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Review: Festplatten/SSDs: SSD-Roundup - moderner Vierkampf

Justus Rathe - 26.06.2009 09:27

Seite 4: Fazit


Innerhalb der SSD-Entwicklung zeigt sich in unserem Test der erzielte Fortschritt. Nimmt man die G.Skill Titan als Vergleich für die alte Generation, so zeigt sich gegenüber der neuen Generation an Controllern, im Test hier von Indilinx, ein deutlicher Nachteil in nahezu allen Bereichen. Bei dieser Entwicklung außen vor ist Intel. Während die Konkurrenz mittlerweile teils höhere Dauertransferraten bei mittleren bis großen Dateigrößen bietet, so hat Intel bei Dateigrößen um 4kB und weniger noch einen deutlichen Vorsprung.
Für den Alltagsgebrauch sind SSDs mittlerweile sicherlich verwendbar, wenn auch im Hintergrund noch die Angst vor einer neuen Technologie steht und Probleme bei Kompatibilität und der Kommunikation mit den Betriebssystemen auftreten. Dass der Technik noch Potential innewohnt dürfte keiner bestreiten, wann und zu welchem Preis dieses ausgeschöpft wird, bleibt abzuwarten. Fakt ist: Aktuelle Mainstream SSDs liegen mit Preisen pro Gigabyte von 2-3€ noch 40-50mal höher als vergleichbare Magnetspeicherplatten, die Performance wiederum spricht mittlerweile für die SSDs.
Das Problem der Langzeitfragmentierung ist in unseren Benchmarks nicht berücksichtigt - die Hersteller haben diesem Phänomen nach eigenen Angaben bereits mit neuen Firmwares ausreichend entgegengewirkt. Die Simulation einer vergleichbaren Fragmentierung für alle Testkandidaten gestaltet sich nicht zuletzt aufgrund der verschiedenen Wear-Leveling-Algorithmen (möglichst gleichmäßige Verteilung der Transferzugriffe auf allen Zellen des Speichers wg. begrenzter Anzahl an Zugriffen bei Flash-Speicher) als schwierig - abgesehen von den generell auftretenden Schwankungen im Bereich der Flash-Benchmarks.

Wer vor dem Kauf einer SSD steht, sollte auf jeden Fall zur aktuellen Generation greifen. Ältere SSDs mit eventuell attraktiven Einstiegspreisen sind aus unserer Sicht nicht zu empfehlen. Aktuell empfiehlt sich im unteren Preissegment beispielsweise die Super Talent Ultra Drive Serie, die der nahezu baugleichen Falcon (64GB) in unserem Fall um etwa 20€ voraus ist. Nicht getestet, aber ebenfalls baugleich, ist beispielsweise die OCZ Vertex. Diese ist mit derzeit etwa 185€ jedoch verhältnismäßig teuer. Intel bietet mit der X-25M ungeachtet aller Neuerscheinungen immer noch ein klasse Produkt, das die Falcons, Vertex und Ultra Drives in kleinen Dateigrößen stets deutlich distanziert. Wer hierauf Wert legt, muss allerdings noch 80-100€ mehr investieren, erhält dafür allerdings auch 80GB Speicherplatz.

Wie jedoch bei jedem technischen Gerät wird auch hier der Fortschritt nicht aufzuhalten sein, die nächsten SSD-Generationen stehen mit deutlich geringeren Preisen, Die-Shrinks und neuen Controllern in den Startlöchern. Wer also noch mit der guten alten Magnetspeicherplatte zufrieden ist, geduldet sich am besten noch bis Ende des Jahres. Wer nicht länger warten kann, findet zurzeit attraktive Angebote mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

  • Super Talent Ultradrive ME 64GB (FTM64GX25H)

~163€
(Stand 26.06.2009, ohne Versandkosten)


  • G.Skill Titan 128GB (FM-25S2S-128GBT1)

~289€
(Stand 26.06.2009, ohne Versandkosten)


  • G.Skill Falcon 64GB (FM-25S2S-64GBF1)

~180€
(Stand 26.06.2009, ohne Versandkosten)


  • Intel X25-M 80GB (SSDSA2MH080G101)

~260€
(Stand 26.06.2009, ohne Versandkosten)



Die Testsamples wurden bereitgestellt durch G.Skill, Intel und Super Talent.


