01.05.2009 12:43 - Kommentare: 0
Michael Nürnberger

Absatzboom bei Flachbildfernsehern hält an

Die Nachfrage nach LCD- und Plasmafernsehern steigt trotz Wirtschaftskrise weiter. 2009 werden dank sinkender Preise insgesamt 7,1 Millionen Flachbildfernseher verkauft, ein Plus von 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Röhrengeräte spielen fast keine Rolle mehr. Ihr Absatz halbiert sich auf knapp 300.000 Stück. Das gab der Hightech-Verband BITKOM gestern in Berlin bekannt. Grundlage sind neue Daten des BITKOM-eigenen Marktforschungsinstituts EITO. Der Durchschnittspreis für einen Flachbildfernseher fällt in diesem Jahr von 820 auf 747 Euro – ein Rückgang um 9 Prozent. Dabei gehen die Preise für Plasmabildschirme im Schnitt von 975 auf 934 Euro und für LCD-Fernseher von 800 auf 725 Euro zurück.

Die Trends im Fernsehmarkt gehen hin zu größeren Bildschirmdiagonalen, HDTV und der Einbindung des Fernsehgeräts in ein Heimnetzwerk.

„Rund 95 Prozent der Käufer von Flachbildfernsehern werden sich in diesem Jahr für ein hochauflösendes Gerät entscheiden. Das wiederum fördert den Absatz von Blu-ray-Playern sowie HD-fähigen Set-top-Boxen und Festplattenrekordern“, sagte Jeffry van Ede, Mitglied des BITKOM-Präsidiums.

Ab den Olympischen Winterspielen 2010 senden die öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten häufig in HD-Qualität. Außerdem wollen immer mehr Verbraucher moderne TV-Geräte mit ihrem PC verbinden. Dann können beispielsweise Fotodateien per Funk oder Kabel vom heimischen Rechner zum Fernseher gesendet und dort angeschaut werden. Ein Internetanschluss für das TV-Gerät ist der nächste Schritt. Schon heute werden Mikroprozessoren für Media-Player, Settop-Boxen und TV entwickelt, um deren Internetfunktionen erheblich zu verbessern.

Fernsehgeräte bleiben das wichtigste Segment im CE-Markt. Sie stehen für rund 40 Prozent der Umsätze in der Unterhaltungselektronik. Das Mengenwachstum bei den verkauften Geräten kann den Preisrückgang allerdings nicht vollständig kompensieren. Daher wird der Umsatz mit Flachbildfernsehern in diesem Jahr leicht um 2 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro zurückgehen. Im kommenden Jahr wird er voraussichtlich stabil bleiben.

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