17.08.2011 07:11 - Kommentare: 1
Samir Udef
Wirtschaft/Politik:

BITKOM - Die meisten Gamer spielen nicht zu viel

Bitkom Logo s
Gerade einmal drei Prozent der Gamer spielen durchschnittlich mehr als vier Stunden am Tag.

Die meisten Gamer nutzen Spiele am Computer wohldosiert und nicht im Übermaß. Denkspiele werden dabei übrigens am intensivsten genutzt. 62 Prozent der Gamer spielen zwar täglich, die meisten von ihnen aber nicht mehr als zwei Stunden täglich. Lediglich sieben Prozent der Gamer spielen länger: Vier Prozent zwei bis vier Stunden und drei Prozent mehr als vier Stunden. Zum Vergleich: Der Fernsehkonsum quer durch alle Alters- und Bevölkerungsklassen liegt derzeit durchschnittliche bei etwa 3,5 Stunden pro Tag. Darauf macht der Hightech-Verband BITKOM im Vorfeld der Computerspiele-Messe GamesCom aufmerksam. Über 30 Prozent der Gamer nutzen die Spielekonsole, den PC oder das Smartphone mehrmals in der Woche oder seltener. „Exzessives Gaming ist die Ausnahme“, kommentierte BITKOM-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder die Umfrageergebnisse. „Die meisten Computerspieler gehen maßvoll mit dem Spieleangebot um.“

Jeder fünfte Gamer spielt dabei die Genres Denk-, Strategie- und Managementspiele am häufigsten. Dann kommen mit etwas größerem Abstand Actionspiele mit gerade einmal neun Prozent. Auf dem dritten Platz folgen Sportspiele, die von sechs Prozent der Gamer genutzt werden. „Gaming ist mittlerweile ein interaktives Freizeitvergnügen, das auch Körper und Geist fordert“, so Rohleder.
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17.08.2011   19:58 Uhr
„Methodik: Im Auftrag des BITKOM befragte das Meinungsforschungsinstitut Aris deutschlandweit 1.704 deutschsprachige Personen […], darunter 541 Computerspieler.” (aus dem BITKOM-Bericht zur Studie)

Interessant wäre es gewesen, wenn der BITKOM bekanntgegeben hätte, was man als exzessiven Konsum beurteilt, und inwiefern die 3,5 Stunden Fernsehkonsum als sinnvoller Vergleich hinzuzuziehen sind. Zusätzlich stellt sich die Frage, ob die Fernsehzeit und die Spielzeit als kumulativ, also additiv zu behandeln sind, oder ob man erstere nur als -wenig aussagekräftigen- Vergleich eingeschoben hat.

Aber da der BITKOM im Rahmen der gleichen "Studie" (hier wurde nichts studiert, da aufgrund der Umfrageart kein wissenszuwachs stattfand, sondern ein Meinungsbild erstellt wurde) ja auch behauptete, dass Videospiele (und ich betone ausdrücklich die fehlende Differenzierung) die körperliche Fitness fördern, scheint wohl eine gewisse Befangenheit in der Auswertung nicht auszuschließen sein…


P.S.: Zwei Stunden am Tag? Ich sollte Statistiker beim BITKOM werden, vielleicht habe ich dann auch soviel freie Zeit… xD



P.P.S: Ups, die förderung der körperlichen Gesundheit wird in der gleichen Studie (also die über die aufgewendete Zeit) erwähnt, nicht, oder wenn doch auch in der Studie zur Menge der Spieler…