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Autor Thema: CaseView – Fractal Design Core 3000 (Part 1)  (Gelesen 1238 mal)

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Offline DI°G

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CaseView – Fractal Design Core 3000 (Part 1)
« am: Dienstag August 16, 2011, 20:08:12 »
Zum Geleit
Der folgende Bericht erhebt keinen Anspruch auf jene Vollständigkeit, die man von einer Hardware-Review erwarten darf. Das Fractal Design Core 3000 steht im Rahmen dieser Betrachtung lediglich als ein möglicher Stellvertreter der neuen Gehäusegeneration da. Es kann in so fern als beispielhaft gelten, da es auf den ersten Blick die gemutmaßten Bedürfnisse all jener User erfüllt, die als Herberge für ihr Midrange-System vor allem nach einem zurückhaltenden Gehäusedesign Ausschau halten, denn das Core 3000 ist: schwarz, schlicht, ein Midi-Tower und für weniger, als 60,- Euro zu haben.

In diesem ersten Teil des Berichts sollen zunächst die wichtigsten Eigenschaften des Core 3000 bis hin zum Einbau der Hardware erläutert werden. Im anschließenden Teil soll versucht werden, am Beispiel des Core 3000 die Ausstattungsmerkmale moderner Gehäuse auf ihre Praxistauglichkeit hin zu überprüfen und konkrete Hinweise zu geben, auf welche Details man bei der Auswahl eines geeigneten Gehäuses für seine neue Hardware achten sollte.

Wie viel Case braucht der Mensch ?
Sieht man von den Wünschen nach der Einrichtung eines HTPC oder Highend-Rechners einmal ab, richten sich die meisten Kaufberatungsanfragen auf schnelle Arbeitsgeräte mit mehr oder weniger leistungsstarken Grafikkarten, je nach Nutzungshäufigkeit und Anspruch an die Darstellungsqualität im 3D-Betrieb. Für all diese Systeme, welch in der Regel nicht mehr als 2 bis maximal 3 Festplatten beherbergen müssen, ist der Midi-Tower nach wie vor die erste Wahl beim Gehäuseformat und sein favorisierter Stellplatz liegt unterhalb des realen Desktop. Macht man sich darüber hinaus deutlich, dass die meisten Besitzer solcher Systeme ihren PC trotz der potenten Grafikbeschleuniger hauptsächlich für Office-Anwendungen nutzen, wird der zunehmend häufiger geäußerte Wunsch nach einem möglichst zurückhaltenden Betriebsgeräusch verständlich. Darüber hinaus ist eine nicht unerhebliche Frage bei der Einrichtung eines Midi-Towers, wie viele zusätzliche PCI /PCIe Steckplätze unterhalb der Grafikkarte belegt werden sollen.

Das System – alte Hardware in neuer Box
Konkreter Anlass für diese Berichterstattung war, meine abgelegte Systemhardware weder zu Preisen verhökern zu wollen, die jedem vernünftigen Menschen in Erinnerung ihres damaligen Anschaffungswertes die Tränen in die Augen treiben, noch sie länger ungenutzt auf dem Dachboden herumliegen zu haben. So fasste ich schließlich den Entschluss, den alten, aber bestens erprobten Komponenten wieder Leben einzuhauchen. Neben einem NT und einem optischen Laufwerk fehlte für dieses Vorhaben eine neue, schlichte und nicht zu teure Box.

Technische Daten, Ausstattung und Erscheinungsbild
Neben eigenen Fotos verweise ich zur Darstellung des Gehäuses auf das entsprechenden Bildmaterial in den Reviews von Hardewareluxx (HWL) und TechPowerUp (TPU) .

Technische Daten

  • Modell | Fractal Design Core 3000
  • Gehäusetyp | Midi-Tower
  • Material | Stahl, innen und außen schwarz pulverbeschichtet, Frontrahmenblende und I/O – Frontblende: Kunststoff
  • Abmessungen | B x H x T = 200 x 430 x 480 mm
  • MB Formfaktor | ATX, Micro ATX, Mini ITX
  • Laufwerkplätze | Extern: 2 x 5,25“ davon 1 x wahlweise als 3,5“ mit beiliegender Frontblende. Intern: 6 x 2,5“ oder 3,5“
  • Lüfterplätze | Front Mitte: 1 x 140 mm (installiert), Front unten: 1 x 120 mm (optional), Seite: 1 x 120 mm oder 140 mm (optional), Rückseite: 1 x 120 mm (installiert), Deckel: 1 x 120 mm oder 140 mm (optional), 1 x 140 mm (installiert), Boden: 1 x 120 mm (optional)
  • Front I/O | 4 x USB 2.0, Audio (In/Out)
  • GPU-Länge | Max. 270 mm (mit oberem HDD-Käfig), Max. 420 mm (ohne oberen HDD-Käfig)
  • CPU-Kühlerhöhe | Max. 160 mm
  • Gewicht    | 7,1 kg
  • Preis | ~ € 59,-