Für Fragen, Hinweise, Meinungen oder sogar eigene Erfahrungen zum Produkt bitte die Kommentarfunktion etwas weiter unten nutzen, oder direkt im Forum posten.



Seiten
Seite 1: Einleitung Seite 2: Details Seite 3: Benchmarks Seite 4: Fazit
Links
· G.Skill · Intel · SuperTalent · Forum · Preisvergleich Technic3D
#1 Foren-Guru
26.06.2009 13:20
jetzt nur noch warten bis zum ersten preissturz :)
#2 Nuerne
26.06.2009 13:25
Der wird kommen..ganz sicher  :) Habe im Augenblick 2x 128GB Falcon hier und bin echt zufrieden. Wobei das nächste Augenmerk, rein Preis/Leistungs bedingt, zunächst auf der Konkurrenz von SuperTalent (128GB) liegen wird.
#3 Ovaron
26.06.2009 14:25
Ein sehr interessanter Test!

An dem vergleich zwischen der aktuellen und der etwas älteren Generation sieht man mal, wie schnell sich da die Technik verbessert.
#4 Seb
07.07.2009 18:58
Interessanter Artikel.
Ich möchte mir Ende des Jahres einen neuen PC inkl. SSD-Festplatte kaufen....
mal sehen ob bis dahin was neues auf dem Markt ist und/oder die alten Platten im Preis gefallen sind.
#5 Nuerne
07.07.2009 19:38
Davon ist auszugehen  ;)
#6 N3ker
07.07.2009 21:05
Jetzt mal abgesehen von den enorm hohen Datenraten, wie sieht die Technische Seite denn aus ? Die MTBF ist ja sehr großzügig angesiedelt, die Controller arbeiten Intelligent, wie siehts aber bei den heutigen SSD´s mit der Haltbarkeit aus. Es ist doch so das heute auf NAND-Flash gesetzt wird. Diese Speicher sind schnell und günstig, haben aber das Problem das sie nicht unendlich viele Schreib und Lesezyklen aushalten bzw. darauf ausgelegt sind. Man spricht von ca. 1 000 000 Lese/Schreibzugriffen. Ich meine das ist wirklich viel, aber vielleicht doch nicht so viel wenn viel mit Datenbanken etc. gearbeitet wird, oder z.B Windows meint es müsse Schattenkopien erstellen  ;). Fakt ist das die Speichercontroller(durch Algorithmen) die Speicher gleichmäßig auslasten damit nicht ständig in die selben Blöcke geschrieben wird um die Lebensdauer zu erhöhen. Was ist aber wenn der ambitionierte Nutzer eventuell mit Datenbanken, viele Files kopiert oder ständig einen Virenscanner laufen lässt ( ;) ).

Ich selbst finde SSD´s richtig dufte, nur grauselts mir um die Datensicherheit ...

Was denkt ihr darüber, Geschwindigkeit hin Geschwindigkeit her ?!
Ich finde das ist der interessante Anhaltspunkt des ganzen. Wie kann ich auf etwas setzen und meine Daten ablegen wovon ich weiß das die Haltbarkeit nur sehr begrenzt ist(Lese/Schreibzugriffe).

Gruß
#7 Faust
07.07.2009 21:22
Eine SSD als Datenspeicher halte ich in einem normalen PC für völlig sinnlos. Weder braucht man die Geschwindigkeit noch hat sie genügend Kapazität und die Datenintegrität ist auch ein Problem. Ergo würde ich auf eine SSD nur OS und Programme packen, die Daten aber auf einer gewöhnlichen Festplatte speichern.

