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Autor Thema: Board FAQ Grafikkarten  (Gelesen 2022 mal)
E.T.
Egaliseur Transversal
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elagler@tele2.ch
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« am: Mittwoch April 06, 2005, 12:00:30 »

Was gehört ins Grafikarten Board?
- In dieses Board kommen alle technischen Fragen und Themen rein, die von Grafikkarten handeln.
- Ausnahme 1: Allgemeine Fragen vor dem Kauf (zB welche Karte welcher Preisklasse lohnt sich am ehesten für mein System ...) geh?ren eher ins Board Kaufberatung.
- Ausnahme 2: Für Treiber und Software gibts ebenfalls eigene Boards

Wie kann ich den maximalen Speichertakt berechnen?
In der auf den Speichern aufgedruckten Typenbezeichnung ist die Zugrifszeit und damit die maximale garantierte Taktfrequenz enthalten
siehe zB samsung
oder hynix
Wenn man die Zugrifsszeit weiss, kann man mit der Formel 1000 / (Zugriffszeit in Nanosekunden) = MHz die maximale Taktfrequenz berechnen, mal Faktor zwei für DDR Speicher.
Die Formel ist im Prinzip nichts anderes als die Definition von Hz = 1 / s und müsste daher stimmen. Es kann aber sein, dass die Kartenhersteller den Speichern zu wenig Spannung geben, so dass die maximale Frequenz nicht stabil erreicht werden kann (zu der maximal erlaubten Spannung sie oben erw?hnte Herstellerlinks).
Achtung: Das betreiben der Hardware ausserhalb der Spezifikationen sowohl durch hardwareseitige wie auch softwareseitige Ver?nderungen der Karte bzw. des Treibers oder durch die Benutzung von (auch vom Hersteller bereitgestellten) Overclocking-Tools kann die Lebensdauer der Karte vermindern und f?hrt zum Garantieverlust!

Wie heiss darf der Grafikchip maximal werden?
Das ist von Chip zu Chip etwas unterschiedlich, aber so ca. 100°C darf heute jeder Grafikchip werden. Ausserdem haben die Chips heute Schutzfunktionen, die bei zu hohen Temperaturen (ca. 120-130°C) den Takt drosseln.
Welche Temperaturen 'normal' sind, lässt sich nicht so einfach sagen, da dies schliesslich von der Belastung der Grafikkarte, der Gehäustemperatur, dem Luftstrom im Geh?use und dem kühler abhängt (bei letzterem ist auch Serienstreuung unter baugleichen Modellen möglich).
Ausgehend von einer Gehäusetemperatur (nicht Zimmertemperatur!) von 35°C sind 55°C Idle und 75°C load völlig normal und auch noch lange nicht kritisch.
Zu beachten ist aber, dass die kritische Temperatur bei einer übertakteten Grafikkarte tiefer liegt, als bei Standardtakt! Wer seine Karte übertakten will und somit ohnehin den Garantieanspruch verliert, sollte sich auch einen leistungsfähigeren Kühler zulegen. Nicht, weil dann mehr Takt möglich wäre (das wird bei Luft oder Wasserkühlung nur ein paar MHz ausmachen), sondern damit der Grafikchip länger lebt! Zu hohe elektrische Ströme (bei Übertaktung) und gleichzeitig hohe Temperaturen können die Siliziumschichten auf Dauer zerstören.

Sind Karten und Boards unterschiedlicher AGP-Versionen zueinander kompatibel?
Zun?chst einmal muss zwischen der AGP-Version des Mainboards und der AGP-Geschwindigkeit unterschieden werden.
Die Tabelle vergleicht die unterschiedlichen AGP-Versionen:
AGP 1.0AGP 2.0AGP 3.0
Signalspannung3.3V1.5V (3.3V tlw. unterst?tzt)0.8V / 1.5V
Geschwindigkeiten2x, 1x4x, 2x, 1x8x, 4x, 2x
Steckplatz3.3V Kennung1.5V Kennung (univ.)1.5V Kennung (univ.)

Mit der Kompatibilität verhält es sich nun folgendermassen:

In AGP-Steckplätze der Version 1.0 passen nur Karten, die mit 3.3V Signalspannung betrieben werden k?nnen. Neuere AGP8x-Karten passen somit nicht in den alten Steckplatz.
Umgekehrt passen AGP-Karten der ersten Generation aber teilweise noch in die neueren Steckpl?tze der zweiten und dritten Generation. Dies kann gut oder schlecht sein: Es kann sein, dass das Mainboard tats?chlich noch 3.3V-Karten unterst?tzt und die Karte darin auch korrekt läuft. Es kann aber auch vorkommen, dass das Mainboard die Karte nicht unterst?tzt darauf hin Mainboard und Grafikkarte zerst?rt werden. Dies ist dann der Fall, wenn die Grafikkarte eine falsche Kennung (Kerbe) hat. Leider kamen in den Jahren 1998 bis 1999 viele solcher Karten auf den Markt.

