Samstag Mai 25, 2013, 00:16:27

Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?


Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge

Autor Thema: CaseView – Fractal Design Core 3000 (Part 2)  (Gelesen 1777 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline DI°G

  • SlowLongwriter
  • Platinum Member
  • ******
  • Beiträge: 2053
  • - Future Now -
    • Profil anzeigen
CaseView – Fractal Design Core 3000 (Part 2)
« am: Donnerstag August 18, 2011, 18:58:06 »
Die Netzteilposition – eine Entwicklung mit Folgen

Auch das Fractal Design Core 3000 folgt bei der Positionierung des Netzteils dem modernen Trend – und der geht abwärts.

Bild 1              Bild 2

Diese veränderte Anordnung im Gehäuse hat zunächst die Folge, dass dem Netzteil im Gegensatz zur davor üblichen Position (NT oben) der Zweck entzogen wird, zur Gehäusebelüftung beizutragen. Darüber hinaus wird die Ausrichtung des CPU-Kühlers um genaue eine von zwei sinnvollen Varianten eingeschränkt, nämlich die mit nach oben gerichtetem Luftstrom. Nicht ohne Grund haben daher die modernen Gehäuse einen an dieser Stelle perforierten Deckel, oder sogar – wie auch das Core 3000 - einen vormontierten Lüfter, der bei dieser Kühleranordnung die Abwärme vom CPU-Kühler nach außen absaugt. Bild 3 (HWL)

Zieht man an dieser Stelle eine erste Bilanz zwischen alter und neuer Gehäusebauweise, braucht ein neues Gehäuse unterm Strich nicht nur einen Gehäuselüfter mehr, sondern wird durch diesen zusätzlich erforderlichen Lüfter auch relativ lauter, denn es macht für das menschliche Hörempfinden einen nicht unerheblichen Unterschied aus, ob die Richtung der Geräuschemission eines Lüfters nach oben (wie im neuen Gehäuse), oder vom Hörer abgewandt nach hinten verläuft (wie die vom Netzteillüfter beim alten Gehäuse).

Die zweite und gravierendere Folge der neuen Netzteilanordnung ist die damit einhergehende Verunsicherung der User. Trug früher die Frage nach der Ausrichtung des NT in Hardware-Foren ausschließlich zur Erheiterung erfahrener PC-Hasen bei, hat dieselbe Frage heute eine ernsthafte Bedeutung, denn ob ein unten angeordnetes Netzteil besser mit Lüfter nach oben, oder nach unten verbaut werden sollte, lässt sich nicht ganz so leicht beantworten, wie es auf den ersten Blick scheint.

Die Netzteilausrichtung – eine Gretchenfrage

Eines gleich vorweg: Im direkten Vergleich ist die Positionierung des Netzteils in Gehäusen der neueren Generation nicht nur in Bezug auf den Einbauort ein Abstieg, denn an seinem alten Platz, im oberen und damit wärmsten Bereich des Gehäuses, erfüllte es seine Sonderaufgabe des Stromspenders mit integrierter Gehäuseentlüftung in geradezu idealer Weise. Diesem offensichtlichen Nachteil an neuen Gehäusen stehen – vor allem im Budget-Bereich – eine ganze Reihe von Ausstattungsmerkmalen gegenüber, von denen man in dieser Preisklasse vor nicht all zu langer Zeit nur träumen konnte. Features wie Festplattenentkopplung, werkzeuglose Montage, demontierbare HDD-Käfige oder Aussparungen im Mainboardtray waren in der Preisklasse bis 60,- Euro so gut wie nicht vorhanden. Alles gute Gründe also, an dieser Stelle nicht nostalgisch zu werden; auch wenn wir bei einer neuen Box die thermisch ungünstigere Netzteilposition mit einkaufen.

Doch sollte auch hier die Idee, das Netzteil an der Gehäuseentlüftung zu beteiligen, nicht außer acht gelassen werden, denn grundsätzlich ist der Einbau eines unten positionierten Netzteils mit nach oben, also ins Gehäuseinnere gerichteten Lüfter sinnvoller, als die umgekehrte Ausrichtung. Grundsätzlich meint, dass diese Orientierung des Netzteillüfters nicht ausnahmslos in allen Fällen anzuraten ist. Das soll später genauer erläutert werden. Betrachten wir zunächst die beiden Alternativen für sich, also im 1. Fall die der Ausrichtung nach unten und im 2. Fall jene der Ausrichtung nach oben beispielhaft an der Ausführung der unteren Lüftungsöffnung beim Core 3000: Bild 4 (TPU)

Einblasend montierte Lüfter – wie im 1.Fall der des NT – haben im Gegensatz zu ausblasenden Lüftern den prinzipiellen Nachteil, dass sie als Staubsauger wirken. Zur Schadensbegrenzung ist es also dringend notwendig, die Staubzufuhr einzuschränken. Dies geschieht nicht nur im oben gezeigten Beispiel, sondern bei den meisten Gehäusen, im besten Fall durch einen Staubfilter. Die bereits erwähnte, wabenförmige Ausstanzung darunter wäre als einzige Maßnahme für diesen Zweck zu grobmaschig. Unglücklicherweise jedoch hat diese Konstruktion eine größere Wirkung auf die Behinderung des Luftstroms, als auf die Zurückhaltung der Staubzufuhr, denn diese wird zwar eingeschränkt, aber nicht wirkungsvoll verhindert. Die Folge ist, dass diese Ausrichtung einerseits den NT-Lüfter in seiner Wirksamkeit beschränkt und andererseits den Staubeintrag ins Netzteil erhöht. Macht man sich darüber hinaus bewusst, dass der Midi-Tower-PC in den meisten Fällen direkt auf dem Boden unter einem Schreibtisch steht und die Bodenfläche unterhalb des Gehäuses zu jenen zählt, die höchst selten gereinigt werden, braucht es keine überdurchschnittliche Vorstellungskraft um sich auszumalen, wie das Innere des Netzteils nach einigen Monaten Betrieb aussehen wird. Hinzu kommt, dass der Filter selbst regelmäßig gereinigt werden sollte – eine zusätzliche Pflichtübung, die sich sicher wenige mit Freuden in den Terminkalender schreiben.

Was sollte angesichts dieser Nachteile noch gegen den 2.Fall, nämlich die Ausrichtung des Netzteillüfters nach oben einzuwenden sein? Betrachten wir dazu noch einmal das Core 3000 nach dem Einbau der Hardware:

Bild 5

Hierbei fällt zunächst eine weitere Folge des Netzteilabstiegs ins Auge, nämlich, dass bei Verwendung eines Mainboards im ATX-Format das Netzteil in einem Midi-Tower unmittelbar an die Unterkante des Mainboards anschließt. Entscheidet man sich für diese Konstellation, ist es wärmstens anzuraten, bei der Gehäuseauswahl auf ausreichend lange Verbindungskabel zum Frontpanel zu achten. In meinem Fall war das Mainboard schon vorhanden und das Layout somit vorgegeben. Plant man dagegen ein Komplettsystem, wäre es in einem Midi-Tower günstiger, ein ATX-Mainboard auszuwählen, dessen Frontanschlüsse im unteren, rechten Teil angeordnet sind, denn so kämen die Kabel nicht ins Gehege des Netzteillüfters.

