Technic3D.com
Letzte News
20.03.10   Webwatch-Auswahl der Woche unserer Partner 19.03.10   Edifier S2000 - Musikliebhaber, aufgepasst! 18.03.10   Codemasters F1 2010 im September für Plays... (4) 17.03.10   AMD und NVIDIA mit neuen Grafiktreibern Ca... (1) 17.03.10   Netzteil Nexus NX-6000 R3 im Test 16.03.10   Razer bringt DeathAdder Gaming-Maus für Li... 16.03.10   Arctic Cooling E361WM In-Ear-Kopfhörer im ...
Letzte Artikel
19.03.10   Edifier S2000 - Musikliebhaber, aufgepasst! 17.03.10   Netzteil Nexus NX-6000 R3 im Test 16.03.10   Arctic Cooling E361WM In-Ear-Kopfhörer im ... 12.03.10   Logitech Wireless Keyboard K350 - Edler Al... 11.03.10   Plantronics Gamecom 777 - Surround Sound f... 10.03.10   Enermax MODU 87+ 600W Netzteil: Neue Wege ... 09.03.10   LLC-Resonanzwandler: Ein neues Schaltprinz...

Review: Netzteile: Buffer für das Netzteil: Levicom Stabilizer S und Stabilizer V

Ernst Lagler - 04.06.2008 12:00

Seite 2: Hintergrund und Anwendung


Wozu ein Buffer für Netzteile?
Levicom begründet dies folgendermassen:
„Wenn Sie einen modernen Hochleistungs-PC betreiben, sollten Sie Ihre Komponenten vor gefährlichen Spannungseinbrüchen und -spitzen schützen. Mit dem LEVICOM® Stabilizer stabilisieren Sie die Ausgangsspannungen Ihres Netzteiles und beugen damit unerwarteten Systemabstürzen und Beschädigungen Ihrer teuren High-end Komponenten vor.

LEVICOM® PowerFlat: Höchste Spannungsstabilität - praktisch völlige Abwesenheit von Spannungsschwankungen führt zu höherer Betriebsstabilität und höherer Lebensdauer der Komponenten.

LEVICOM® PowerNow: Der LEVICOM® Stabilizer sorgt in Sekundenbruchteilen für einen Leistungsschub sobald das System mehr Leistung nachfragt“.


Arten von Spannungsschwankungen
Achtung: Wenn nicht anders angegeben sind in diesem Artikel mit „Spannungen im PC“ immer die vom Netzteil erzeugten (12V, 5V, 3.3V) gemeint. Die Corespannungen (CPU, Northbridge, GPU, RAM etc.) werden auf dem Mainboard bzw. der Grafikkarte erzeugt.

Peaks, auch Transienten genannt
So genannte Peaks sind kurze Spannungsspitzen, was so viel bedeutet wie, dass die Nennspannung (z. B. 12V) für einige Mikrosekunden höher liegt (z. B. 15V). Diese Spannungsspitzen können von aussen her über das Stromnetz in den PC gelangen, verursacht etwa durch grosse Verbraucher (Baumaschinen mit grossen Elektromotoren, oder wenn in einer grossen Lagerhalle das Licht ein- oder ausgeschaltet wird) oder durch Umwelteinflüsse (Blitzschlag). Von aussen kommende Spannungsspitzen werden bereits durch das PC-Netzteil um ein Vielfaches abgeschwächt, so dass sie in aller Regel nach dem Netzteil gar nicht mehr messbar sind.
Es ist auch denkbar, dass Peaks innerhalb des Computers selbst entstehen, wenn in Sekundenbruchteilen die Leistungsaufnahme markant zurückgeht, also möglicherweise, wenn ein 3D-Spiel beendet wird.

Drops
Drops sind das umgekehrte von Peaks, die Spannung liegt hierbei für einige Mikrosekunden (diese Zeitangabe ist nicht als absolut sondern lediglich als Grössenordnung zu betrachten) zu tief. Diese können praktisch nicht von aussen kommen, da Drops im Stromnetz durch die primären Elektrolytkondensatoren des Netzteils vollständig kompensiert werden.
Hingegen können sie wie die Peaks im PC selbst entstehen, wenn kurzzeitig markant mehr Leistung beansprucht wird.
Peaks und Drops könnten, wenn sie gross genug wären, tatsächlich die Systemstabilität beeinträchtigen. Dies kommt aber höchst selten vor.

Längerfristige Spannungsschwankungen
Peaks und Drops sind der Nennspannung überlagerte Störungen, sie sind nicht direkt davon abhängig, wie leistungsstark ein Netzteil ist. Auch bei einem Netzteil mit überdimensionierter Leistung können Drops (und Peaks) auftreten. Hingegen kann es sein und ist sogar üblich, dass die Spannungen im Rechner unter Last etwas tiefer sind als im Leerlauf. Dies hat verschiedene Ursachen. Einerseits kann es sein, dass das Netzteil tatsächlich zu niedrige Spannungen erzeugt, andererseits spielen aber auch immer die Kabelwiderstände eine Rolle (Kabellängen, -Querschnitte, Kontaktwiderstände der Stecker). Diese Spannungsschwankungen dauern dann über den ganzen Zeitraum der entsprechenden Belastung, also Sekunden, Minuten oder Stunden. Diese längerfristigen Spannungsschwankungen sind für die Systemstabilität unkritisch, solange sie innerhalb der Toleranzen liegen. Die Toleranzen liegen für 3.3V und 5V bei +/- 5% und bei 12V bei +10/-8%.
Wenn die Spannungen zu tief (aber noch innerhalb der Toleranz) liegen, z. B. 11.5V statt 12V, dann bedeutet das nicht, dass das Netzteil zu schwach ist. Zu schwach wäre es, wenn es nicht genügend Leistung liefern könnte. Die tatsächlich umgesetzte Leistung ist durch die Schalttechnik der Spannungswandler aber dieselbe, ob die Spannung nun bei 11.5V oder bei 12V liegt. Liegt sie tiefer, fliesst als Kompensation einfach mehr Strom.



Spannungsschwankung Peak Drop Langfristige
Dauer Mikrosekunden Mikrosekunden >Sekunden
Typische Ursache Stromnetz Laständerung Auslastung / Kabel
Häufigkeit selten selten häufig / immer
Gefährlichkeit Beschädigung möglich Instabilität unkritisch



Seiten
Seite 1: Einleitung Seite 2: Hintergrund und Anwendung Seite 3: Funktionsprinzip Seite 4: Stabilizer vs. Fusion Supporter Seite 5: Testverfahren Seite 6: Messergebnisse: Drops auf Lastschiene Seite 7: Messergebnisse: Peaks auf Lastschiene Seite 8: Messergebnisse: Übersprechdämpfung Seite 9: Zusammenfassung Messergebnisse Seite 10: Fazit