gar Austrocknung aufzeigen und somit eine gleichbleibende Leistung bieten. Dies liegt schlicht daran, dass unsere Wärmeleitmittel Liquid Pro, Liquid Ultra sowie Liquid MetalPad ausnahmslos aus metallischen Bestandteilen bestehen.

Normale Wärmeleitpasten basieren hingegen auf einer Glycerin- beziehungsweise Silikonmischung, welcher zusätzliche Additive (Metalloxide und ähnliches) in meist sehr geringerem Maße beigesteuert werden. All diese Pasten trocknen nach einer gewissen Zeitspanne aus (sie verflüchtigen sich), wobei eine starke Erwärmung diesen Prozess beschleunigt.

Unter Nutzungsbedingungen ist eine effektive Nutzung einer solchen Wärmeleitpaste bei gleichbleibender Leistung über einen längeren Zeitpunkt physikalisch ausgeschlossen. Entsprechende Werbeversprechen mancher Anbieter sollten daher mit entsprechender Skepsis betrachtet werden.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Coollaboratory Support

Gruß,
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Re:Suche die beste Wärmeleitpaste
« Antwort #24 am: Montag August 22, 2011, 11:38:15 »
Hi DI°G

Vielen Dank

CPU ii7 960 (3,2 GHz) st inzwischen angekommen und vorläufig mit "normaler" Wärmeleitpaste eingebaut worden.

(Irgendwas mit Silver 5 so ein grau-grünes Zeug)

Bisher läuft er mit 168x24 = 4032 MHz wobei ich nur den FSB von 133 auf 168 gesetzt habe, sonst nix.

Die alte CPU i950 (3,06 GHz) ging bis 3,92 GHz (auch nur FSB auf 172 sonst nix.

Nun benötige ich nur noch einen vertrauenswürdigen Shop der die Ultra liefert.

War doch die Ultra als Nachfolger der PRO richtig?

Viele Grüße

meiseAC
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Re:Suche die beste Wärmeleitpaste
« Antwort #25 am: Montag August 22, 2011, 11:49:41 »
Hi,

darf man das hier posten?  ;D Glaub' schon. Von den shops, die derzeit liefern können,

kann ich PC-Cooling, Caseking und Aqua-Tuning gleichermaßen empfehlen.

Bei der Gelegenheit würde ich für die Vorbehandlung gleich noch einen perfekten Reiniger mitbestellen:

ArctiClean Reinigungskit

Nach meiner Erfahrung uneingeschränkt empfehlenswert.  :ja:

Gruß,
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Offline DI°G

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Re:Suche die beste Wärmeleitpaste
« Antwort #26 am: Dienstag August 30, 2011, 22:03:28 »
Hi,

So, nochmal eine Rückmeldung zum Thema. Da ich auch gerade an alter GPU und CPU-Kühler herumhantiere,

meine alte AS5 nicht mehr reichte, habe ich mir auch die Liquid Ultra bestellt, denn ähnlich wie bei @meise,

lassen die Umstände voraussehen, dass an dem Rechner über längere Zeit nicht geschraubt wird.

Glücklicherweise habe ich bei der GPU angefangen, ich würde mich als schraubtechnisch erfahren bezeichnen.

Habe die alte WLP sehr sorgfältig mit meinem bestens erprobten ArctiClean 1&2 von GPU-Heatspreader

und Kühler entfernt - das eine der Ultra beigepackte Reinigungstuch wollte ich für den Notfall aufheben,

um damit eventuell die Liquid Ultra wieder entfernen zu können. Zum Auftragen nach Anleitung:

Wenn die Ultra wesentlich leichter zu verteilen sein soll, als die Pro, dann bin ich froh das nicht ausprobiert

zu haben, denn die Ultra machte keine Anstalten, sich auf dem Die der GTX 260 gleichmäßig verteilen zu lassen.