Bild 6

Die Entscheidung zur Ausrichtung des Netzteils fiel in meinem Fall nicht schwer, denn das Anforderungsprofil für den PC stand fest: Netzwerkanschluss über Kabel, Onboard-Sound und außer der Grafikkarte keine zusätzlichen Erweiterungskarten. Wie in Bild 5 deutlich an der weißen Lackierung der Slotblenden zu erkennen, stehen dem Netzteillüfter somit 4 Slots als freier Belüftungsraum zur Verfügung. Eine zusätzliche Soundkarte würde diesen Raum in meinem Fall auf 1 Slot eingrenzen. Das wäre möglich, aber äußerst ungünstig.
Wer also ein Midi-Tower-System in einem neuen Gehäuse plant, neben der Grafikkarte eine oder zwei Erweiterungskarten braucht und auf die Vorteile der Netzteilausrichtung mit Lüfter nach oben nicht verzichten will, der sollte in Betracht ziehen wo möglich vom ATX-Format Abstand zu nehmen und stattdessen ein μATX-Board zu wählen.
Eine weitere Einschränkung im 2. Fall betrifft die Auswahl des Netzteils selbst, denn durch die Ausrichtung mit Lüfter nach oben wandert der Ausgang der Kabelstränge zur Stromversorgung von Mainboard und CPU bei allen nicht vollmodularen Netzteilen auf die gegenüberliegende, also dem Mainboard abgewandte Seite. Soll das EPS/ATX Kabel für die CPU hinter dem Mainboardtray verlegt werden - was anzuraten ist - wird unter der Voraussetzung einer günstig angeordneten Durchführungsöffnung in einem Midi-Tower eine Kabellänge von mindestens 60 cm erforderlich. Im Core 3000 erübrigte sich diese Überlegung, denn wie bereits im ersten Teil des Berichts erwähnt, fehlt hier die entsprechende Öffnung im Mainboardtray. Darüber hinaus wäre das Kabel des verbauten Rasurbo Real&Power 550W ohnehin zu kurz gewesen. Kann man mit den Einschränkungen bei der Mainboard-Auswahl leben und beachtet die genannten Planungshinweise, steht dem Einbau des Netzteils mit Lüfter nach oben nichts mehr im Wege. Das Fazit der Gretchenfrage nach der Ausrichtung des Netzteils in einem Gehäuse neuer Bauart lautet also:
Ein kluger Netzteillüfter schaut nach oben !  8)

Gehäuselüftung – eine Frage der Priorität

Die folgenden Überlegungen richten sich vor allem an User von Midrange-Systemen, da dieses Nutzerprofil den mit Abstand überwiegenden Teil der Kaufberatungsanfragen ausmacht. Auch wenn in solchen Systemen Garfikkarten verbaut werden, die bereits gehobenen Ansprüchen an die 3D-Leistung genügen, bleibt dennoch festzuhalten, dass bezogen auf die Lebensdauer eines neuen Systems die meisten User doch nur Gelegenheitsspieler sind und ihren PC hauptsächlich für Office-Anwendungen nutzen. Diesen Luxus leisten sich viele einfach deshalb, weil er bezahlbar ist, denn nie zuvor war leistungsstarke Hardware so günstig zu haben, wie heute.
Zur Veranschaulichung ein Beispiel: Die hier im Core 3000 verbaute GeForce GTX 260 kostete zu Zeiten ihrer größten Marktpräsenz genau so viel, wie die heute häufig nachgefragte GeForce GTX 560 Ti. Vergleicht man die 3D-Performance dieser beiden Karten, bekommen User heute für das gleiche Geld die annähernd 2-fache Grafikleistung.

Was hat das mit Gehäusebelüftung zu tun ? Es soll verständlich machen, dass es für die Bedürfnisse eines Gelegenheitsspielers sinnvoll ist, den Aufwand für die Gehäuselüftung mit erster Priorität auf die häufigste Nutzung, nämlich die eines Office-PC abzustimmen und für den selteneren Fall des Spielbetriebs über ausreichende Reserven zu verfügen. Unser vorrangiges Ziel sollte also sein, den Rechner für den Office-Betrieb möglichst geräuscharm zu kühlen. Wir reden hier also nicht von einem Highend-Gamer-System und auch nicht von einem Silent-System, denn in einem solchen werden keine 3D-Heizungen verbaut, wie im hier gezeigten Beispiel, sondern das gesamte System wird auf möglichst geringe Abwärme hin optimiert. Dennoch folgt das Kühlungsprinzip im Midrange-System den Grundregeln des leisen Rechners und dieses lautet im Hinblick auf eine vernünftige Gehäuselüftung schlicht und einfach:

So viele Lüfter, wie nötig, so wenige Lüfter, wie möglich !

