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Erste Informationen zu neuen High-End-CPUs Ivy-Bridge-E

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Intel ist im High-End-Geschäft zumindest bei CPUs unbestritten der Marktführer. Die aktuell schnellste Desktop-CPU, der Core i7 3960X auf Basis der Sandy-Bridge-E-Architektur, soll im dritten Quartal 2013 vom Nachfolger Ivy-Bridge-E abgelöst werden. Erste Informationen hat bsn dazu auch schon.

Der bisherigen Nomenklatur nach heißt der Nachfolger Ivy-Bridge-E logischerweise Core i7 49xx, die technischen Daten sind natürlich weitestgehend noch nicht bekannt, allerdings sollen die neuen High-End-CPUs von Intel immerhin 40 PCIe 3.0-Lanes zur Verfügung stellen. Auch ein Vier-Kanal-Speicherinterface mit Unterstürzung von DDR3-1866 gehört zur Ausstattung. Die maximale TDP soll weiterhin bei 130 Watt liegen. Glücklicherweise ist auch die Kompatibilität zum aktuellen X79 Chipsatz samt Sockel 2011 gewährleistet, sodass von Sandy-Bridge-E ohne Mainboard-Neukauf aufgerüstet werden kann. Vermutlich werden trotzdem Neuauflagen der Mainboards zur nächsten Computex von den Herstellern vorgestellt.

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13.09.2012   11:44 Uhr
Kein neuer Chipsatz (z.b. mit integriertem USB 3 ala Z77) und erst in einem Jahr ... versteh ich nicht. Vor allem weil Haswell CPUs auch um die Zeit kommen sollen (oder schon vorher). Dann hinkt das High-End Segment eine Architektur hinterher und ist pro Takt wohl wieder langsamer ... so wie jetzt schon.
13.09.2012   15:51 Uhr
High-End ist ja aktuell auf starkes Multithreading ausgelegt, da gibts eben zumindest im privat Segment noch keinen akuten Bedarf nach mehr Leistung - und die Leistungskrone hält Intel ja auch atm, also auch in der Hinsicht kein Handlungsbedarf. Ist aber natürlich schade und irgendwie dämlich, dass man im Endeffekt als Gamer mit einem Mittelklasse System nicht nur aus P/L-Sicht besser dran ist, sondern auch noch allgemein in Games mehr Leistung hat (dank neuerer Architektur).
13.09.2012   17:11 Uhr
Naja die Highend-CPUs sind ja nicht nur für den Sektor Gaming interessant. Da gibt es weitaus interessantere Arbeitsgebiete im Workstationbereich wo es auf hohe Geschwindigkeit, Stabilität und folglich Produktivität ankommt. Diese Käuferschicht kauft nicht jedes Jahr eine neue CPU weil ein neuer Prozessorkern auf den Markt kommt, sondern versucht erstmal die Aktuelle vollends auszunutzen.

Und zum Thema bessere Leistung dank neuer Architektur sei gesagt, dass das nicht zwangsläufig der Fall sein muss. Die Core2 Serie war bis zur Optimierung der Core iX Serie auch besser und schlägt sich dafür dass es eine restlos überholte Architektur ist, nach wie vor beachtlich. Profitieren kann der Kunde letztendlich nur dann wenn gravierende Änderungen an der Kernarchitektur vorgenommen werden. Im Moment sieht Ivy-Bridge nur nach weniger Leistungsaufnahme durch 22nm statt 32nm Fertigungsprozess aus. Die eventuell integrierten zusätzlichen Befehlssätze und Virtualisierungsfeatures nutzt sowieso kaum jemand (da es dafür erstmal eine Software-Optimierung benötigt), genauso wenig wie von den Wenigsten überhaupt die komplette Prozessorleistung des aktuellen Prozessors ausgenutzt werden kann (wenn man mal von wissenschaftlicher Software für Simulationen etc. absieht). Und dafür muss man folglich nicht wechseln.
13.09.2012   20:03 Uhr
Da hast du durchaus Recht, aber welche Workstation läuft denn mit deiner Desktop-CPU? Die setzen meistens dann doch auf Xeons - die es aktuell mit bis zu 8 Kernen gibt :) Desktop-CPUs sind dann eben doch eher für Gaming oder für Hobby-Photoshopper/Videomacher/CAD-Künstler etc.

Klar Ivy Bridge ist kein sonderlich gutes Beispiel, allerdings wenn ich mich recht erinnere hat der Core i7 920 schon zum Release mit dem Q9650 den Boden gewischt oder?
13.09.2012   20:12 Uhr
@Harti: So ein quark! Die 2011er CPUs sind perfekt für Workstations, es sei denn du brauchst Systeme mit mehr als einem Sockel ... wer sich nen 3960X zum zocken holt ist selbst schuld, das war aber vor Ivy-Bridge schon so.

