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Autor Thema: Microsoft Wireless Mobile Mouse 6000: Schwanzloser Nager für unterwegs  (Gelesen 6679 mal)

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Offline Symphy

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Microsoft Wireless Mobile Mouse 6000: Schwanzloser Nager für unterwegs
« am: Mittwoch September 02, 2009, 20:33:41 »
Hallo miteinander,

in Ermangelung einer potenten Digitalkamera taucht mein Review mit ein wenig Verzögerung auf - ich hoffe, es ist dem ein oder anderen dennoch hilfreich.
Hier soll es, wie bereits die Überschrift verkündet, um eine Laptopmaus im Taschenformat gehen - Microsofts Wireless Mobile Mouse 6000. Wie sich das Gerät in letzter Zeit bei mir bewährt hat, könnt ihr in den folgenden Zeilen nachlesen.



I. Konzeption, Zielgruppe und Technik

Die seit Mitte des Jahres in den Geschäften und Versandhäusern Deutschlands erhältliche Mobile Mouse 6000 stellt eines von Microsofts Oberklasse-Modellen in dieser Sparte dar - erfreulich ist dabei ein Preis um 35 €, der sich gänzlich im Rahmen der Konkurrenzprodukte bewegt. Wie schon im Namen des Produkts vermerkt, soll die Maus vor allem unterwegs zum Einsatz kommen und ihre Dienste in Verbindung mit einem Laptop leisten.
Neu ist dabei die Abtasttechnik, die von der Mobile Mouse 6000 eingesetzt wird, und vom Hersteller auf den Namen "BlueTrack Technology" getauft wurde. Doch was verbirgt sich dahinter? Zum Einsatz kommt hier statt einer konventionellen roten LED oder eines Lasers eine blaue Diode, die eine bessere Kompatibilität zu vielen Oberflächen sicherstellen soll, die bisher oftmals Probleme bereiten konnten, gerade wenn kein Mauspad zur Hand war: Bistrotische, Fußboden, versiegelte Tischoberflächen, Glas und ähnliche Kandidaten.

Auf der Verpackung finden sich weitere wissenswerte Informationen: Mit an Bord ist ein klickbares 4-Wege-Scrollrad, das also nicht nur nach vorne und hinten, sondern auch nach links und rechts spulen kann ebenso wie zwei Seitentasten. Daten werden wie üblich auf dem 2,4 GHz Band per Funk übertragen. Die Betriebsdauer gibt der Hersteller mit über 10 Monaten an - mit einer einfachen AA Batterie. Als letztes erwähnenswertes Highlight ist der sog. "Nano-Transceiver" zu nennen. Hinter diesem Begriff verbirgt sich ein auf das Minimum an Größe geschrumpfter Empfänger der Maus, der in den USB Slot gesteckt werden muss.

II. Lieferumfang und Haptik

Die Mobile Mouse 6000 kommt ein einem mittlerweile leider gängigem Plastikblister, der sich glücklicherweise ohne weitere Hilfsmittel bequem öffnen lässt, ohne Blut oder Gliedmaßen zu verlieren.



Der Inhalt der Packung ist schnell zusammengetragen und fällt relativ spartanisch aus:



Neben Maus und Transceiver finden sich eine Schnellstartanleitung, ein "Microsoft-Produkthandbuch" und eine CD mit Treibersoftware in der knisternden Verpackung - das war es dann auch schon. Eine Tasche, Hülle oder Ähnliches für die Maus bleibt leider zu vermissen.
Die Anleitungen sind nicht wieder erwähnenswert: Die Schnellstartanleitung beinhaltet je sieben Sätze in sechs Sprachen, erklärt aber auch das Wichtigste. Die eigentliche Anleitung hingegen ist eine Enttäuschung: Unspezifisch und augenscheinlich für ganze Heerscharen von Peripherieprodukten konzipiert warnt sie vor den Gefahren, die Webcams birgen. Technische Spezifikationen findet man keine, Hinweise auf den Kundendienst sollen irgendwo im Internet bereitgestellt sein. Ich habe von einer Suche abgesehen und hoffe auf ein langes Leben meines Nagers, um mich nicht mit diesem stereotypen auseinandersetzen zu müssen. Hoffentlich. Schade, Microsoft.

