Coollaboratory bringt in kürze die Liquid Ultra Wärmeleitpaste in den Handel, den Nachfolger der Liquid Pro. Technic3D hat die Paste bereits seit dem Spätsommer 2009 in der Redaktion und zeigt erste Ergebnisse.
Die neue Paste besteht ebenfalls wie die Vorgängerpaste aus Metall, ist jedoch Dickflüssiger und lässt sich besser auftragen. Hierzu ist ein feiner Pinsel nötig, der sich mit im Lieferumfang befindet. Eine Freigabe für Aluminiumkühler erhält die Paste entgegen früherer Ankündigungen nicht. Die Coollaboratory Liquid Ultra wird ca. 8,90 Euro kosten.
(*klick* zum Vergrößern)
Wir wurden gebeten die Ergebnisse bis heute zurückzuhalten und diese noch nicht zu publizieren. Das holen wir hiermit Exklusiv nach.
Testsystem:
Intel Core i7 920 @3,8 GHz
Prolimatech Megahalems Kühler
Noctua Lüfter@ 9V
Temperaturen CPU/3,8 GHz
Temperaturen CPU 3,8 GHz
Liquid Ultra
17.2
54.0
Metal Pad
18.1
55.1
Noctua NT-H1
18.2
56.2
0
50
100
Delta-T (K)
idle
load x8
Testsystem:
Intel Core i7 920 @3,8 GHz
Prolimatech Megahalems Kühler
Noctua Lüfter@ 12V
Temperaturen CPU/3,8 GHz
Temperaturen CPU 3,8 GHz
Liquid Ultra
15.2
49.2
Metal Pad
15.3
50.3
Noctua NT-H1
16.2
51.1
0
50
100
Delta-T (K)
idle
load x8
Testsystem:
Intel Core i7 920 Standard
Prolimatech Megahalems Kühler
Noctua Lüfter@ 12V
Temperaturen CPU
Temperaturen CPU
Liquid Ultra
10.5
27.3
Noctua NT-H1
11.7
27.7
Metal Pad
11.4
28.6
0
50
100
Delta-T (K)
idle
load x8
Die ersten Ergebnisse zeigen selbstredend ein dichtgedrängtes Feld, wobei die neue Ultra Variante einen sichtbaren Vorteil gegenüber den anderen beiden, Metal Pad und Noctua Paste, vorweisen kann. Die Leistung der neuen Wärmeleitpaste zeigt das sie abermals etwas verbessert werden konnte. Weitere Tests auf anderen Kühlern und CPUs, sowie mit neuem Testverfahren laufen derzeit noch und können durchaus noch weitere sehr gute Ergebnisse zu Tage bringen. Technic3D wird etwas später in einem ausführlichen Review auf die Leistung und die Anwendbarkeit weiter eingehen.
Update 21.01.2010:
Die Paste ist ab sofort bei Caseking für 8,90 Euro erhältlich.
Update 26.01.2010:
Ein Video von Coollaboratory zeigt das Auftragen der neuen Paste.
Für Fragen, Hinweise, Meinungen oder sogar eigene Erfahrungen zum Produkt bitte die Kommentarfunktion etwas weiter unten nutzen, oder direkt im Forum posten.
Wurde beim Test sicher gestellt, dass sowohl heatspreader als auch die Kontaktfläche des Kühlers richtig plan waren? Ansonsten funktioniert das Liquid Metal nicht anständig und die \"normale\" WLP hat extreme Vorteile. Schon klar, dass nicht jeder schleifen will, aber erwähnt sollte das werden. Heatspreader sind allzu oft nicht wirklich eben.
Sorry, aber es kann wohl kaum der Sinn einer WLP sein, dass man Heatspreader und Kühler abschleifen muss und man auch noch die Garantie von selbigen verliert. Es steht btw. auch nicht so in der Bedienungsanleitung bzw. wurde so vom Hersteller kommuniziert. Ansonsten wurden die Werte natürlich mehrfach nachgemssen und auch auf anderen Setups mit aktueller CPU und aktuellem Kühler ergaben sich ähnlich marginale Vorteile gegenüber den "normalen" Pasten.
#3
DvP
15.01.2010 14:06
Das ist schon klar aber meine Frage wurde nicht beantwortet und darüber hinaus ist die Noctua NT-H1 keine normale Paste wie sie überall draufgeklatscht wird sondern bereits eine ziemlich gute. Natürlich ist das Abschleifen schon extrem aber gerade bei Liquid Metal (weil sehr dünner Film) kommt es zu extrem krassen unterschieden wenn Heatspreader und Kühler nicht wirklich plan sind. Bei mir ist es anfangs bei prime vollast beispielsweise zu Temperaturunterschieden von 8-9° gekommen. Danach waren es maximal 3 und die gesamte Temp war klarerweise niedriger. Der Kühler (Thermalright Ultra 120 Extreme) war übrigens deutlich weniger plan als die CPU.
Wir werden natürlich weiter daran testen :ja: und einiges auch ausprobieren. wir haben bei diesem Test lediglich normal gesäubert, wie es auch sein sollte.
könntet ihr noch arctic silver 5 dazutesten? is ja eigentlich die beliebteste WLP ;)
grüße
#10
DvP
15.01.2010 15:22
@ DI°G Ich denke das ist eben nicht so. Allein durch die Art wie das Liquid Metal beschaffen ist, wird die aufgetragene schicht extremst dünn und bei der NT-H1 sieht das wohl ein wenig anders aus. Hat bei eurem Test das Liquid Metal sauber auf der ganzen Kontaktfläche einen Abdruck des Kühlers gehabt? Das kann man natürlich auch nur sehen wenn alles liegend getestet wird. Klar würde ich gerne sowas testen aber mein Liquid Metal ist jetzt schon fast 2 Jahre drunter und ich hab wenig grund da was zu ändern ;-) Obwohl mich die "Entwicklung" auch interessiert hätte. Aktuell find ichs schön wie der Rechner läuft, zumindest schöner als die Bauteile herumliegen zu sehn. Sorry! Aber die Zeit für Tests wird wieder kommen. War immer so ;-) Btw.: Habt ihr schon Erfahrungen mit Abschleifen? Im CB Forum haben das relativ viele gemacht und nachdem einige die Ergebnisse von abgeschliffenem Heatspreader mit gutem Kühler (mit gerader Kühlfläche) und Liquid Metal aufgelistet haben wurde ganz schön gestaunt. Da waren ganz schön viele "Beweise" nötig von mehreren Usern bis es geglaubt wurde. Ich war übrigens ganz schön erschrocken wie gewölbt der Kühlerboden war und beim Heatspreader waren die Ecken und die Mitte am höchsten. Dazwischen gab es zwangsläufig (klarerweise) ungünstige Lufteinschlüsse.
selbst geschliffen habe ich noch nicht, denn es ist mir zu heikel. CPU schleifen mag noch angehen, aber einen Kühler von Hand
planeben zu schleifen ist schon fummelig. Ausserdem finde ich es bei Foren-Posts angemessen die Ergebnisse mit Skepsis zu betrachten,
denn ich habe eben so viele negative, wie positive Rückmeldungen zum lapping gelesen. Darüber hinaus lassen sich Einzelergebnisse
auch schwer zu einer allgemeingültige Aussage zusammenfassen. Trotzdem kann man nicht bestreiten, dass lapping unter günstigen Umständen
einen erheblichen Temperaturunterschied bringen kann, wie das lesenswerte How²do von DeXgo zeigt, die durch Schleifen von Kühler
und CPU eine maximalen Temperaturunterschied von 5°C im Vergleich zum ungeschliffenen Zustand erreicht haben.
Lohnen tut sich eine solche Aktion eh nur, wenn ich dauernd mit OC beschäftigt bin und das letzte aus meiner Luftkühlung herausquetschen will.
