26.01.2010 10:35 - Kommentare: 7
Tim Voigtländer
CPUs:

Intel-CPU auf 8,2 GHz übertaktet - Weltrekord

Mit einem Intel Celeron D 347 wurde die Latte für den schnellsten CPU-Takt wieder einmal hochgelegt. Satte 8,2 GHz konnte TiN von Xtremelabs mit diesem Prozessor erreichen und einen neuen Weltrekord setzen.

       
(*klick* zum Vergrößern)


Der 65nm gefertigte Celeron D 347 Prozessor taktet Standardmäßig mit 3,06 GHz. Mit einem umgebauten DFI LP UT P35 Mainboard, einer satten V-Core von 2,1 Volt, einem entfernten Headspreader und viel Stickstoff ist es TiN gelungen am Ende seiner Versuche eine Taktfrequenz von 8199,5 MHz von CPU-Z validieren zu lassen und sich so den ersten Platz in der Hall of Fame sichern. Zwischenzeitlich sollen dabei auch höhere Taktraten entstanden sein, bei denen es leider für keine Validierung gereicht hat. Weitere Details und Informationen zu den Versuchen von TiN kann man im Forum von XtremeSystems nachlesen.

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09.05.2010   10:40 Uhr
is das da oben werbung? O.o

@Faust
Jaja den Beitrag löschen, damit alle denken ich sehe Gespenster! jaja :D:D
09.05.2010   11:03 Uhr
Webung? Welche Werbung :P.

Nette Sache so ein 8,2 GHz Prozessor - wenn es denn auch für was anderes als eine Validierung gereicht hätte ;). Allerdings möchte ich bezweifeln, dass er mit 2,1 V Vcore lange leben wird.

Grüße
09.05.2010   22:04 Uhr
Mich würde wirklich interessieren wie lang so eine CPU leben würde.

Die Temperatur würde ihm bestimmt ordentlich zusetzen, aber mit permanente Stickstoffkühlung wäre das schon sehr interessant welche Auswirkung die Spannung alleine hat.
Wenn ich mich nicht irre liegt da die wirklich kritische Temperatur von diesen Chips/Siliziumkristalle bei 160°. Aber wenn die immer unter 0 Grad liegt.
Oder hat das unter 0° C auch Auswirkungen auf die Lebensdauer?
10.05.2010   00:23 Uhr
#4 E.T.
also ich sehe zwei kritische punkte:

- die Temperatur wird zwar niedrig gehalten, aber die Verlustleistung, insebsondere auch der Strom ist trotzdem höher, da dieser mit Spannung und Frequenz steigt. Zu hohe Stromstärken können mit der Zeit regelrecht Material wegtragen, was insbesondere bei den heutigen kleinen Fertigungsprozessen bedeutsam ist, wo wir nur von wenigen Atomlagen sprechen.

- Temperaturänderungen gibt es trotzdem, lokal können die Schwankungen sehr gross ein. Eine elektronisches Bauteil, das immer zwischen 20 und 60°C arbeitet, lebt sicher länger, als eines, das von 20°C auf -20°C abgekühlt und lokal vielleicht auf 40°C erhizt wird. Dem Board selbst und den Lötstellen setzt das übrigens auch zu.

10.05.2010   09:06 Uhr
Hi,

abgesehen davon können solche Experimente nicht zu lange dauern, weil eine auf - 170° C gekühlte CPU auf einem

Mainboard sitzt, dessen Kupfer-Layer eine hervorragende Kältebrücke abgeben. Den LN2-Pot zu isolieren, geht ja noch,

aber die Kältebrücke zum Mainboard neben der CPU zu vermeiden, ist schlicht unmöglich. Bei ~20°C Raumtemperatur,

bildet sich dann auf dem Brett neben der CPU das, wovor sich jeder WaKü-User fürchtet. Ein Mobo ist ja eigentlich ein

Schichtbauteil aus verschiedenen Werkstoffen; möchte nicht wissen, welche mechanischen Zwängsspannungen da

zwischen den Schichten auftreten angesichts solcher Temperaturdifferenzen.  :nein:

Das Mainboard kann man nach solchen Rekordjagden sowieso nur noch als Trophäe an die Wand nageln;

von daher würde ich mal behaupten, dass die CPU noch das langlebigste Bauteil in solchen Kurzgeschichten ist.  ;D

Gruß,
10.05.2010   09:53 Uhr
Ich bin auf diese Frage eigentlich nur gekommen, weil so viele in Threads immer schreiben, dass man mit der Spannung vorsichtig umgehen sollte. Da befinden wir uns aber in einem Bereich von 1,4-1,5 Volt (z.B.: bei einem Q6600)

Man leist dagegen sehr selten, dass eine CPU abgeraucht ist. Kommt zwar auch vor, aber wenn man bedenkt wie viele extrem übertakten, wie viele ans Limit gehen (normale Hardware) und wie viele übertakten die sich nicht auskennen und irgendwo herumdrehen.

Ich muss sagen, mein Q6600 hat auch schon einiges mit gemacht. Übertakten mit Luftkühlung und Spannungen bis 1.7Volt, Temperaturen über 100 Grad über ein paar Stunden (dabei hat er sich zwar aufgehängt, aber die CPU wurde nicht abgeschaltet) und er lebt immer noch  :) und rennt bei 3,5Ghz bei knapp 1,4V und max 67° laut CoreTemp in Spiele.

Das kurze Spielereien an der Spg und Taktschraube die CPU nicht sofort zerschießen ist in der heutigen Ausführung und Herstellung zu erwarten.

Nun ist aber die Frage ob 70° C in Spiele der CPU wirklich was ausmachen oder sie einfach normale Abnutzungserscheinungen davon trägt.
Sicher werden Minus Grade in einem System, dass sich erhitzen will mehr Schaden anrichten als wenn man es einfach etwas Warm werden lässt, aber wie gesagt, mich würde wirklich interessieren wie lange die CPU/Komponenten da micht machen.





10.05.2010   13:24 Uhr
#7 E.T.
Die Lebensdauer geht sicher zurück. Die 486er und Pentium 1 im elterlichen Keller laufen alle heute noch, so ein CPU sollte eigentlich fast ewig halten, wenn man sie nicht an die Grenzen der Spezifikationen oder gar darüber betreibt.

Wenn nun aber die Lebensdauer durch Übertaktung von sagen wir mal vorsichtig 25 Jahren auf 2 Jahre zurückgeht, merken das die meisten Anwender wahrscheinlich nicht, weil sie die CPU vorher ersetzen.

Gegen Überhitzung sind die CPUs schon seit Jahren sehr gut geschützt, aber gegen manuelle Spannungserhöhungen kaum, die Spannung liefert ja das Mainboard (die CPU kann zwar die Spannung heute etwas steuern, Stichwort Stromsparfunktion, aber das hält ja die Mainboardhersteller ja nicht davon ab, Mainboards zu entwickeln, die das umgehen...).

Wie viel es genau braucht, um eine CPU zu schrotten, ist wohl sehr unterschiedlich, aber möglich ist es sicher. Bei GPUs kommt das ja häufiger vor.

Steter Tropfen höhlt den Stein.