Grüße
#8 N3ker
07.07.2009 21:29
Am praktischsten wären diese Platten für Fileserver,Datenbankserver mit extrem vielen zugriffen. Nur was bringen schnelle Speicher wenn man sie nach kurzer Zeit in die Tonne treten kann  :) . Ich selbst gebe aber kein Geld für einen Speicher aus der ein Verfallsdatum wie eine Packung H-Milch hat  ;D Also bevor ich solch einen Speicher in erwägung ziehe, muss erst einmal was an der Haltbarkeit von Flashspeichern gemacht werden. Da kommt mir eher eine SAS-HDD in den Rechner.

Gruß
#9 Faust
07.07.2009 21:37
Da hilft nur auf die Zukunft warten: Irgendwer hat einen NAND-Nachfolger in der Pipeline der schnell und langlebig ist. Gabs eine News auf heise zu.

Grüße
#10 xblawid
08.07.2009 10:31
N3ker: wegen datensicherheit brauchst du dir zumindest wegen der begrentzen schreibanzahl keine gedanken machen. Wenn man die wirklich (was wohl wirklich sehr viel aktivität erfordern würde) selbst wenn man seine ssd jeden tag 5x komplett neu beschreibt wären das bei 1 mio möglichen zugriffen theoretisch ja 200.000 tage was ein paar järchen sein dürften ^^

Aber selbst wenn man irgendwie diese summen erreicht, oder die platte schon früher an die grenze stößt, heißt das nicht das die platte nicht mehr auslesbar ist. Auslesbar ist solch eine platte (wenn nicht der controller durchbrennt) dann mehr oder weniger unednlich. Das ist bei Festplatten anders, die verrecken in der regel nach ein paar jahren (oder zumindest ein hoher 2 stelliger prozentsatz davon) und dann kann man auch auf die daten nicht mehr lesend zugreifen.

Theoretisch zumindest sollte eine ssd deutlich sicherer sein wie eine Festplatte
#11 N3ker
08.07.2009 12:51
N3ker: wegen datensicherheit brauchst du dir zumindest wegen der begrentzen schreibanzahl keine gedanken machen. Wenn man die wirklich (was wohl wirklich sehr viel aktivität erfordern würde) selbst wenn man seine ssd jeden tag 5x komplett neu beschreibt wären das bei 1 mio möglichen zugriffen theoretisch ja 200.000 tage was ein paar järchen sein dürften ^^

Aber selbst wenn man irgendwie diese summen erreicht, oder die platte schon früher an die grenze stößt, heißt das nicht das die platte nicht mehr auslesbar ist. Auslesbar ist solch eine platte (wenn nicht der controller durchbrennt) dann mehr oder weniger unednlich. Das ist bei Festplatten anders, die verrecken in der regel nach ein paar jahren (oder zumindest ein hoher 2 stelliger prozentsatz davon) und dann kann man auch auf die daten nicht mehr lesend zugreifen.

Theoretisch zumindest sollte eine ssd deutlich sicherer sein wie eine Festplatte

Datensicherheit an sich ist bei beiden Arten von Speicher nicht unendlich gewährleistet. Wenn man jetzt die MTBF von SSD´s betrachtet, sind im Schnitt 1 Millionen Stunden und vergleicht mit der MTBF von mechanischen Speichermedien wie Festplatten lässt das sicherlich leicht auf eine erhöhte Datensicherheit von SSD´s schließen. Da hast du schon recht, wie es aber aussieht mit der Auslesbarkeit von SSD´s nachdem die maximale Anzahl an Schreib/Lösch Operationen erreicht wurde kann ich selbst jetzt nicht beurteilen und hab auch nichts konkretes darüber gelesen.
Im Rechenzentrum einer Softwarefirma in der ein Freund arbeitet wurde vor kurzem ein experimentelller Produktivserver in Betrieb genommen, in dem nur mit SSD´s gearbeitet wird. Dieser Server hat ein enorm hohes Datenaufkommen mit vielen Lösch/Lese/Schreib Operationen und läuft 24/7. Er führt für mich extra Protokoll wann die ersten Ausfälle von SSD´s geschehen und wieviele Schreib/Lösch Zyklen es ca. waren. Der Server ist nun seit 1 Woche im Betrieb und ich bin gespannt wielange es bis zum ersten SSD Totalausfall dauert. Für den normalen User ist eine SSD sicherlich auch auf lange Sicht einigermaßen sicher, für Workstations, Server etc. würde ich sicherlich noch nicht 100% darauf vertrauen und einen Mischbetrieb in betracht ziehen bzw. regelmäßige Backups ausführen.
Es ist Ansichtssache, nur einem Datenträger von dem ich genau weiß das er nur begrenzt Beschreibbar ist, traue ich erstmal nicht über den Weg. Und auch so sind meine wichtigen Daten auf mehreren Datenträgern verteilt, damit ich bei einem Ausfall nichts verliere. Backups sind unverzichtbar, egal bei welcher Speichertechnik.

