ADATA S511 2,5" SSD 60 GB (AS511S3-60GM-C)EinleitungAm 14.11.2011 wurde ich mit einer vorweihnachtlichen Bescherung überrascht. Denn da lag nun die SSD von ADATA auf dem Tisch. Wie es jedoch immer ist, erst die Arbeit dann das Vergnügen. Somit schnell ausgepackt und eingebaut. Im Folgenden könnt ihr meinen Lesertest über die S511 60GB von ADATA lesen.
Info ADATA
ADATA ist ein taiwanischer Speicherspezialist, welcher Produkte rund um Datenspeicherung und deren Verwaltung anbietet. Gegründet wurde das Unternehmen 2001 und bietet Arbeitsspeicher, Solid-State-Discs und weitere Produkte an.
Info AS511S3-60GM-CDie ADATA S511 60GB kommt in einer schlichten einfachen Verpackung daher. Da meine Verpackung durch den Transport leider leicht zerdrückt wurde, sieht die Verpackung jedoch nicht mehr ganz so hübsch aus.


Wie es mittlerweile fast üblich ist, wird neben der SDD ein 3,5” Adapter mitgeliefert, damit die SSD auch in jedes Gehäuse montiert werden kann (dazu später mehr). Damit die SSD auch befestigt werden kann, sind 2 x 4 passende Schrauben beigelegt.












Zusätzlich sind noch zwei kleine Zettel im Päckchen. Einmal eine Schnellinstallationsanleitung und dann noch eine Info über die Software für die SSD. Dabei handelt es sich um das Disk Migration Utility, dessen Produktschlüssel auf der SSD aufgedruckt ist. Somit kann man den Produktschlüssel zwar nicht verlieren, jedoch sollte man sich diesen abschreiben bevor man die SSD einbaut.
Mit dem geringen Gewicht von 76g ist die SSD im Vergleich zu einer Handelsüblichen HDD natürlich ein “Fliegengewicht”(egal ob 2,5” oder 3,5”). Ausgestattest ist die S511 mit dem SandForce 2281 Chip und hat eine SATA3-Schnittstelle. Dadurch sind laut ADATA Lese- und Schreibraten von bis zu 550MB/s bzw. 500MB/s möglich.
Challenge accepted!TestumgebungMeine Testumgebung ist mein normaler PC mit dem ich zu Hause arbeite und gelegentlich auch spiele. Dieser besteht aus folgenden Komponenten:
Gehäuse: Xigmatek Midgard
Netzteil: be quiet! Pure Power CM L8 730W
Mainboard: ASUS P8Z68-V
CPU: Intel® Core™ i5-2500K
RAM-Kit#1: Corsair Vengeance DDR3-1600 DIMM CL9 8GB Dual Kit
RAM-Kit#2: Aeneon Xtune DDR3-1600 CL10 4GB Dual Kit (läuft als CL9)
Grafikkarte: Asus GeForce GTX 580 DirectCU II
Soundkarte: AuzenTech X-Fi Forte
TestkandidatenNeben der ADATA S511 2,5" SSD 60 GB gibt es einige gute alte Festplatten, welche gegeneinander die SSD antreten werden. Diese haben verschiedene Größen, welche von 500GB bis 3TB reichen. Neben der Größe unterscheiden sich die Datenträger auch in den Spezifikationen wie Cache & Anbindung. Hier die Liste mit allen Laufwerken:
● ADATA S511 2,5" SSD 60 GB
● Samsung SpinPoint HD501LJ
● Samsung SpinPoint F1 HD103UJ
● Hitachi HDT721010SLA360
● Western Digital WD30EZRX
Aufsetzen der UmgebungEinbauDer Einbau der SSD geht eigentlich recht einfach von der Hand. Zu beachten ist jedoch, dass der Einbau nicht mit jedem Gehäuse ganz einfach ist. Zum Beispiel mit dem Gehäuse Xigmatek Midgard habe ich ein Problem im Bezug des Adapters und des Anschlusses der SSD gehabt.
Befestigen konnte ich die SSD nur an den HDD-Schienen des Gehäuses. Das hatte jedoch zur Folge, dass die SSD im Gehäuse ganz unten sein musste, oder keine gewinkelten SATA-Kabel verwendet werden konnte.
Der Adapter von ADATA hätte die SSD zwar weiter in Richtung der Anschlüsse verschoben, jedoch hat der Adapter nur seitliche Löcher zur Befestigung am Gehäuse und war somit für mein Gehäuse ungeeignet.