@Spektrum: Man muss ja nicht upgraden, aber bei der Neuanschaffung will ich doch schon das aktuellste. Und bei Ivy-Bridge gabs ja schon IPC Verbesserungen, wie wird das dann bei 2 Generationen Unterschied? Zumal Ivy nur nen kleines Update war (der Tick) und mit Haswell der Tock kommt ... verstehe nicht warum man die Ivy CPUs nicht früher für den Sockel 2011 bringt. Für Haswell gibts dann wohl eh wieder neue Chipsätze / Sockel (vermute ich).
13.09.2012   20:40 Uhr
@Steel
Ich quote mal einfach:
Zitat
Da gibt es weitaus interessantere Arbeitsgebiete im Workstationbereich wo es auf hohe Geschwindigkeit, Stabilität und folglich Produktivität ankommt.
Zitat
Die 2011er CPUs sind perfekt für Workstations, es sei denn du brauchst Systeme mit mehr als einem Sockel ... wer sich nen 3960X zum zocken holt ist selbst schuld, das war aber vor Ivy-Bridge schon so.
Wo es auf hohe Geschwindigkeit ankommt, da wird dann auch ein 8 Kern-Xeon oder gar ein Dual-Socket mit zwei Xeons genommen. Ein 3960X wäre eine ziemlich günstige Workstation (wer soviel Leistung braucht, der verdient normalerweise auch genug um dann noch mehr als "nur nen 1000er" in die CPU zu investieren) und wenn man dann nur 1000€ in CPUs investiert, wäre man mit zwei Vier-Kern-CPUs samt Board besser bedient. Schließlich sind CAD etc. so stark auf Multithreading ausgelegt, dass man auch 16 Kerne nutzen kann (reale). Und eine Extreme-Edition für eine Workstation? Was ist denn das für ein Quatsch. Workstations werden grundsätzlich nicht übertaktet, da es auf 100% Stabilität ankommt und nicht auf 100 Megahertz mehr. Deshalb auch Xeons. Im Luxx werden genug Workstations zusammengestellt, Sockel 2011 kommt sehr oft vor - ein 3960X hab ich noch von keinem da empfohlen gesehen :)

Dekstop bleibt Desktop.
13.09.2012   20:46 Uhr
Ne Workstation ist auch ein Desktop nur mal so nebenbei. Und wenn man jetzt in nem Büro hockt das was weiß ich was macht will man nicht unbedingt für jeden Arbeitsplatz so viel Geld ausgeben. Und nur weil die CPU Extreme Edition heißt (bzw ein X im Namen hat) heißt es noch lange nicht dass man das Ding übertakten muss ... und warum auch keinen 3960X? Ist doch im Prinzip eh der gleiche CPU-Die ... darfst halt kein überteuertest Übertakter/Gamer Board dazukaufen ...
13.09.2012   20:58 Uhr
Klar ist ne Workstation ein Desktop, aber eben ein Hochleistungscomputer und kein simpler Arbeitsrechner im herkömmlichen Sinne für Word und co. Ja man muss nicht übertakten, allerdings zahlt man dafür und deshalb ist es ja auch Quatsch den dafür einzusetzen. Du zahlst allein zum 3930K zwischen 400 und 500€ Aufpreis für 5% mehr Leistung. Du sagst doch selber man will nicht für jeden soviel ausgeben? CPU-Die ist schon der gleiche, aber Xeons werden selektiert - der 3960X ist ja ein aussortierter Xeon. Gamer-Board ist natürlich ohnehin Quatsch. Also wenn man schon unbedingt sparen muss, dann nimmt man einen 3930K, wenn man 1000€ ausgibt - dann nimmt man einen mittleren oder 2 billige Xeons und wer mehr braucht legt dann halt bis zu 2400€ pro CPU hin. Also meine Meinung/Erfahrung ist jedenfalls CPUs die für den normalen Endkunden-Markt bestimmt sind, werden in den wenigsten Fällen für WS eingesetzt. Aus meinen aktiven Forenzeiten kenne ich viele CADler, die haben fast alle mit Dual-CPU-Systemen gearbeitet, weil es die Firma eben mehr kosten würde die für 10 Minuten die der Rechner immer länger brauch zu bezahlen, in der sie nicht arbeiten können, statt einfach mal 2000€ pro Rechner in CPUs zu investieren :)