Ich warte erstmal ab und beobachte ... Es wird sich zeigen was die nächste Generation von Flashspeicher mit sich bringt und wie es mit der Beschreibbarkeit aussieht.
#12 Faust
08.07.2009 13:03
Da hast du schon recht, wie es aber aussieht mit der Auslesbarkeit von SSD´s nachdem die maximale Anzahl an Schreib/Lösch Operationen erreicht wurde kann ich selbst jetzt nicht beurteilen und hab auch nichts konkretes darüber gelesen.

Man muss aber auch zwischen MLC und SLC-NAND differenzieren. Die SLC haben die 1.000.000 Zugriffe (auch nicht alle....da gibt es auch welche die nach 100000 Zugriffen hops gehen), die MLC werden manchmal nur mit 10000 angegeben.

Wenn die Zelle hin ist, dann ist sie hin --> die Daten die dort gespeichert sind, sind verloren. Allerdings können die Controller bis zu einem gewissen Grad erkennen, welche Speicherzelle EOL ist und beschreiben diese dann nicht mehr. Was aber hinzukommt ist das Risiko eines Controllerausfalles (sowas hat man ja bei einer HDD nur sehr selten). Wenn der Controller in der SSD stirbt, dann sind die Daten weg.

Grüße
#13 N3ker
08.07.2009 13:16
Da hast du schon recht, wie es aber aussieht mit der Auslesbarkeit von SSD´s nachdem die maximale Anzahl an Schreib/Lösch Operationen erreicht wurde kann ich selbst jetzt nicht beurteilen und hab auch nichts konkretes darüber gelesen.

Man muss aber auch zwischen MLC und SLC-NAND differenzieren. Die SLC haben die 1.000.000 Zugriffe (auch nicht alle....da gibt es auch welche die nach 100000 Zugriffen hops gehen), die MLC werden manchmal nur mit 10000 angegeben.

Wenn die Zelle hin ist, dann ist sie hin --> die Daten die dort gespeichert sind, sind verloren. Allerdings können die Controller bis zu einem gewissen Grad erkennen, welche Speicherzelle EOL ist und beschreiben diese dann nicht mehr. Was aber hinzukommt ist das Risiko eines Controllerausfalles (sowas hat man ja bei einer HDD nur sehr selten). Wenn der Controller in der SSD stirbt, dann sind die Daten weg.

Grüße

Ich bin jetzt allgemein von SLC-NAND ausgegangen und auch von wirklich gutem mit 1 000 000 Zugriffen. Alles andere macht sowiso keinen Sinn, da die Zugriffszahlen auch schnell erreicht werden würden.

Also ist es dann auch so -> Zelle = max Zugriffe -> Daten ebenso futsch !? ...
In der Vergangenheit gab es doch auch hohe Ausfallraten der Controller (jetzt wo du das ansprichst), das hat sich mitlerweile aber schon gebessert oder ?!
Und ich selbst hab Festplatten (z.B die in meinem Amiga den ich als noch rauskruschen tue :D) die Jahrzehnte alt sind und laufen, laufen und laufen  ;D

Gruß
#14 Faust
08.07.2009 13:29
Also ist es dann auch so -> Zelle = max Zugriffe -> Daten ebenso futsch !? ...