Firmware UpdateNachdem die SSD ordentlich verbaut war, habe ich als erstes die aktuelle Firmware von der ADATA-Website geladen. Der Updateprozess erklärt sich von alleine. Falls man dafür Hilfe benötigt, wird der Prozess auch mit einer bebilderten Anleitung erläutert. Um zu sehen, ob die Firmware wirklich aktualisiert wurde, muss man das Update-Tool einmal neustarten.
Windows InstallationDie Installation von Windows 7 war nicht anders als mit einer Handelsüblichen Festplatte. Erst nach der Installation wurde es interessant. Somit habe ich als erstes die Auslagerungsdatei deaktiviert, da dieser bei 12GB Hauptspeicher vorerst überflüssig ist und durch das deaktivieren ein paar GB und Schreibzyklen einspart. Danach habe ich geprüft, ob Windows auch auf die TRIM-Funktion zurückgreifen kann. Der nächste Schritt war jegliche Form von Defragmentierung, Superfetch und Prefetch zu deaktivieren. Nachdem dann auch alle Treiber und Updates auf das System gelangt sind, konnte das Testen beginnen.
BenchmarksAls Benchmarks habe ich eine Reihe der momentan genutzten HDD/SSD Tools genutzt. Dabei habe ich versucht, einen objektiven Test durchzuführen. Hier werden alle meine Speichermedien getestet, welche einen SATA-Interface bieten.
ATTODa alle SSD-Hersteller gerne auf den ATTO-Benchmark zurückgreifen, durfte dieser natürlich auf keinen Fall fehlen. Dieser testet Schreib- und Leseraten und bringt gerade bei SSDs beachtliche Werte zustande. Bei diesem Test gibt auch ADATA eine Leserate von 550MB/s und eine Schreibrate von 500MB/s an.

Wie man auf dem Bild sieht, hat die SSD mit 546MB/s lesend und 484MB/s schreibend das Ergebnis fast geschafft. Rechnet man mit dem Umrechnungsfaktor 1000 (anstatt von 1024), wie es Bei Speicherherstellern üblich ist, kommt man sogar auf 559MB/s Lesend und 496MB/s Schreibend und hätte somit die Spezifikationen sogar überboten.
HDTune Pro ReadAls erstes habe ich wohl eines der bekanntesten HDD Test-Tools zur Hilfe genommen. Der Grund dafür liegt auf der Hand. Erstens haben die meisten Leute schon selbst das Tool ausprobiert und können so einfach einen Vergleich durchführen. Der zweite Grund liegt in der Möglichkeit, dass man damit auch die Schreibraten testen kann.

Die Auswertung zeigt eindeutig, dass selbst die minimale ausleserate der S511 von 179,8 MB/s den Festplatten bei weitem überlegen ist.
Hd TachHd Tach ist ein kleiner Benchmark, um die durchschnittliche Leserate sowie die durchschnittliche Zugriffszeit zu ermitteln. Dabei wurden 2 verschiedene Tests durchgeführt.

Dabei erreicht die SSD eine Leserate von 364,5 MB/s und eine Zugriffszeit von ~0,1ms.
AS SSDAS SSD ist ein kleines Toll von einem deutschen Studenten, welches nicht nur Sequenzielle Tests durchführt, sondern auch zufällig Daten vom Datenträger liest und darauf schreibt.
LesendIm sequentiellen Lesemodus schafft die SSD mit 451,21 MB/s natürlich die Spitzenposition. Beim zufälligen Lesen erreicht die SSD zwar nur 64,44 MB/s, ist damit aber immer noch 37 mal schneller als die „Konkurrenz“
SchreibendBeim zufälligen Schreiben ist die SSD mit 82,16MB/s natürlich den HDDs weit voraus. Beim sequentiellen Schreiben hingegen sind die HDDs wesentlich schneller, da die SSD dort nur 84,96MB/s.
Futuremark PCMark Vantage 64 Bit (HDD)Den Festplattentest von PCMark Vantage habe ich mit in den Test-Katalog genommen, da der Test echten Anwendungszwecken nachempfunden ist. Dabei soll der Test von Futuremark gerade zeigen, welche SSD/HDD im Alltag die beste wäre bzw. wie die eigene abschneidet. Wie man sieht, schneidet die SSD im direkten Vergleich zu den HDDs auch spitze ab.
Windows LeistungsindexAuch wenn der Windows Leistungsindex bei einer SSD wie der ADATA S511 immer die volle Punktzahl geben wird, trotzdem einmal der Vergleich zu den HDDs.
AnwendungstestsWindows BootzeitDie Bootzeit ist natürlich um Welten schneller, da braucht man erst gar nicht lange zu diskutieren. Verwunderlich ist jedoch, dass die 500GB Samsung gerade hierbei schneller ist als die Western Digital mit 3TB.
GamesBei den Spielen war der Test etwas kompliziert, denn da musste wirklich die Stoppuhr ausgegraben werden. Damit man einen genauen Wert hat, habe ich je nach Abweichungen jeden Testvorgang 3-5-mal gestartet und dann den Mittelwert ausgerechnet. Vor jedem Testvorgang wurde der Rechner auch neu gestartet und erst damit angefangen, wenn alles geladen war.
GTA 4Als erstes kommt ein Spiel, welches Mittlerweile etwas in die Jahre gekommen ist. Das Spiel habe ich dabei nicht gemoddet, damit man den Test auch nachvollziehen kann. Also hier ist nichts mit iCEnhancer-Mod oder ähnliches aufpoliert worden. Jedoch habe ich bei den Einstellungen das Maximum gewählt, welches mit meiner Hardware möglich war.
Starcraft 2Da Starcraft 2 eine momentane Referenz im Bereich EZS ist, habe ich erst gar nicht lange überlegt, welches Spiel ich für diesen Bereich benutze. Dabei wurden alle Einstellungen auf Maximum gesetzt, um eine möglichst lange Ladezeit zu schaffen.
Battlefield 3Bei Battlefield 3 war ich mir nicht sofort sicher, was ich testen soll. Da der Multiplayer auch abhängig von den Servern ist, habe ich hier auch nur die Ladezeit des Einzelspielermodus als Testkandidat gewählt. Dabei habe ich auch wieder die erste Mission gewählt, damit man schnell einen Vergleich erstellen kann.
CrysisAls älteren Vertreter habe ich noch das Spiel Crysis ausgegraben. Dabei habe ich die Ladezeit der ersten Kampagne genommen. Das Spiel habe ich nach Anbetracht des ernüchternden Ergebnisses von Battlefield 3 zum Testfeld hinzugefügt.
FazitDas Testen der ADATA S511 60GB hat mir persönlich viel Spaß bereitet. Zwar hat es auch viel Arbeit gemacht, alles richtig zu konfigurieren und zu dokumentieren, jedoch hat es sich am Ende doch gelohnt. Vor dem Test war ich vom Kauf einer SSD noch weit entfernt, aber der Lesertest hat mich doch überzeugt und wenn man bedenkt, dass man damit auch ordentlich Zeit einsparen kann. Zwar merkt man die eine Sekunde an der bestimmten Stelle nicht, aber summiert man alleine die Werte der Testergebnisse, so ist recht schnell klar, dass es sich lohnt. In Anbetracht der aktuellen Festplattenpreise wäre eine SSD auch der klügere Zug, solange man kein Datengrab ala 3TB braucht. Zur S511 kann ich nur sagen, top Produkt.
Das Einzige was ich beim Kauf einer SSD anders machen würde, wäre die Wahl zu einer anderen Größe. 60GB reicht zwar für System und ein paar Progrämmchen aus, aber 120GB würden schon nicht schaden.
Ansonsten möchte ich mich auf der einen Seite bei ADATA für die gesponserte Hardware und deren Support bedanken. Auf der anderen Seite bei Technik3D, die diesen Lesertest angeboten haben.