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Artikel: Neue Technologie: HDTV unter der Lupe

- 27.03.2005 08:30

Seite 5: Heute schon HDTV-Filme am PC genießen: WMV-HD




Wer ein Monopol hat, kann in dem Bereich nicht mehr wachsen. Das wissen auch die Redmonder, und so strickt Microsoft längst nicht mehr nur Programmcode für Betriebssysteme sondern wagt sich nach und nach durchaus erfolgreich an verschiedene andere Projekte, sei es eine Spielkonsole oder eine DVD.
Dass Microsoft vermutlich das einzige Unternehmen ist, dass es sich leisten kann, einen neuen DVD-Standard zu vermarkten, der zu nichts anderem kompatibel ist als zum hauseigenen Mediaplayer, und damit punkto HDTV-Unterstützung die vorher erwähnten Allianzen aus durchaus großen Firmen (zu welchen MS selber auch gehört) in Sachen Markreife einfach so mal schnell zu überrunden, ist wohl gerade das Erfolgsrezept von ‚Windows Media Video High Definition’.
Die Zutaten sind schnell aufgezählt: Man nehme eine handelsübliche, kostengünstig herzustellende DVD, programmiere eine Datenpresse, welche HDTV-Filme auf die maximalen 8.5GB der DVD zusammenstaucht, und vermarkte das ganze unter neuem Warenzeichen.



Wer sich an der Vermikroweichligung des Endproduktes nicht stört, kommt mit der WMV-HD schon heute in den Genuss zahlreicher HDTV-Filme, angefangen bei Klassikern wie Terminator 2 oder Tomb-Raider, vielen neuen Filmen wie Spiderman und Underworld und natürlich (als Bildqualitätsreferenz) den IMAX-Filmen.



Neben einem Hochauflösenden Display werden zur Dekomprimierung des WM9-Formats ein PC mit dem neusten Mediaplayer sowie eine leistungsstarke CPU und eine zeitgemäße Grafikkarte benötigt.
Eine 2GHz CPU (oder adäquater AMD) und 64MB Grafikspeicher stellen das Minimum für ruckelfreies HDTV 720p dar.
3GHz und 128MB Grafikspeicher für die 1080er-Auflösung.
Wer eine Nvidia-Karte der Geforce6-Serie (mit Ausnahme der auf dem NV40/45 basierenden 6800er und der TC-Modellen) sein Eigen nennt, kommt laut [4] bei korrektem funktionieren der PureVideo-Beschleunigung der Grafikkarte (aktuellster Treiber und zwei angepasste WMP-dlls sind Voraussetzung), auch mit einer etwas geringer getakteten CPU zurecht.

Zudem sollen auch alle Wohnzimmer-Komplettsysteme mit Windows Media Center Edition die Anforderungen zum Abspielen der WMV-HD erfüllen.

Die WMV-HD DVD ist alles in allem durchaus keine schlechte Sache, bietet sie doch HDTV auf einer bewährten, robusten Scheibe zu einem akzeptablen Preis. Und wessen PC leistungsstark genug ist, der kann die Filme jetzt schon schauen und mit der Anschaffung eines stand-alone- Players warten bis es sie gibt und die Preise purzeln.


Seiten
Seite 1: Einleitung Seite 2: Was bringt HDTV? Unterschiede zu PAL Seite 3: Was für Geräte braucht es, um HDTV zu empfangen und zu betrachten, und wie werden diese verkabelt? Seite 4: Welche Medien gibt es um HDTV aufzuzeichnen? Seite 5: Heute schon HDTV-Filme am PC genießen: WMV-HD Seite 6: Gibt es auch ‚High Definition’-Audio? Seite 7: Fazit