Ich würde eher sagen, wenn Zelle defekt =  Daten verloren. Es wird ja immer die MTBF als die durchschnittliche Zeit bis zum Versagen angegeben. Ergo kann eine Zelle länger aber auch kürzer halten. Ist bei Festplatten ja nicht anders.

Grüße
#15 N3ker
08.07.2009 14:12
Also ist es dann auch so -> Zelle = max Zugriffe -> Daten ebenso futsch !? ...

Ich würde eher sagen, wenn Zelle defekt =  Daten verloren. Es wird ja immer die MTBF als die durchschnittliche Zeit bis zum Versagen angegeben. Ergo kann eine Zelle länger aber auch kürzer halten. Ist bei Festplatten ja nicht anders.

Grüße

Joa klar , wenn die Zelle defekt ist sind auch die Daten die darin gespeichert wurden weg. Wie schaut es aber aus wenn die Zelle z.B nicht defekt ist, der Controller diese aber für weitere Schreib/Lösch Zyklen sperrt. Sagen wir (Hypothetisch) eine Speicherzelle wurde jetzt genau 999 999 oder 1 000 000 mal beschrieben und gelöscht. Der Controller würde das regestrieren und die Zelle für weitere Schreib Operationen sperren(?), wie wäre das dann aber mit dem auslesen ?!

Für mich ist jetzt nicht ganz klar ob und in wiefern eine Abnutzung der Speicher bei einer reinen Lese-Operation entstehen. Wenn man nach Zugriffen denkt, wären die Daten danach hin, da die Speicherzelle dann 1 000 000 verwendet worden wäre. Wenn man jetzt aber nach Schreib/Lösch Operationen denkt, wäre ja nicht klar wie sich das auswirkt. Ist die Zelle danach hin oder kann sie noch "öfter" ausgelesen werden ?!

Gruß
#16 Faust
08.07.2009 14:24
Soweit ich das mit den Controllern verstehe, würde er die enthaltenen Daten in eine andere Zelle verschieben bevor er sie abschaltet. Problem ist, dass sich die Hersteller natürlich nur ungern unter den Rock der Arbeitsweise ihrer Controller schauen lassen.

Die Angabe der MTBF ist z.Z. in Zugriffen. Es sollte egal sein, ob Daten nur gelesen oder auch geschrieben werden. Wobei auch das sicherlich wieder auf den genau verwandten NAND-Baustein ankommt.

Grüße
#17 N3ker
08.07.2009 15:29
Die Angabe der MTBF ist z.Z. in Zugriffen. Es sollte egal sein, ob Daten nur gelesen oder auch geschrieben werden. Wobei auch das sicherlich wieder auf den genau verwandten NAND-Baustein ankommt.

Grüße

Ja wenn die MTBF in Zugriffen gemeint ist, wieso wird sie überall dann mit Stunden beschrieben (auch im Artikel) ?!
#18 Spektrum
08.07.2009 16:32
Aktuell sind SSDs vor allem für Sub-Notebooks und Highend-Notebooks interessant, wo es eher auf geringes Gewicht, geringe Lautstärke und hohe Leistung ankommt. Für den Mainstream-Markt sind leistungsstarke SSDs einfach viel zu teuer im Moment. Für den Desktop-Markt sind sie nicht interessant genug, weil moderne HDDs alle dafür notwendigen Kriterien bestens erfüllen und noch dazu bei gleicher Kapazität um mindestens Faktor 10 günstiger sind.

Ich möchte ja keine negativen Gedanken streuen, aber selbst wenn ich ein Fürsprecher der SSDs bin, habe ich ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Verbreitung dieser Technologie in nächster Zukunft. Vermutlich werden SSDs in den kommenden Jahren eher ein Nischendasein führen, da unter dem Strich der Käufer sich traditionell eher für günstige Hardware entscheidet, als auf Hochtechnologie zu setzen. Hardware-Enthusiasten machen nunmal nur einen geringen Anteil der Käufer aus. Darüber hinaus steckt die Technologie nach wie vor in den Kinderschuhen, auch wenn das Prinzip der Datenspeicherung schon seit einigen Jahrzehnten bekannt ist. Der aktuelle Stand der Technik bei den SSDs ist letztendlich nur durch den großen Technologie-Fortschritt im Halbleitersektor in den vergangenen Jahren begründet. Die Technologie an sich wäre vor 10 Jahren besser am Markt platzzierbar gewesen, als heute, wo sich die Wirtschaft leider in einer schwierigen Lage. Das geht auch nicht spurlos an der Halbleiterbranche vorbei, wie man kürzlich erst am Beispiel Qimonda sehen konnte.