Es ging millimeterweise voran, dabei so langsam, dass das Zeug am beigelegten Pinsel antrocknete und den auf

nicht einmal halber Strecke unbrauchbar werden ließ, also den zweiten zur Hand genommen, mit ähnlichem Erfolg, denn fuhr man

zu lange über eine offensichtlich dickere Schicht des in der Mitte aufgetragenen Punktes, pappte das Zeug am Pinsel, aber nicht auf

dem Heatspreader. Da ich von den Heatbug-Berichten die Größe des Chips unter dem Heatspreader kannte, gab ich mich also

geschlagen und damit zufrieden, die Ultra nicht bis ganz an den Rand verteilt zu haben. Also Karte sorgfältig wieder

zusammengebaut (das kann ich bei der GTX 260 beinahe im Schlaf), Rechner angeschmissen, GPU-Z gestartet und dann nicht

einmal mit Furmark, sondern mit dem sehr gemächlich heizenden Real-Time High-Dynamic Range Image-Based Lighting getestet.

In weniger als 3 Minuten war die GPU-Temperatur auf 96°C, was eindeutig auf einen Kontaktfehler hindeutet.

Also Test beendet, GTX ausgebaut und Kühler runtergeschraubt. Was ich dann sah, entsprach voll und ganz dem Meßergebnis,

denn der Heatspreader hatte trotz tadelosen Zusammenbaus nur minimalen Kontakt zum Kühler, denn auf dem

Großteil der Fläche sah die Ultra genau so aus, wie ich sie aufgetragen hatte.

Erstes Fazit: Für eine GTX 260 und baugleiche Karten nicht zu gebrauchen!

Sehr verwunderlich, dass ein Liquid Metal Pad für GPUs angeboten wird, denn bei meiner Prozedur hatte ich die Ultra

bestimmt dicker aufgetragen, als es ein Pad wäre. Dann zur Reinigung: das Zeug musste ja nun wieder restlos runter,

also erst mit Papiertüchern so viel abgehoben, wie sich abheben ließ, dann mit dem magischen Reinigungstuch hinterher.

Weder Heatspreader, noch Kühlerfläche ließen sich mit dem einen Tuch trotz sparsamsten Einsatzes völlig reinigen.

Mit ArctiClean 1&2 ließen sich die Reste in mehreren mühsamen Arbeitsgängen vom Heatspreader entfernen,

auf der Kupferfläche des Kühlers hingegen war ohne das Schleifpad nichts zu machen. Zurück zur GTX 260:

Jetzt habe ich auch eine leise Ahnung, warum ich Tonnen von Wärmeleitpaste vorfand, als ich meine erste GTX

auseinanderschraubte. Dann, die Offenbarung des Auftragens. Ich habe schon diverse WLPs verarbeitet, u.a. Cooler Master,

Noctua, Gelid, Arctic Cooling MX3 (Eingetrockneter Fensterkitt ist Gold dagegen!), AS5, AS Ceramic und schließlich Liquid Ultra.

Nun probirte ich die neue Arctic MX4, denn im Gegensatz zu den meisten herkömmlichen WLPs steht zumindest auf der Packung

eine große 8, denn so viele Jahre soll die Leistung erhalten bleiben, auch wenn Coollab das für ein Werbeversprechen hält.

Und: endlich eine WLP, die sich ohne grobes Werkzeug aus der Tube drücken und sich so wunderbar leicht verteilen lässt,

wie man es sich schon immer gewünscht hat. Nach der Sch...-Prozedur mit der Liquid Ultra, die reine Wonne.

Mein Gesamtfazit also:

1. Wer mit Liquid Metal noch keine Erfahrungen hat, der bestelle am besten gleich zwei Spritzen,

denn bis man gelernt hat, es richtig anzuwenden, ist mehr als eine bereits leer geworden.

2. Liquid Metal ist für Grafikkarten, auf denen eine verhältnismäßig dicke Schicht WLP nach Demontage des Kühlers zu

finden ist, in Verbindung mit dem Stock-Kühler als Wärmeleitmittel absolut ungeeignet.

3. Die Verteilung von Liquid Metal auf einem großflächigen Heatspreader (wie z.B. G 200) ist kaum zu bewerkstelligen,

oder erfordert eine Erfahrung im Umgang, die weit über das Vermögen eines Hobby-PC-Schraubers hinausgehen.

Wer, wie ich, maximal 1-2 mal im Jahr an einem Kühler schraubt, der sollte nach meiner Erfahrung die Finger von dem Zeug lassen.