Diesen Grundsatz kann man mit Blick auf den gegenwärtigen Gehäusemarkt gar nicht fett genug drucken, denn betrachten wir unter diesem Gesichtspunkt noch einmal das Core 3000, welches als ein typischer Vertreter moderner Midi-Tower gelten kann, stellt uns Fractel Design ganz im Gegensatz dazu sage und schreibe 7 Lüfterplätze für die Gehäusebelüftung zur Verfügung. Mehr noch, als die Frage nach der Ausrichtung des Netzteils, trägt dieses Übermaß an Öffnungen zur Verunsicherung bei, denn nicht selten halten es unerfahrene User auch für nötig, diese vom Hersteller eingestanzten Löcher auch mit Lüftern auszufüllen. Angesichts dieser Perforationsmanie gilt es also bei der Systemplanung einen kühlen Kopf zu bewahren, denn bei so vielen Einbaumöglichkeiten ergibt sich eine Vielzahl von Belüftungsszenarien. Licht in diesen Dschungel soll neben dem oben genannten Grundsatz noch eine weitere, sinnvolle Regel bringen, die bereits im Zusammenhang mit der Frage nach der Ausrichtung des Netzteils angesprochen wurde, nämlich, die Anzahl der einblasenden Lüfter zur Verringerung des Staubeintrags in das Gehäuse so weit wie möglich zu reduzieren. Das soll nicht bedeuten, dass einblasende Lüfter eine schlechtere Kühlleistung erzielen würden – eher das Gegenteil ist wahr. Doch unter Berücksichtung aller Aspekte befördern Szenarien mit überwiegend ausblasenden Lüftern weniger Staub in das System und sind ohne zusätzlichen Materialaufwand zu bewerkstelligen.

Unter der Prämisse der Geräuschreduzierung erscheinen mir für das ausgewählte Midrange-System 3 Belüftungsvarianten sinnvoll. Zwei davon sind in einem äußerst hilfreichen, offenbar aber wenig beachteten Artikel auf DeXgo durch Messwerte belegt, die dritte kann ich nur aus eigener Erfahrung empfehlen.

Variante 1 – Zwei ausblasende Lüfter

Bild 7

Diese Variante folgt als Konsequenz aus der veränderten Netzteilposition. Der fehlende Lüfter vom ehemals oben verbauten NT wird durch einen Gehäuselüfter ersetzt. Die Kaltluftzufuhr erfolgt hierbei ausschließlich passiv durch die vorhandenen Öffnungen in der Frontblende. Vorteilhaft an dieser Art der Belüftung ist der geringe Staubeintrag ins Gehäuse. Variante 1 ist besonders in solchen AMD-Systemen zu empfehlen, bei denen die Kühlerausrichtung zur Rückseite des Gehäuses nicht möglich ist. Doch auch bei rückseitig ausblasendem CPU-Lüfter bringt der zusätzliche Lüfter im Deckel leicht geringere Temperaturen. Unten verbaute Festplatten profitieren dagegen von dieser Variante nicht, deren Temperaturanstieg lässt sich allerdings leicht verschmerzen. vgl. Szenario 5
--> Die freien Lüfteröffnugen in Deckel, Seite und Boden werden dicht verschlossen !
Dies lässt sich einfach und kostengünstig mit schwarzer Pappe und Gewebeband (Gaffa-Tape) bewerkstelligen. Darüber hinaus sollte bei Gehäusen mit Mesh-Fronten, wie dem Core 3000, in Erwägung gezogen werden, auch diese - abgesehen vom untere Lüfterplatz - abzudichten. Hierzu empfehlen sich Dämmmatten oder vergleichbare Materialien, denn weniger als die Luftzufuhr gilt es hier die Geräuschemissionen der Hardware zurückzuhalten.

Variante 2 – Ein einblasender, ein ausblasender Lüfter

Bild 8

Dieser Klassiker führt auch in modernen Gehäusen zu guten Kühlergebnissen. Kalte Luft wird vorn unten eingeblasen, kühlt die Komponenten und wird über den rückseitigen Gehäuselüfter ausgeblasen. Variante 2 ist die ideale Ergänzung zu rückwärtig ausblasend montierten CPU-Kühlern. Sie bringt ausreichende Kühlung für alle Komponenten, im Vergleich zur Variante 1 werden unten verbaute Festplatten besser gekühlt. vgl. Szenario 1 Größter Nachteil an dieser Art der Gehäuselüftung – besonders bei Towern mit Mesh-Fronten – ist die auf den Hörer gerichtete Geräuschemission des vorderen Lüfters. Günstiger wäre es, für diese Variante ein Gehäuse mit geschlossener Front und seitlichen Lüftungsschlitzen zu wählen. Die zweite Möglichkeit ist ein Gehäuse mit Fronttür – doch halte ich diese Ausführung im Alltag für wenig praxistauglich.  
--> Die freien Lüfteröffnugen in Deckel, Seite und Boden werden dicht verschlossen !
Darüber hinaus sollte bei Gehäusen mit Mesh-Fronten in Erwägung gezogen werden, auch diese abzudichten.

