Also ich bin dafür, dass die Anforderungen noch steigen. Durch hohe Software-Anforderungen wird ein wenig Bewegung in den Hardware-Markt gebracht, da die Hersteller sich etwas einfallen lassen müssen um noch mehr Leistung aus der Hardware zu holen und nebenbei immer mehr cineastische Effekte dargestellt werden können. Vor allem in Sachen Physik steckt man im Moment noch in den Kinderschuhen, denn ich denke, mit entsprechenden Algorithmen und angepasster Hardware geht da noch deutlich mehr.
Einziger negativer Nebeneffekt sind dabei die Kosten. Wobei wir uns eigentlich nicht beschweren können, da aktuelle Hardware in Sachen Preis/Leistung günstig wie nie zu bekommen ist.
Allerdings ist die CryEngine 2 natürlich ein Beispiel dafür, wie man es eventuell nicht machen sollte, da man hierdurch Kunden verärgert. Ich vermute aber, dass der Großteil des Leistungshungers dieser Engine darauf zurückzuführen ist, dass CryTek eine eigens entwickelte Physik-Engine integriert hat, und nicht etwa darauf, dass die Programmierer die Engine schlecht programmiert haben. Im Gegenteil, ich denke sogar, dass viele Software-Entwickler sich an CryTek ein Beispiel nehmen sollten, denn was da mit der CryEngine 2 auf die Beine gestellt wurde, ist schon ein Meisterstück

Es gibt Entwickler-Studios mit deutlich mehr Erfahrung die deutlich schlechtere Engines abliefern. Wäre die Engine so schlecht, wie sie manchmal dargestellt wird, dann würde sicher kaum ein anderes Entwickler-Studio die Engine lizensieren.
Das größte Problem, welches wir aber nach wie vor haben, ist der Anspruch des Users selbst. Heute möchte niemand mehr in Auflösungen um 1280x1024 mit maximalen Details und Kantenglättung spielen, nein es muss unbedingt eine 1920x1200er Auflösung oder höher sein. Dass die Hardware diese Auflösungen darstellen kann ist ja bekannt, dass das nicht mit maximalen Details gehen kann, wenn man nur eine Grafikkarte einsetzt, will aber niemand einsehen. Dabei ist es eigentlich offensichtlich, dass man für Texturen die doppelt so groß sind in ihrer Pixelanzahl, mehr Rechenaufwand benötigt.