Ausstattung

Zu Ausstattung und Lieferumfang will ich hier nur die Besonderheiten erwähnen. Das Core 3000 kommt mit insgesamt 3 werkseitig vormontierten Lüftern (vgl. Technische Daten). Neben den auf der folgenden Darstellung bezeichneten Montagematerialien, einem mehrsprachigen Produktheft (kein Handbuch!) und der oben erwähnten 5,25“ auf 3,5“ Reduktionsfrontblende ist im Lieferumfang auch eine Lüftersteuerung für einen freien Slot an der Gehäuserückseite beigelegt.

Bild 1

Mit diesem stufenlosen Drehpotentiometer lassen sich maximal 3 Lüfter (zwangsläufig nur synchron, also mit gleicher Spannung) regeln. Die Lüftersteuerung selbst muss vom Netzteil über einen Molex-Anschluss mit Strom versorgt werden. Darüber hinaus erwähnenswert ist der in 2 x 3 Plätze geteilte HDD-Käfig. Der obere Teil lässt sich dabei nach Entfernung zweier Daumenschrauben um 90° gedreht einbauen, oder bei Bedarf komplett entfernen. Bild 2 (HWL)
Festplatten im 2,5“ oder 3,5“ Format werden mit 4 Schrauben in den weißen Schubladen montiert, die auf das jeweilige Format verstellbaren Gummipuffer sorgen für eine einfache, jedoch angemessen wirkungsvolle Entkopplung Bild 3 (TPU)

Erscheinungsbild

Die Frontansicht des Core 3000 wird von der durchgehenden Waben-Mesh-Optik geprägt. Bild 4 (TPU) Die das Mesh umrahmende Kunststoffblende fällt im Vergleich zur Pulverbeschichtung des Gehäuses optisch zwar etwas ab, wirkt jedoch im insgesamt wertigen Eindruck wenig störend. Sämtliche Lüfterplätze sind im gleichen Waben-Design perforiert, wie die Front. Bild 5 (TPU) Was sich bei den Öffnungen in Seite und Deckel noch als gestalterische Notwendigkeit verschmerzen lässt, wird auf der Rückseite zum peinlichen Fauxpas, denn ausgerechnet die wertvollste Belüftungsöffnung mit derartig unnötigem Zierrat einzuschränken, zeugt von wenig Sachverstand. Bild 6 (HWL)
Schließlich zur Unterseite: Bild 7 (HWL) Das Beste an diesem Teil des Gehäuses sind die moosgummierten Füße. Das Zweitbeste ist der Staubfilter für das Netzteil. Der Rest ist Schweigen, denn die Lüfteröffnung in der Bodenmitte ist nicht nur ebn so unnötig, wie unsinnig, sondern steht stellvertretend für eine der Unarten moderner Gehäusegestaltung, auf die später genauer eingegangen werden soll.
Zum Abnehmen der Frontblende greift man am besten in den Zwischenraum zum Gehäuseboden (vgl. Bild 7), zieht mit einem Ruck und genau jener Entschlossenheit, welche auch bei der Entfernung von Heftpflastern auf behaarten Körperstellen gefragt ist. Auf der Innenseite der Blende kommen die zur Reinigung abnehmbaren Staubfilter und der vormontierte 140 mm Lüfter zum Vorschein. Bild 8 (HWL) Dieser wird eben so wie der optional montierbare 120 mm Lüfter darunter in vier seitlich angebrachte Hartkunststoff-Haltenasen eingeklickt. Eine ungünstige Konstruktion, denn zum einen ist eine Entkopplung der Lüfter somit unmöglich, zum anderen kommen als Austauschlüfter ausschließlich solche mit quadratischen Rahmen in Frage, was vor allem die Auswahl bei den aktuellen 140er Modellen etwas einschränkt. Rätselhaft bleibt auch, warum Fractal Design den unteren Lüfterplatz auf 120 mm beschränkt hat, denn auch hier könnte ein 140er bequem seinen Platz finden. Eine Überarbeitung dieser beiden Schwachpunkte wäre höchst wünschenswert und ließe sich wohl ohne höheren Kostenaufwand realisieren.
Das Knackgeräusch der einrastenden Haltestifte bei der späteren Rückmontage der Frontblende ist während der Erkundung des Gehäuses einer jener seltenen Momente, die unmissverständlich daran erinnern, dass wir es beim Core 3000 mit einer Budget-Box zu tun haben.            
Keine Kritik hingegen lässt sich an der Güte der Beschichtung und der Kantenbearbeitung üben, denn im Ganzen lässt die Verarbeitung des Core 3000 wenig zu wünschen übrig und hält in dieser Hinsicht dem Vergleich mit teureren Gehäusen durchaus stand. Die Seitenteile lassen sich nach dem Lösen zweier Daumenschrauben dank einer kleinen Griffmulde leicht zurückziehen und mühelos entfernen.

Innenausstattung und Hardwareeinbau – Schein und Sein

Auf den ersten Blick macht die Innenansicht des Core 3000 einen gefälligen Eindruck. Bild 9 (HWL) Durchgehend schwarze Innenräume sind nicht nur eitler Modeschnickschnack, sondern sehen im Vergleich zu den nackten Stahl- oder gar Aluminiumflächen vergangener Gehäusegenerationen auch nach dem Einbau der Hardware noch ansprechend aus. Der bereits erwähnte, zweigeteilte HDD-Käfig fällt eben so positiv auf, wie die ausreichend langen Verbindungskabel zum Frontpanel. Auch die Ansicht von der Rückseite des Mainboardtrays weckt Hoffnungen auf einen reibungslosen Hardwareeinbau. Bild 10 (HWL) Aussparungen für eine rückseitige CPU-Kühlermontage und Kabeldurchführungen, sowie eingestanzte Haltebrücken für Kabelbinder sind vorhanden.
Doch der schöne Schein trügt, denn unverständlicherweise wurde eine winzige, aber wesentliche Öffnung vergessen, nämlich die zur rückseitigen Verlegung der Stromversorgung für die CPU. So musste das Kabel notgedrungen umständlich durch den Innenraum geführt werden.

Bild 11

Beim Einbau der Hardware erwies sich auch die Anordnung der Aussparungen für die Kabeldurchführung als äußerst unpraktisch, der lediglich 1,5 cm messende Freiraum hinter dem Mainboardtray hingegen stellte in meinem Fall kein Problem dar. Bild 12 (TPU) Für dickere Kabel allerdings wird es hier eng. Insgesamt stellt sich das Kabelmanagement im Core 3000 als echte Herausforderung dar. Erfreulich unproblematisch verlief dagegen der Einbau von Festplatte und 5,25“ Laufwerk.  
Über die Widerspenstigkeit einiger nicht ganz sauber geschnittener Gewinde (besonders jene zur Befestigung von Mainboard-Abstandhaltern und Slotblenden) konnten ein wenig Schrauber-Erfahrung und das geeignete Werkzeug leicht hinwegtrösten. Nach Abschluss der Einbauarbeiten sah das Ergebnis dann so aus:

Bild 13

Bild 14

So viel für heute und zum 1.Teil des Berichts. Fortsetzung folgt so bald, wie es die freie Zeit erlaubt.  ;)

Gruß,
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Offline Nuerne

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Re:CaseView – Fractal Design Core 3000 (Part 1)
« Antwort #1 am: Dienstag August 16, 2011, 22:45:44 »
 8) gerne mehr..thx...  ;) sehr schön

Online @meiseAC

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Re:CaseView – Fractal Design Core 3000 (Part 1)
« Antwort #2 am: Mittwoch August 17, 2011, 06:56:05 »
warum ist er kein Redakteur bei uns? $)
Board: Intel XT 8086, CPU: 8086 4,77 Mhz, RAM: 640 Kb, Disklaufwerk: 2 x Floppy 5,25 Zoll, Festplatte: 1 x Seagate 20 MB, Grafikkarte Hercules Monocrom, Monitor: 12 Zoll Bernsteinfarben, Maus: Genius 2 Tasten an Com1
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Offline Lazarus

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Re:CaseView – Fractal Design Core 3000 (Part 1)
« Antwort #3 am: Mittwoch August 17, 2011, 09:28:56 »
Super!

Offline DI°G

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Re:CaseView – Fractal Design Core 3000 (Part 1)
« Antwort #4 am: Mittwoch August 17, 2011, 10:05:10 »
Hi,

warum ist er kein Redakteur bei uns? $)

1. weil er zu wenig Zeit erübrigen kann und

2. weil er ein geborener Slowriter ist, ... was den Zeitrahmen noch weiter eingrenzt.  ;)

Aber glücklicherweise gibts ja hier eine eigene Rubrik, in der ich mich nach Bedarf mitteilen kann.  :)

Super!

Danke!

8) gerne mehr..thx...  ;) sehr schön

Versuche es möglichst zeitnah. Der zweite Teil dürfte auch der interessantere werden.  8)

Gruß,
All things excellent are as difficult as they are rare. - Spinoza