Variante 3 – Ein ausblasender Lüfter

Bild 9

Diese Variante ist vor allem dann anzuraten, wenn die Möglichkeit besteht das Netzteil mit Lüfter nach oben zu verbauen und so an der Gehäuseentlüftung zu beteiligen. Variante 3 ist all jenen Usern zu empfehlen, die besonders auf einen leisen Betrieb ihres Rechners Wert legen.
Größter Nachteil an diesem Belüftungssystem ist, dass es erprobt werden muss.
Nach meiner Erfahrung sind die im Vergleich zu den Varianten 1 und 2 zwangsläufig höheren Systemtemperaturen jedoch vertretbar.
--> Die freien Lüfteröffnugen in Deckel, Seite und Boden werden dicht verschlossen !
Darüber hinaus empfehle ich bei Gehäusen mit Mesh-Fronten, den unteren Lüfterplatz als Eintritt für kühle Luft offen zu lassen und nur den übrigen Teil der Front abzudichten.

Fazit

Für das hier vorausgesetzte Nutzerprofil eines Gelegenheitsspielers kann als Grundsatz einer sinnvollen Gehäuselüftung das Prinzip des less is more gelten. Moderne Midi-Tower, wie das Core 3000, sind für die Anforderungen an einen leisen Rechner zwar werkseitig nicht optimal vorbereitet, doch lassen sie sich in Bezug auf die Gehäuselüftung mit verhältnismäßig geringem Aufwand dem Bedürfnis nach einem leisen, aber leistungsstarken Rechner anpassen. Es ist vor allem das augenscheinliche Zuviel an Lüftungsöffnungen, welches an modernen Midi-Towern unangenehm auffällt. Öffnungen in Seiten und Boden bringen für die wenigsten Nutzer einen brauchbaren Vorteil – umso verwunderlicher erscheint daher, dass dieses Ausstattungsmerkmal beinahe zur Regel geworden ist.
In allen 3 gezeigten Belüftungsvarianten wird die Belüftungsöffnung auf der Rückseite des Gehäuses genutzt. Dies ist mit Abstand der sinnvollste Ort zum Einbau eines Lüfters, denn dieser bläst nach außen und emittiert sein Betriebsgeräusch entgegengesetzt zum Hörer. Jeder Hersteller, der von sich behauptet etwas von Gehäusedesign zu verstehen, sollte diesen Ort entsprechend würdigen, denn hier ist nicht der Platz für eitle Designspielereien, hier geht es um die reine Zweckdienlichkeit und das zurückhaltende Nichts ist an dieser Stelle die einzig angemessene Gestaltung.
Die zweite fragwürdige Modeerscheinung ist die Tendenz zu Mesh-Fronten, denn dieses durchgehende Sieb bringt nichts für die Kühlung der Hardware, dafür aber umso mehr an Geräusch. Doch auch die nachträgliche Dämmung ist ein verhältnismäßig geringer Aufwand auf dem Weg zur Optimierung.

Hier endet nun der 2. Teil meiner CaseView. Im folgenden, letzten Teil werden die übrigen Ausstattungsmerkmale des Core 3000 betrachtet, sowie die Themen Lüftersteuerung und Kabelmanagement behandelt.
« Letzte Änderung: Freitag August 19, 2011, 23:14:03 von DI°G »
All things excellent are as difficult as they are rare. - Spinoza

Online Nuerne

  • T3D Mitarbeiter
  • Technic3D Insider
  • *
  • Beiträge: 6871
    • Profil anzeigen
    • Technic3D.com
Re:CaseView – Fractal Design Core 3000 (Part 2)
« Antwort #1 am: Freitag August 19, 2011, 07:09:35 »
Sehr schön...danke  ;)