Gruß,
#13
DvP
15.01.2010 17:22
Naja, die Jungs schreiben auch folgendes: "In diversen Foren lässt sich nachlesen, dass oftmals größere Temperaturunterschiede von bis zu 10 Grad erreicht werden. Es mag sein, dass bei uns der Wert viel kleiner ist, weil der IHS auf unserer CPU von Beginn an konvex war. Dies ist für die Temperatur zwar nicht ideal, aber sicher besser als die üblichere, konkave Verformung des IHS. "
Dass hier dennoch ein Unterschied von 5° möglich war finde ich vor allem mit diesem Hintergrund extrem beeindruckend. Bei mir war der ISH eben ganz anders ge- bzw. verformt. Außerdem wurde hier nach einer Stunde Prime gemessen, was gut und richtig ist. Bei dieser Dauerwärme ist der Unterschied aber weniger krass als die Wärmekurven. Vielleicht schafft ihr es ja mal darauf zu achten, wie extrem schnell beispielsweise die Cores wieder abkühlen wenn alles plan ist.
Diese Aussage verwundert mich noch etwas: "Gemessen wird die CPU-Temperatur unter Volllast aller Kerne (erreicht mit Prime95)". Welche Temperatur soll das sein? Ein mittelwert aus den Core Temperaturen, oder die "normale" CPU Temp die ev. vom Board gemessen wird? Kommt nicht ganz klar raus.
Abgesehen davon finde ich das Ergebnis trotzdem beachtlich wenn man sich den Verhälnismäßigen Unterschied mit der Raumwärme als basis ansieht. 30% is ne Menge Holz.
Ich gebe dir natürlich vollkommen Recht, dass das vor allem bei OC interessant ist, aber die extrem niedrigen Idle Temps sind schon schön und ev. kriegt man so auch die Vcore weiter runter, auch beim undervolten. Und nochmal muss ich dir Recht geben. Einen großen Tower Kühler plan zu kriegen ist definitiv fummelig wenn man nicht das richtige technische Equipment hat. Ich hatte es auch nicht ;-) Übrigens, mein Schleifgrund war die große Abweichung der einzelnen Core Temperaturen (wie oben schon beschrieben). Die verbesserte Gesamtperfomance hat mich indes auch überrascht. Ich bin mir übrigens auch ziemlich sicher (aufgrund logischer zusammenhänge), dass vor allem bei Liquid Metal zwei plane Oberflächen wichtig sind, da die Schicht eben so extrem dünn ist. Das wird jeder schon bemerkt haben der damit hantiert.
Wer schleifwillig wäre, soll einfach mal die bemalte (billige wlp dünn aufgetragen oder was auch immer) CPU auf die Kontaktfläche des Kühlers legen und den Abdruck zu checken. Dann sieht man gleich woran man ist.
könntet ihr noch arctic silver 5 dazutesten? is ja eigentlich die beliebteste WLP ;)
grüße
Wer sagt das? ;D Ich bin davon selber lange weg. Aber das hat die Gründe das mir Ehrlich gesagt 1-2 Grad in welcher Form auch immer...Egal sind. Wir werden weitere Pasten dem entgegensetzen. ;)
Danke @DvP für das viele persönliche Feedback ;) Allerdings sehe ich das Schleifen eher als Wagemutig. Warum die Garantie vernichten wenn man ordentliche Temperaturen, meinetwegen mit einer High-End Paste sowie einem guten Kühler hinbekommt? Und ~3 Grad helfen nicht einen stabilen höheren übertakteten Betrieb zu erreichen. Selbst wenn...50 MHz? ??? Nur meine Meinung.
#15
DvP
15.01.2010 22:24
@ Nuerne
Hab ich ja erklärt, außerdem waren es bei mir teilweise mehr als 10° und wenn die Cores so unterschiedlich warm werden ist das auch kein gutes Zeichen. Steht aber alles oben ;-) Auch warum die Relevanz beim Einsatz von Liquid Metal noch eine ganz andere ist. Und 3°!? Sogar bei DeXgo waren es bis zu 5 obwohl die den Glücksfall hatten dass Kühler und CPU gegensätzlich konkav und konvex waren.
