Der eigentliche Vorteil liegt letztendlich im besseren Fertigungsprozess, der doch deutlich reduzierte Verlustleistung begünstigt. Bei NVidia kommt allerdings auch noch positiv hinzu, dass man sich von diesem eigenartigen Speichercontroller getrennt hat, der sicherlich auch mit am VRAM-Bug beteiligt war. Die Reduktion auf 256Bit führt möglicherweise zu geringfügig niedrigeren Frameraten in hohen Auflösungen, aber sind sicher verschmerzbar, wenn der Chipsatz an sich richtig funktioniert und dabei auch noch die reine Performance über die gesamte Bandbreite der Auflösungen gesteigert werden konnte.
Jedenfalls könnte das Warten sich in jedem Fall auszahlen. Wenn ich mir die Spezifikationen des neuen Geforce 8800GTS Chipsatzes ansehe, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass NVidia sich da Konkurrenz im eigenen Stall züchtet, da es sich beim neuen GTS Chipsatz um einen vollwertigen GTX Chipsatz der alten Serie handelt (wenn man mal vom 256Bit Speicherinterface absieht). Geht man davon aus, dass die Taktraten gleich bleiben, wird der neue GTS sicherlich der Traum eines jeden OCers werden. Der neue Fertigungsprozess lädt geradezu dazu ein

Die Karten wären dann dazu prädestiniert, die alten GTX und Ultra abzulösen. Möglicherweise ist das auch NVidias Intention, um die alten mangelbehafteten Chipsätze schrittweise vom Markt zu bekommen. Sicher, alles reine Spekulation, aber durchaus denkbar um möglichst schnell die negative Presse loszubekommen und wieder "business as usual" betreiben zu können

Im Übrigen war es die Geforce FX 5800er Serie bei NVidia und die Radeon X1800er Serie bei ATI, die beide fehlerbehaftet waren. Die aktualisierten Chipsätze (FX 59x0 und X19x0) waren dann doch deutlich überlegen

Es ist leider so, dass sich Fehler aufgrund der Schnelllebigkeit des Marktes zum einen sehr nachteilig auswirken, zum anderen aber auch relativ zügig behoben werden können, indem der Hersteller eben die vorhandenen Chipsätze überarbeitet und dann innerhalb des vorgesehenen Zyklus auf den Markt bringt.