Sollte ich mich irren, dann wäre das natürlich umso besser, aber im Moment sehe ich SSDs noch nicht als weit verbreitetes Produkt. Die einzigen Hersteller die wirklich ernsthaft in SSD-Technologie investieren könnten, wären sicher die traditionellen Hersteller herkömmlicher HDDs. Diese investieren aber aktuell eher in Hybrid-HDDs, denn in SSDs.
#19 Faust
08.07.2009 17:06
Konventionelle und Flashfestplatten verschleißen mit der Zeit. Während sich das bei ersteren aus der Abnutzung der Mechanik ergibt, wirkt bei der Flashtechnik ein elektrischer Effekt begrenzend. Lesevorgänge sind hier zwar unbegrenzt möglich, je nach Qualität kann eine Flashzelle aber nur zwischen 100.000 und 5 Millionen Schreibvorgänge absolvieren. Danach „vergisst“ sie, was neu geschrieben wird und kann nur noch gelesen werden

A) Die Schreibvorgänge sind limitierend
B) Die MTBF in Stunden kommt von den Magnetspeichern und gehört nicht zu SSDs. Das ist möglicherweise ein Fehler im Artikel --> werde dem nachgehen. Allerdings kommt es natürlich auch drauf an, wie die Hersteller der SSDs das angeben. Evtl machen diese ja tatsächlich Angaben in Betriebsstunden weil sie die Anzahl der Schreibvorgänge über die Zeit betrachtet haben.

Grüße
#20 N3ker
08.07.2009 23:17
Konventionelle und Flashfestplatten verschleißen mit der Zeit. Während sich das bei ersteren aus der Abnutzung der Mechanik ergibt, wirkt bei der Flashtechnik ein elektrischer Effekt begrenzend. Lesevorgänge sind hier zwar unbegrenzt möglich, je nach Qualität kann eine Flashzelle aber nur zwischen 100.000 und 5 Millionen Schreibvorgänge absolvieren. Danach „vergisst“ sie, was neu geschrieben wird und kann nur noch gelesen werden

A) Die Schreibvorgänge sind limitierend
B) Die MTBF in Stunden kommt von den Magnetspeichern und gehört nicht zu SSDs. Das ist möglicherweise ein Fehler im Artikel --> werde dem nachgehen. Allerdings kommt es natürlich auch drauf an, wie die Hersteller der SSDs das angeben. Evtl machen diese ja tatsächlich Angaben in Betriebsstunden weil sie die Anzahl der Schreibvorgänge über die Zeit betrachtet haben.

Grüße

Also ich habe mich durch euren Test und ein wenig bei Alternate durchgeklickt, überall ist die MTBF in STD angegeben. Also schließe ich daraus, dass das an die mechanischen Speichermedien sprich Festplatten angelehnt ist um den Ottonormalverbraucher der ohnehin sich nicht für MTBF,POH und was weiß ich für Werte interessiert, weiß wielange so ein Speicher halten kann ...
Es ist ja so das die meisten Nutzer sich nicht für wirkliche Details und Mankos der Technik interessieren, sondern einfach Kaufen und machen und dann irgendwann einmal hier bei uns landen ;)

Wie siehts mit der POH (Power on Hours) aus, gibt es so eine Angabe für Flashspeicher ? Kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber denkbar wäre es irgendwie trotzdem  ;)


Evtl machen diese ja tatsächlich Angaben in Betriebsstunden weil sie die Anzahl der Schreibvorgänge über die Zeit betrachtet haben.