In AGP-Steckplätze der Version 2.0 passen in der Regel alle Karten mit 3.3V oder 1.5V-Kennung und laufen auch problemlos darin. Ausnahme: Es gibt ab AGP 2.0 zwei verschieden lange Steckplätze, den Standard AGP und den AGP Pro. Der AGP Pro ist länger ung hat zus?tzliche Pins für die Stromversorgung der Karte; die Leistungsaufnahme darf hier über 100W betragen, gegenüber der rund 30W des normalen AGP Steckplatzes. Hauptsächlich professionelle Grafikkarten kamen teilweise in AGP-Pro ausf?hrung daher, diese laufen dann nicht in normalen AGP Steckplätzen.

Der AGP-Steckplatz der Version 3.0 ist grundsätlich mechanisch mit dem der Version 2.0 identisch. Alle Grafikkarten, die 1.5V Signalspannung unterst?tzen laufen somit in beiden Steckplätzen (es gibt keine Karten, die nur 0.8V Signalspannung unterst?tzen und damit nur in AGP 3.0 Steckpl?tzen laufen würden). Auch hier wieder die Ausnahme, dass AGP Pro Karten auch einen entsprechend längeren AGP-Steckplatz bedingen.
Die wesentlichste Neuerung der Version 3.0 ist die Verdoppelung der Übertragungsgeschwindigkeit auf 8x. Diese ist aber abwärtskompatibel bis 2x.
« Letzte Änderung: Freitag April 20, 2007, 10:27:44 von E.T. » Gespeichert

Sys: Notizblock A5 kariert, Kugelschreiber

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« Antworten #1 am: Mittwoch Oktober 12, 2005, 09:58:45 »

Vorsicht ist bei AGP-Grafikkarten geboten, die ausschließlich 3,3V Signalspannung unterstützen, aber keinen mechanischen Schutz auf aufweisen, der verhindern könnte, daß sie in einen Steckplatz gelangen, der nur 1,5V Signalspannung unterstützt:

Verschiedene AGP-Karten mit SiS305-Grafikchip
Diamond Viper V770, Revision A, NVidia TNT2
Leadtek WinFast 3D S320 II, Revision A, NVidia TNT2
Diese Grafikkarten k?nnen zur Zerst?rung der beteiligten Komponenten f?hren, wenn sie in ein Pentium-4-Mainboard mit Intel845- oder Intel850-Chipsatz gesteckt werden!
(Es gibt auch Grafikkarten mit TNT2-Chip, die beide Signalpegel unterst?tzen)

Mit einem Multimeter oder Durchgangsprüfer sollte die Identifikation der Karten gelingen, ohne sie in Betrieb zu nehmen: Der Pin TYPEDET# (Pin A2) muss bei 1,5-Volt-fähigen Karten mit Masse verbunden sein, bei 3,3-Volt-Karten bleibt er offen. Masse findet man am Slotblech oder am Pin A5 ? nicht allen Karten verbinden das Slotblech mit Masse. Zum Testen baut man die Grafikkarte aus und legt sie mit der bestückten Seite nach unten. Die Anschlüsse sind nun von rechts nach links mit A1 beginnend durchnummeriert, A1 ist also der dem Slotblech naheste Pin der Steckerleiste. Wenn nun A2 mit Masse verbunden ist, beherrscht die Karte den 1,5-Volt-Pegel, sie darf dann die Kerbe haben. Wenn zwischen den Anschlüssen A2 und A5 jedoch keine Verbindung besteht, beherrscht die Karte nur 3,3 Volt und d?rfte die nun links liegende Einkerbung nicht haben. Diese Karten sollte man nicht in Mainboards mit dem i845/i850-Chip oder NVidias nForce betreiben. Der Pentium-4-Chipsatz P4X266 von VIA unterstützt beide Signalspannungen und ist von diesem Problem nicht betroffen
« Letzte Änderung: Freitag Dezember 21, 2007, 01:40:17 von Faust » Gespeichert

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« Antworten #2 am: Mittwoch August 20, 2008, 09:09:39 »

ATI HD 3850 AGP Problemlösung / Abstürze bei Spielen

Es wird häufig darüber geklagt das die HD 3850 in der AGP version probleme bereited.
Vor dem Catalyst 8.3, waren in den meisten fällen die Treiber an sich schuld.
Seit 8.4 ist das Problem anderer Natur.
Da die HD 3800 serie Eigentlich nur als PCIe entwickelt wurde, kommt bei der AGP variante ein Brückenchip zum einsatz.
Dieser jedoch hat mit dem AGP 8X modus ein problem welches nicht näher bekannt ist.
Dieses Problem tritt aber nicht auf allen Mainboards auf, was darauf schliessen lässt das hier auch das BIOS mit
Verantwortlich für die Probleme ist.
Setzt man im Bios den AGP Modus von 8X auf 4X läuft die Karte Problemlos ohne Leistungseinbusen.
Dies gilt für Alle Hersteller der HD 3850 AGP256/512MB varianten.
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