#16
DvP
15.01.2010 22:55
Edit: Mal was zum Ansehen. Q6600 (Standardtakt + leichter Undervolt -> undendlich Primestable) Idle Temps bei 21,2°C Raumtemperatur:
Ist das bei dir mit der neuen Liquid? Wenn ja ist sie ja nicht so berauschend... Siehe meins... Q6600 @ FSB 333 @ 1,18V (24/7 Settings) Paste MX2
#20
rentschi
22.01.2010 03:20
Tut mir leid aber ich kann euren Tests leider nicht mehr vertrauen, ich schreibe selber Tests und beschäftige mich nur mit Luftkühlung, der NHD 14 Vergleichstest mit dem Cogage Arrow lässt sehr zu wünschen übrig, es ist auch nicht immer gut an der wichtigsten Stelle einer Homepage den Werbebanner der Firma die eben irgendwie "besser" gewesen sein sollte verlinkt danke !
#21
rentsch
22.01.2010 03:21
Wie lange wurde die Collaboratory eingebrannt ? wurde sie überhaupt eingebrannt oder ist es schnell dahingeschludert worden ?
Leute ich frage mich wo euer Problem liegt 1° hoch oder runter ist wohl zu vernachlässigen. Die Temperatursensoren in der CPU oder auf dem Mainboard sind wohl nur Schätzeisen. Ich finde die Test hier immer gut, sehr ausführlich und da die Tests für ALLE und nicht nur für die Extrem OC Leute sein soll wird auch keine CPU abgeschliffen. Was bring der breiten Masse ein Test bei dem unter Bedingungen getestet wurde die kein "normaler PC Anwender" Zuhause hat?
[...] es ist auch nicht immer gut an der wichtigsten Stelle einer Homepage den Werbebanner der Firma die eben irgendwie "besser" gewesen sein sollte verlinkt danke !
Nein meine Tests finanzieren nicht Mama und Papa, ich bin selber schon Papa also nicht gleich so unfreundlich bzw. persönlich werden. Man glaubt es kaum, aber ich zahle meine Kühler selbst, und nenne es einfach einmal mein Hobby sich mit Luftkühler und Wärmeleitpasten zu beschäftigen, und nein das tu ich nicht erst seit gestern sondern seit dem Coolermaster IHC L71 falls Dir der bekannt ist ? Das war aber noch zu meinen früheren Zeiten, es ist für mich einfach unlogisch das die Ultra schlechter ist wie die Noctua, weil die Noctua von den Temps her schon nicht die beste ist, im Vergleich zu einer Scythe Thermal Elixier Paste. Es hängt natürlich auch von der Cpu ab, wie eben das dieser ist, die Ultra wird so dünn aufgetragen das sie Unebenheiten nicht mehr ausgleichen kann. In diesem Sinne lässt sich auch schwer erfahren wie gut die Paste geht oder nicht. Man könnte auch behaupten das diese Paste sowieso unbrauchbar für Intel user ist, weil alle Intel einen krummen HS haben, und man diesen dann nur durch schleifen eben bekommt. Es ist aber nicht die Aufgabe des Users sich um eine Ebene Cpu zu kümmern sondern Aufgabe des Pasten Herstellers, der diese so konstruieren sollte das diese Mängel nicht auftreten können, die Intel Cpu´s sind ja nicht erst seit gestern krumm. WLP Tests bieten immer eine gute Angriffsfläche, für die der Tester nichts kann, dumme Argumente könnten sein, ob wirklich überall gleich viel Paste verwendet wurde. Wie wurde die Paste verwendet, wurde sie zb. via Checkkarte fein aufgetragen oder via Klecksmethode ? Das kann schon lästig werden, wie gesagt ich kann mir nicht vorstellen das die Ultra unter optimalen Bedingungen schlechter geht als die Noctua, nur um optimale Bedingungen sollte sich der Hersteller kümmern, und nicht der Tester ;)