Das halte ich eher für unwahrscheinlich ...

#21 Foren-Guru
08.07.2009 23:19
ich hab gehört, bald kommen nochmal neue, die nochmal einiges schneller sein soll... wisst ihr was darüber?
#22 Faust
09.07.2009 12:30
Habe das jetzt nochmals etwas recherchiert.
Die Angaben im Review entsprechen denen der Hersteller.

Allerdings ist mir nicht klar, wie die Hersteller auf diese MTBF-Zeiten kommen. Denn wenn man z.B. diesen Artikel und jenen Wiki-Eintrag liest, dann wird die Lebensdauer einer NAND-Zelle immer in Zyklen angegeben und diese sind nicht auf die Zeit bezogen. Scheinbar kann man aber trotzdem damit auf die MTBF als eine fiktive zeitliche Haltbarkeit schließen.

Den Unterschied zw. MTBF und MTTF erläutert HT4U z.B. an dieser Stelle: http://ht4u.net/reviews/2008/ocz_sata2_ssd/index14.php. Problem ist: MTBF und MTTF werden meist synonym gebraucht und somit weiß man nie, was man vor sich hat. Außerdem gibt es ja auch noch die Wear Leveling welche zu einer längeren Haltbarkeit beitragen. Realistisch scheinen aber wohl eher 30.000h zu sein bis die SSD hin ist

Grüße
#23 Nuerne
09.07.2009 12:35
Wären ja hochgerechnet ca. 4 Jahre Dauerbetrieb. Wenn ich es überschlage. Also eher kein sooo ein Problem wie ich finde.
#24 Faust
09.07.2009 12:56
Kannst Du so nicht sagen: Denn auch bei diesen 30000h muss man ja immer noch von einer bestimmten Art der Nutzung ausgegangen sein. Schließlich kannst Du einen NAND-Flash innerhalb von wenigen Stunden zerstören....Du musst ihn nur häufig genug beschreiben. Wenn man also die Anzahl der Schreibzugriffe nicht berücksichtigt kann man keine Aussage über die Lebensdauer machen.

Somit ist die nächste Frage: Was nehmen die Hersteller als Nutzungdurchschnitt. Super Talent führt z.B. für die 128GB aus dem Review eine Endurance von 71y bei 50GB schreiben täglich an. Klingt auf den ersten Blick super, aber was meinen die mit 50GB? Ist das eine Datei, die einmal geschrieben wird? Oder sind das 50000 1MB Dateien oder sogar 500000 100kB? Werden die alle auf einmal geschrieben und ganz gleichmäßig genutzt oder geschieht das alles chaotisch.

Somit halte ich auch die vier Jahre für ein verdammt geschöntes Ergebnis und wenn ich dann bedenken, dass ich auf meinem PC in 100GB 700000 Dateien habe und wer-weiß-wie-viele davon jeden Tag verändert werden krieg ich beim Gedanken an 100000 oder auch 1000000 Schreibzyklen eine echte Gänsehaut - und akuten Brechreiz wenn ich die Preise sehe.

Grüße
#25 N3ker
09.07.2009 13:32
Kannst Du so nicht sagen: Denn auch bei diesen 30000h muss man ja immer noch von einer bestimmten Art der Nutzung ausgegangen sein. Schließlich kannst Du einen NAND-Flash innerhalb von wenigen Stunden zerstören....Du musst ihn nur häufig genug beschreiben. Wenn man also die Anzahl der Schreibzugriffe nicht berücksichtigt kann man keine Aussage über die Lebensdauer machen.

Somit ist die nächste Frage: Was nehmen die Hersteller als Nutzungdurchschnitt. Super Talent führt z.B. für die 128GB aus dem Review eine Endurance von 71y bei 50GB schreiben täglich an. Klingt auf den ersten Blick super, aber was meinen die mit 50GB? Ist das eine Datei, die einmal geschrieben wird? Oder sind das 50000 1MB Dateien oder sogar 500000 100kB? Werden die alle auf einmal geschrieben und ganz gleichmäßig genutzt oder geschieht das alles chaotisch.