Es wäre natürlich auch möglich, dass genau ich der Eine unter 10.000 Usern bin, der sich besonders doof anstellt.

4. Wer Liquid Metal benutzen will, sollte sich ferner darüber im Klaren sein: Einmal LM, immer LM,

denn die Reste für einen Umstieg auf klassische WLP wieder sauber zu entfernen, ist besonders auf Kupferflächen

ohne Schleifen nicht zu bewerkstelligen.

Alles in allem nach meiner Ansicht Grund genug für Coollab die Risiken und Nebenwirkungen ihrer Produkte

nicht auf Mikropapyrus gedruckt beizulegen, wie den Waschzettel eines in Zentral-Neu-Guinea zur Marktreife erprobten

Präparats gegen erektile Dysfunktion, sondern in einem angemessenen DIN-A4 Begleitbuch in Schriftgröße 13 Fett

abzudrucken, zumindest wenn wir davon ausgehen, dass nicht allein Hardware-Redakteure und Kühler-Nerds ihre

Zielgruppe sein sollen, sondern ganz normale User, wie ich.  ::)

Gruß,  
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Offline Dragi

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Re:Suche die beste Wärmeleitpaste
« Antwort #27 am: Dienstag August 30, 2011, 22:23:55 »
Hm, irgendwo kann ich die Enttäuschung zwar nachvollziehen, aber die Kritik doch umso weniger. Die Liquid Ultra kann zwar größere Flächen ausgleichen als die Pro oder das MetalPad, aber Wunder kann es bei zu großen Abständen nicht vollbringen. Hier sollte man eher die Grafikkartenhersteller in die Schuld nehmen, die aufgrund billiger Produktion viel zu große Spaltmaße in Kauf nehmen.

Zum Thema Reinigung hatte ich ja bereits etwas geschrieben, nur soviel nochmal: Das, was man NICHT mit einem Reinigungstuch abwischen kann, ist in keiner Form ein Nachteil. Im Gegenteil, Metall innerhalb der Unebenheiten optimiert die Oberfläche und sorgt selbst beim Einsatz normaler Pasten für eine Leistungssteigerung.

Aber mal zur Ultra zurück, da ich die hier gerade vor mir habe (inkl.Verpackung ;) ) sowie ne Arctic Paste und die PK-1. Coollab zeigt im Gegensatz zu den beiden Produkten mit Abstand den größten Lieferumfang auf sowie eine wirklich sehr ausführliche Anleitung. Bei den meisten Pasten liegt nichts entsprechendes bei, auch die Schriftgröße des Textes finde ich nun nicht unbedingt probematisch. Kompakt und gut lesbar.

Und in Sachen Usabilty kann ich nur sagen: Ratzfatz! :D Das Video von Coollab (wo die die Ultra auf nem Prozessor auftragen) knacke ich in puncto Speed locker, ohne den Verbrauch von mehr als einem Pinsel. Übrigens wird die Paste nicht hart. Sie setzt sich zum Teil nur zwischen die unzähligen Borsten und sorgt so für einen "Klumpen" - ich nenn das mal einfach so ;) - den man problemlos zum Verstreichen nutzen kann. Ganz wichtig ist beim Auftragen der Druck. Sobald man bei der Liquid Ultra zuviel Druck anwendet, zieht es bereits verstrichene Paste wieder mit. Da muss man schlicht und ergreifend so leicht wie eine Feder drüber gehen, dann hast die Paste auch fixer aufgetragen als jede normale Paste :)

Meine 2 Cents dazu ;D

Offline DI°G

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Re:Suche die beste Wärmeleitpaste
« Antwort #28 am: Dienstag August 30, 2011, 22:43:20 »
Hi,

dann bin ich halt der Eine unter 10.000, der sich besonders doof angestellt hat.  ;D

Klar sind die GPU-Hersteller die Ursache des Problems, oder besser gesagt liegt das Problem

am Aufbau der Kühler selbst und eben, an mangelnder Einhaltung von Maßtoleranzen.

Das kreide ich Coollab auch nicht an, dennoch wird ihr Metal Pad für GPUs angeboten - mein

Hinweis war also in erster Linie an User adressiert, die das besser nicht ausprobieren sollten.

Anders verhält es sich bei Alternativkühlern, denn bei denen wirkt der Druck in aller Regel

direkt auf den Heatspreader der GPU und wird nicht von der Kontakthöhe zu RAMs und SPAWAs beeinflusst.

Und zum Lieferumfang: Wenn angeblich nur das hauseigene Reinigungsmittel richtig ist, dann sollte

man entweder darauf hinweisen, Collab LM nur in Verbindung mit deren Reiniger zu verwenden, oder eine

ausreichende menge Tücher beilegen, denn für Vor- und Nachreinigung reicht das eine mit Sicherheit nicht.

Gruß,
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Offline DI°G

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Re:Suche die beste Wärmeleitpaste
« Antwort #29 am: Mittwoch August 31, 2011, 10:02:04 »
Moin,

Nachtrag

1. Trotz der im Vergleich zu herkömmlichen Wärmeleitpasten 3x bis 4x höheren Wärmelitfähigkeit von Flüssigmetall,

sind die erreichten Temperaturverbesserungen insgesamt als praktisch unbedeutend zu bezeichnen.

2. Bleiben Rückstände auf der CPU bzw. dem Kühlerboden zurück, ist die Verwendung von Flüssigmetall mit

einem Verlust der Herstellergarantie für CPU und Kühler verbunden.

3. Im Gegensatz zu herkömmlichen Wärmeleitpasten zeigt Flüssigmetall in Bezug auf seine Wirksamkeit

praktisch keine Alterungserscheinungen. Die empfohlene Erneuerung handelsüblicher WLP liegt dagegen

je nach Hersteller zwischen 1 und 8 Jahren.

4. Ergänzend zu den Hinweisen von @Dragi werden die Eigenarten von Flüssigmetall im Sammelthread

auf PCGH eXtreme wie folgt zusammengefasst:

Zitat
- legiert mit Kuperoberflächen*)
- greift Aluminium an und löst dieses auf
- elektrisch leitfähig, Spritzer stellen eine große Gefahr für umliegende Hardware da

*): Flüssigmetall wandert in das Kupfer ein, umgekehrt können Kupferatome in das Flüssigmetall einwandern. Das Ergebniss weißt weiterhin eine sehr hohe Wärmeleitfähigkeit auf, ist aber bei Raumtemperatur fest und als grauer "Belag" auf Kupferoberflächen sichtbar, der nur durch starke Erhitzung (>>100°C) oder schleifen entfernt werden kann (wobei feine Schleifmittel und geringer Abtrag ausreichen) Wird sowieso wieder Flüssigmetall eingesetzt, kann die Legierung am Kühler verbleiben - eine identische Schicht würde sich sowieso wieder ausbildern.
Mit vernickelten Oberflächen -z.B. Heatspreadern- findet kein Austausch statt, mit blankem Silizium auch nicht.
Bei einer Kombination von Kühlern mit blankem Kupferboden und CPUs mit geschliffenem Heatspreader besteht theoretisch die Gefahr des Verschweißens. Hier bildet sich von beiden Seiten her in dem ursprünglich flüssigem Metall die feste Legierung aus.


4. Sensationelle Temperaturunterschiede in Userberichten (und wenigen Reviews) beim Umstieg auf Flüssigmetall

sind allein deshalb mit Vorsicht zu genießen, weil herkömmliche Wärmeleitpasten auf unterschiedlich guten Kontakt

z.T. mit erheblich unterschiedlichen Temperaturergebnissen reagieren. Diesen höchst interessanten Sachverhalt

verdanke ich Skinnee Labs.

Warum der Autor die Coollab-Produkte entweder überhaupt nicht, oder nur am Ende seiner umfangreichen Testreihe

auf den Teststand lassen will, begründet er übrigens so:

Zitat
Of note, IC Diamond and Coolaboratory varieties are NOT going to be tested due to the fact that they permanently alter IHS and block surfaces, which is a big no-no for any sort of long-term, repeatable testing. Maybe at the very end of testing I’ll give them a go, but only after I’m convinced that every other TIM has been tested and that testbed continuity can be destroyed.
Zitat

Ich warte jedenfalls gespannt auf den Test und die Ergebnisse der Kontakt/Temperatur-Abhängigkeit bei den Coollab-LMs.  ;)

Gruß,
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