Whouuw! Erst mal danke für die ausführliche Antwort!

Bei "Superclocked-Versionen" von Referenzdesign-Grafikkarten wie beispielsweise der Triple-X Serie von XFX, sind diese Parameter im Bios hinterlegt und immer verfügbar, auch mit Referenztreibern. Bei Gainward sind die entsprechenden Taktraten der GS-Karten im Bios hinterlegt und die Karten arbeiten bei Verwendung von Referenztreibern mit den maximalen Taktraten. Wenn man nun ein entsprechend von Gainward mitgeliefertes Tool installiert, kann man darüber sowohl die Taktung steuern in der Form "2D-Mode", "Reference-Mode" und "Performance-Mode", sowie die Lüfterdrehzahl.
Der Unterschied ist mir noch nicht ganz klar. Beide Hersteller hinterlegen die Parameter zum Heruntertakten im Bios,
bei XFX sind diese
immer abrufbar, bei Gainward
nur mit zusätzlichem Tool? Wieso?
Individual angepasste Versionen von bestimmten Herstellern lassen sich aber auch mit den original NVidia-Treibern nicht steuern, da die NVidia-Treiber nur auf die Funktionen zugreifen können, die von NVidia im Zusammenspiel mit dem Referenz-Bios aktiviert sind.
Bedeutet das, Nvidia reglementiert die Steuerung über die Treiber? Kommt es dann also auch darauf an, welchen Treiber ich nutze?
Letztendlich ist das alles garnicht so kompliziert wie es sich darstellt. Es steckt auch nicht viel dahinter, wenn man erstmal verstanden hat wie so ein System funktioniert.
Auuuuuuuch verstehen will

Könntest Du mir zu dem Thema geeigneten Lesestoff empfehlen?
ATI hatte schon immer die intelligentere Technologie.
Ist die Bios-Modifikation bei ATI-Karten also einfacher zu bewerkstelligen, als bei Nvidia?
Wenn ich so weit richtig verstanden habe, sind Referenz-Bios und Referenz-Treiber auf das Referenz-Design der jeweiligen Baureihe abgestimmt.
Weicht man aber davon ab, wie zum Beispiel alle Hersteller, die Karten mit eigener Kühllösung herausbringen (z.B. Gainward 8800 GT GS GLH),
muss die Steuerung (also z.B. Lüfterdrezahlen) über hardewareseitige Veränderungen, Bios-Modifikation und den Einsatz zusätzlicher Tools
entsprechend angepasst werden.
Das selbe Problem taucht ja auch immer dann auf, wenn man einen alternativen Kühler auf seiner Graka installiert und an Stelle eines
hochdrehenden 60 mm Lüfters nun vielleicht einen niedertourigen 120 mm Lüfter betreibt, für den die Drehzahlsteuerung im Bios
nicht mehr passt, weshalb man ihn dann entweder ans mainboard oder eine separate Lüftersteuerung anschliesst.
Prinzipiell müsste es aber doch möglich sein, das Grafikkarten-Bios auf die jeweiligen Kühlkonstruktionen abzustimmen.
Referenz-Kühler sind ja in den seltensten Fällen der Weisheit letzter Schluss. Das Verbauen effektiverer Kühllösungen, das Heruntertakten
bei geringerer Beanspruchung ist vernünftig, weil es die Lebensdauer der Hardware verlängert und Energie spart.
Wie schön wäre es, wenn man all das je nach verbauten Komponenten einfach über das Bios regeln könnte.

@Spektrum
Interessant an Deinem Beitrag finde ich aber auch, dass er Anlass gibt ein oft strapaziertes Argument, nämlich gegen die teureren, modifizierten
Grafikkarten verschiedener Hersteller als
generell nicht lohnend zu wettern, etwas differenzierter zu betrachten.
Denn es sind ja nicht einfach die höheren Taktraten, welche den Mehrpreis ausmachen, sondern auch die Auswahl hochwertiger Komponenten
(z.B. Golden Sample bei Gainward) oder eben Bios-Modifikationen.
Gruß,
P.S. bin dann mal weg und ein paar Tage offline