Somit halte ich auch die vier Jahre für ein verdammt geschöntes Ergebnis und wenn ich dann bedenken, dass ich auf meinem PC in 100GB 700000 Dateien habe und wer-weiß-wie-viele davon jeden Tag verändert werden krieg ich beim Gedanken an 100000 oder auch 1000000 Schreibzyklen eine echte Gänsehaut - und akuten Brechreiz wenn ich die Preise sehe.

Grüße


Das denke ich mir auch. Auch zum Thema Datensicherheit grauselts mir bei dieser Vorstellung. Wie gesagt, wenn ihr möchtet halte ich euch auf dem laufenden was der Produktivserver tut bzw. wie lange er es mit den SSD´s tut  ;)

Für mich kommt erstmal keine SSD in den Rechenknecht, kann mich mit dem Gedanken des "Speicherzellenverbrauchs" nicht anfreunden  ???
#26 pc_problems
09.07.2009 15:24
Hallo,

hab diesen Therad ein bisschen mit verfolgt und jetzt die News auf Computerbase gelesen:
http://www.computerbase.de/news/hardware/laufwerke/flashspeicher/2009/juli/patriot_torqx_m28_10_jahren_garantie/

10 Jahre garantie!
Greift auch die Garantie wenn man diese Schreibzyklen vor 10 Jahren erreicht hat?

#27 N3ker
09.07.2009 15:40
Hallo,

hab diesen Therad ein bisschen mit verfolgt und jetzt die News auf Computerbase gelesen:
http://www.computerbase.de/news/hardware/laufwerke/flashspeicher/2009/juli/patriot_torqx_m28_10_jahren_garantie/

10 Jahre garantie!
Greift auch die Garantie wenn man diese Schreibzyklen vor 10 Jahren erreicht hat?



Das nenne ich mutig ! Da bin ich mal gespannt wie sich das auf Patriot noch auswirken wird. Vorallem da es MLC-NAND Speicher ist der auf 10 000 Zyklen kommt.
Die Garantie muss greifen, das ist ja dann ein Ausfall. Die können ja nicht sagen "Du hast zuviel gespeichert, die Garantie gillt nicht" oder eine Aussage derart. Defekt müsste dann als Defekt gelten. Oder wie sieht ihr das ?

Gruß
#28 Faust
09.07.2009 16:45
Greift auch die Garantie wenn man diese Schreibzyklen vor 10 Jahren erreicht hat?

Das glaube ich nicht --> das ist "normaler Verschleiß". Die Garantie wird vornehmlich bei Controller-Defekten greifen und das ist ja auch schon was. Genau sagen kann das keiner, denn Garantie ist kein gesetzlicher Begriff (wie Gewährleistung) sondern es obliegt alleine dem Garantiegeber, für was er eine solche übernimmt.......überspitzt gesagt könnte er auch ausschließlich für die Haltbarkeit des Aufklebers garantieren.

Grüße

Grüße
#29 N3ker
09.07.2009 17:43
Greift auch die Garantie wenn man diese Schreibzyklen vor 10 Jahren erreicht hat?

Das glaube ich nicht --> das ist "normaler Verschleiß". Die Garantie wird vornehmlich bei Controller-Defekten greifen und das ist ja auch schon was. Genau sagen kann das keiner, denn Garantie ist kein gesetzlicher Begriff (wie Gewährleistung) sondern es obliegt alleine dem Garantiegeber, für was er eine solche übernimmt.......überspitzt gesagt könnte er auch ausschließlich für die Haltbarkeit des Aufklebers garantieren.

Grüße

Grüße

Immerhin sieht die SSD damit dann 10 Jahre lang dufte aus. Es wäre interessant zu erfahren in wie weit die Garantie dabei greift. Habt ihr nicht einen guten Draht zu einigen Herstellern um verschiedene Garantiebedingungen einzuholen, damit man mal ein Vergleich hätte wie die Hersteller das handhaben ?

Gruß
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