Hi,
also ich bin mich sicher, was die Bohrungen angeht. Wozu sollten die sonst sein?
Was die Belüftung angeht, würde ich erstmal testen, ob die mitgelieferten Lüfter Deinen Silent-Ansprüchen genügen.
Bisher waren die Lüfter aus dem Hause Lian nicht gerade Leisetreter; ob die wirklich so gut sind, wie im test beschrieben,
wirst Du dann sehen. Jetzt aber nochmal zurück zu den Noiseblockern: Wenn Du die unbedingt willst, dann
nichtden
S2 bzw.
XK2, der
S1 bzw.
XK1 genügt völlig. Einen Lüfter mit größerem Fördervolumen als
einblasenden Frontlüfter zu nehmen ist vor allem dann sinnvoll, wenn Deine Grafikkarte einen Alternativkühler hat und die Abwärme
hauptsächlich in den Innenraum entlassen wird. Unterm Strich trägt ein langsam drehender Frontlüfter unten so gut wie nichts für
die Kühlung der Grafikkarte bei und nur in geringem Maße zur Kühlung unten verbauter Festplatten. Hast Du also eine Grafikkarte, die
ihre Abwärme überwiegend nach hinten rausbläst, kannst Du bei vertretbarem Anstieg der Festplattentemperatur möglicherweise
auf den einblasenden Frontlüfter ganz verzichten - ein nicht unerheblicher Vorteil, wenn es um weniger Geräusch gehen soll.
Ob das in Deinem Fall möglich ist, hängt von so vielen variablen Einzelfaktoren ab, dass Du es nur an Deinem System austesten
kannst. Als Hecklüfter hingegen genügt ein langsam drehender 120er völlig, denn wenn das NT oben sitzt und keine Löcher im
Deckel vorhanden sind, dazu der Towerkühler in Richtung Hecklüfter bläst, kann die Abwärme aus dem System nur auf einem
dieser Wege entweichen.
Wie gut die Lüftersteuerung auf Deinem board wirklich funktioniert, wirst Du ebenfalls ausprobieren müssen.
Zur Grafikkarte: Handwerkliches Geschick ist schon mal eine gute Voraussetzung. Dennoch kann bei einem Umbau immer etwas
schief gehen und das Risiko trägst Du allein. Ich finde es grundsätzlich keine gute Idee, gleich an neu gekaufter Hardware
herumzuschrauben, von daher wiederhole ich meine Empfehlung für die HD5770 unter der Voraussetzung, dass Du einen Weg findest
Spannungen und Lüfterdrehzahl der Karte zu senken. Hier musst Du Dir eben noch mehr Informationen beschaffen,
z.B. könntest Du bei Asus anfragen, ob Du mit deren Tool auch Spannungen
absenken kannst.
Wählst Du dagegen die Variante GTX 260, gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten:
1. Eine GTX 260 in
65nm mit 192 Streamprozessoren plus Möglichkeit zur
Spannungssenkung,
2. Eine GTX 260 in
55nm mit 216 Streamprozessoren plus Alternativkühlung mit
Accelero Xtreme.
Der erste Fall ist nur erfolgversprechend, wenn Du keine Montags-Karte erwischt, die von sich aus schon sehr heiss wird,
weil dann wenig Aussicht besteht die Lüfterdrehzahl hörbar zu senken. Im Prinzip verfolgst Du hier das gleiche Ziel,
wie bei der HD5770, nämlich den Stock-Kühler leiser zu machen. Nachteil ist, dass Spannungssenkungen nur auf den älteren
65nm Karten möglich ist, nicht aber auf den 55nm Modellen. Im zweiten Fall folgst Du der oben genannten Umbauanleitung von
@ESEED bis auf einen wesentlichen Punkt: Ich würde beim ersten Kühler-Umbau
keinen Wärmeleitkleber verwenden!!
Handwerklich ist dieser Umbau durchaus machbar, dennoch aber mit den erwähnten Nachteilen / Risiken verbunden.
Ausserdem musst Du natürlich den Aufpreis für den Accelero und die zusätzlichen Passivkühler mit berechnen.
Lass Dich übrigens von den Angaben im Preisvergleich zur GTX 260 nicht irritieren: Bis auf wenige Sondermodelle sind keine Karten
mehr auf dem Markt, die über 216 Streamprozessoren verfügen und in 65nm gefertigt sind. Ich denke, das bietet erst eiinmal genug
Stoff für weitere Nachforschungen. Wie Du bemerkt haben wirst, ist
die Grafik-Lösung immer noch schwer zu finden.
Gruß,
[Edit:] Wenn Du Dich für eine Grafikkarte aus der neuen ATI-Riege entscheidest, würde ich noch etwas warten, bis Preise
und Verfügbarkeit besser sind und Du mehr Testberichte zu bestimmten Modellen findest.