31.08.2010 16:36 - Kommentare: 0
Tim Voigtländer
Browser: Tim Voigtländer
Google Chrome bekommt GPU-Hardwarebeschleunigung
Googles Entwickler arbeiten derzeit an der Unterstützung von GPU-Hardware-Beschleunigung für den Browser Chrome und die Open-Source Variante Chromium. Damit soll Googles Browser künftig Webseiten mit Hilfe der Rechenleistung aktueller GPUs schneller darstellen können.
Um das zu realisieren wird ein neuer GPU-Prozess in den Browser integriert. Dieser Prozess soll zukünftig Grafikbefehle vom Render-Prozess entgegen nehmen und an die Schnittstellen OpenGL und (via Angel) Direct3D weiterleiten. Dadurch kann der GPU-Prozess in einer modifizierten Sandbox ausgeführt und Chromiums ursprüngliches Sandbox-Modell weitergeführt werden. Zusätzlich reduziert sich auch die Gefahr von Fehlern.
Beim Rendern werden Webseiten dann in verschiedene Schichten (Layer) aufgeteilt die jeweils Text, Bilder, Videos, WebGL oder 2D-Canvas enthalten. Aktuell werden die am häufigsten vorkommenden Schichten, Texte und Bilder, noch von der CPU gerendert und erst zum Zusammensetzen (Compositing) an die GPU übergeben. Schichten bei denen viele Pixel bewegt werden, wie beispielsweise Videoplayer, Farbumwandlungen und das Skalieren von Inhalten, können die Shader der GPU übernehmen. Andere Schichten wie WebGL-Inhalte werden direkt in der GPU berechnet.
Da beim Zusammensetzen der gerenderten Schichten durch die CPU fast alle Geschwindigkeitsvorteile wieder zunichte gemacht würden, verlagern die Entwickler diesen letzten Schritt (Compositing) nun in die GPU. Getestet werden kann das neue Feature aktuell mit der Open Source Variante Chromium. Durch setzen des Flag "--enable-accelerated-compositing" kann hier die GPU-Beschleunigung gestartet werden.
Um das zu realisieren wird ein neuer GPU-Prozess in den Browser integriert. Dieser Prozess soll zukünftig Grafikbefehle vom Render-Prozess entgegen nehmen und an die Schnittstellen OpenGL und (via Angel) Direct3D weiterleiten. Dadurch kann der GPU-Prozess in einer modifizierten Sandbox ausgeführt und Chromiums ursprüngliches Sandbox-Modell weitergeführt werden. Zusätzlich reduziert sich auch die Gefahr von Fehlern.
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