Aber hier soll es primär um das Produkt an sich gehen! Und vorneweg kann ich viele beruhigen: Wer Angst hat, den kleinen Transceiver zu verlieren, kann getröstet werden! Dieser kann in der Maus verstaut und mit einem Knopf wieder zu Vorschein gebracht werden, was anstandslos funktioniert und auch keinen lockeren - und also gleichfalls bedenklichen - Eindruck hinterlässt.
Der kleine Nanoempfänger rastet auch am Laptop sauber ein, stört nicht auf beengtem Raum um das Laptop herum und vermeidet die Gefahr einer Beschädigung des USB Ports durch Hebelkräfte - und kann deshalb sogar einfach im USB Anschluss verbleiben, wenn alles wieder in der Tasche verschwinden muss. Ausgezeichnet, eine Idee, die gefällt, auch wenn das Rad hier nicht neu erfunden wurde.

Vom Aussehen her kann die Maus überzeugen: Die Oberfläche ist hochglänzend schwarz, die seitlichen Chromapplikationen (wenn auch, natürlich, aus Plastik) wissen zu gefallen und die Halteflächen an den Flanken machen mit ihrer Riffelung einen hochwertigen und griffigen Eindruck. Obwohl ich anfangs wegen der sehr rundlichen Form skeptisch war, liegt der Nager gut und relativ sicher in der Hand - ein wenig größer hätte er nach meinem Geschmack aber durchaus werden können. Da sie symmetrisch zur Vertikalachse ist, eignet sie sich sowohl für Rechts- wie auch Linkshänder.



Anm. des Autors: EU Führerschein im EC Karten Format sowie 2 Euro Münze im rechten Bild zum Größenvergleich


III. Butter bei die Fische: Funktion und Alltagstauglichkeit

Am meisten hat mich hier interessiert, auf welchen Oberflächen die Maus annehmbar funktioniert. Und ich war überrascht! Mein Sofa (Microfaser) funktioniert genau so gut wie Parkett, PVC, Holz, Papier, Stoff, Haut, Kopfbehaarung und natürlich mein Mauspad. Als nicht bis nur bedingt geeignet erwiesen haben sich Plexiglas, Trinkgläser (wohl wegen ihrer Wölbung) und dünnes Plastik (in diesem Fall Verpackung der Maus) - unter dem Strich kann der Nager also mit Sicherheit mit einem Großteil dessen umgehen, was einem in der heutigen Zeit als Schreibtischersatz präsentiert werden kann.

Der Anschlag der Tasten ist überraschend schwer, was äußerst angenehm ist. Das Scrollrad ist dagegen eher gegenteilig ausgefallen: Die Rasten sind butterweich und schwer definierbar, beim Klick auf das Rad wird meistens noch nach links oder rechts gescrollt. Die Seitentasten sind für meinen Geschmack auch etwas zu klein ausgefallen.

Die maximale Reichweite des Geräts konnte ich in meinem Wohnzimmer nicht ausloten und bewegt sich so bei über vier Meter, wird aber merklich von Wänden eingeschränkt (Überraschung, wer hätte damit gerechnet!) - vollkommen ausreichend und präzise.

Die beiliegende Software läuft zu meinem Erstaunen auch auf meinem Macbook anstandslos. Nach zwei Minuten und einem Neustart lassen sich neben den üblichen Features alle fünf Tasten frei konfigurieren und die Scrollgeschwindigkeit einstellen - was das wabbelige Rädchen in der Mitte der Maus etwas weniger schwer ins Gewicht fallen lässt.

Zum Ende noch ein Wort zur Gleitfähigkeit: Unterhalb der Maus sind quer zwei schmale, längliche Pads, die den Nager über die Oberfläche sausen lassen sollen. Was auf meinem Holztisch noch gut funktioniert, schwächelt auf meinem Pad ein wenig, was aber verkraftbar ist - denn bei diesem Produkt kommt es letztendlich auf den Nutzen im Alltag an, und der findet nicht vor dem Desktopcomputer statt.

IV. Mein Fazit

Was soll man sagen - die Maus ist zeitlos chic, funktionell einwandfrei und hat in den letzten Wochen keine Schwächen gezeigt, will heißen: Ich habe mich fast schon dran gewöhnt, auch wenn ich vom Touchpad des Macbooks verwöhnt war. Kaufempfehlung von mir, solange es um eine mobile Maus geht - für den Heimgebrauch würde ich eine Desktopvariante klar vorziehen. Was mager ist, sind das Scrollrad, die beiliegenden Anleitungen, für die sich selbst im Internet kein Ersatz beim Hersteller finden lässt (!) und mittelmäßge, aber ausreichende Gleiteigenschaften.
« Letzte Änderung: Donnerstag September 03, 2009, 20:21:34 von Symphy »
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Offline Nuerne

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Re: Microsoft Wireless Mobile Mouse 6000: Schwanzloser Nager für unterwegs
« Antwort #1 am: Mittwoch September 02, 2009, 21:10:05 »
Danke... ;-) Sehr Ausführlich  8)