Die EU-Kommission hat Microsoft eine satte Strafe aufgebrummt: Der Softwarekonzern muss 561 Millionen Euro Strafe zahlen.
Die EU-Kommission wirft Microsoft unfaire Geschäftspraktiken vor, weil Windows-Nutzern keine freie Auswahl bei den Browsern zur Verfügung stand, der Internet Explorer so also wettbewerbswidrig mit dem Betriebssystem gekoppelt war.
Zwar hatte Microsoft ein Browser-Auswahlfenster in Windows integriert, mit dem Service Pack 1 (SP 1) für Windows 7 verschwand diese Möglichkeit allerdings wieder. Microsoft hat einen technischen Fehler als Grund angegeben, ein notwendiges Update sei vergessen worden.
Da das Browser-Auswahlfenster so von Mai 2011 bis Juli 2012 den Anwendern nicht zur Verfügung stand, muss Microsoft nun eine Strafe in Höhe von 561 Millionen Euro an die Europäische Union zahlen. Als Wiedergutmachung will Microsoft dieses Auswahlfenster nun 15 Monate länger als gefordert anbieten.
Es sei das erste Mal, dass die EU-Kommission eine Strafe dieser Art verhängen musste, heißt es.

06.03.2013 18:53 Uhr
#1 Jörg
Ich persönlich finde das ja reichlich albern und überzogen. Immerhin kann auch ohne Browser-Auswahl jeder andere Browser installiert werden - und wie man Programme installiert, sollte wohl jeder Windows-Anwender wissen. Den Internet Explorer kann man ja nur einmal nutzen, um einen anderen Browser herunterzuladen. So aber wird Microsoft gezwungen, die Konkurrenzprodukte sogar direkt mit "anzubieten".


