Aus „Fusion Supporter“ wird „Stabilizer“
Etwas Vorgeschichte: Entwickelt wurde der Stabilizer vom Elektroingenieur Peter Schaufl. Arctic Cooling wollte das damals noch „Fusion Supporter“ genannte Gerät auf den europäischen Markt bringen, auch wir haben an der Cebit 2006 ein Sample erhalten. Das Sample hatte allerdings noch Kinderkrankheiten im Zusammenhang mit der Ladung und anschliessenden Zuschaltung der Elkos und funktionierte alles andere als zufrieden stellend. Nun scheint das Produkt technisch ausgereifter unter dem Markennamen Levicom den Weg in den Handel gefunden zu haben.
Stabilizer und Fusion Supporter. Im rechten Bild (mit Blitz) ist der Schriftzug des Stabilizer besser zu sehen. (*klick* zum Vergrößern)
Stabilizer S und Stabilizer V
Die beiden Geräte für den 5.25“-Schacht werden getrennt erworben. Der
Stabilizer S wird zwischen Netzteil und Mainboard geschaltet und puffert die 5V und die 3.3V sowie die 12V für die CPU. Einen Mehrwert bringt das Gerät für ältere oder kleinere Netzteile, die nur einen P4-Anschluss für die Versorgung der CPU haben. Dieser wird an der P4-Buchse des Stabilizer S angeschlossen, vom Stabilizer S weg steht dann ein Kabel mit zwei P4-Steckern zur Verfügung, die zu einem P8 zusammen gesteckt werden können. Levicom legt dem Stabilizer S zudem ein Softwarepaket bei: Bullguard Internet Security 6.1 schützt den Anwender während dreier Monaten vor Viren, Hackern, Spam und Datenverlust, bis die Lizenz monetär verlängert werden muss.
Der
Stabilizer V ist für die Pufferung der Grafikkartenversorgung zuständig. Auch dieser verhilft älteren und kleineren Netzteilen anschlusstechnisch zu neuen Ufern. Über zwei PEG-Buchsen wird er durch das Netzteil versorgt, zwei Kabel mit je zwei 6-Pin-PEG-Steckern stehen vom Stabilizer V aus zur Verfügung. Das Risiko, das Netzteil mit Hardwarekonfigurationen, für die es ursprünglich nicht ausgelegt war, zu überlasten, muss der Anwender allerdings selbst verantworten. Der "alte" Fusion Supporter verfügte überigens nicht über dieses Mehr an Anschlüssen.
Links Stabilizer S und V, rechts Stabilizer und Fusion Supporter (*klick* zum Vergrößern)
177 Elkos, 746’500μF (insgesamt)
Mit zweimal 178’600μF (≈0.18 Farad) werden die 12V zur Versorgung der Grafikkarten im Stabilizer V gepuffert. Im Verhältnis zu den in Netzteilen standardmässig verbauten Kapazitäten (üblicherweise ca. 2’200μF) ist dies enorm viel. Aber reicht es auch, um die Versprechen von Levicom zu halten und alle Lastspitzen sicher auszuglätten? In der Tabelle folgt eine Auflistung der verschiedenen Kapazitäten in den beiden Stabilizern: