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Schufa will Daten von sozialen Netzwerken nutzen Update: Schufa zieht nach großer Kritik zurück

Die Schufa plant künftig auch soziale Netzwerke wie Facebook als Datenquelle zur Beurteilung der Kreditwürdigkeit heranzuziehen. Update: Schufa zieht nach großer Kritik zurück

Wie NDR Info berichtet, lässt die deutsche Wirtschaftsauskunftei am Hasso-Plattner-Institut der Universität Potsdam Projektvorschläge entwickeln wie soziale Netzwerke zur Prüfung der Kreditwürdigkeit genutzt werden können. Dabei könnten unter anderem Kontakte von Facebook-Mitgliedern herangezogen werden, um Zusammenhänge mit der Kreditwürdigkeit der Verbraucher zu prüfen. Auch denkbar ist das Texte analysiert werden um „ein aktuelles Meinungsbild zu einer Person“ zu ermitteln. Weiter könnte untersucht werden wie die Schufa über eigene Facebook-Profile oder Twitter-Accounts verdeckt an Adressen, oder insbesondere Adressänderungen von Nutzern gelangen kann. Ebenso überlegt man Personen des öffentlichen Interesses, Verbraucherschützer und Journalisten automatisch zu identifizieren.

Nach eigenen Angaben liegen NDR Info Dokumente vor, in denen die Pläne der Schufa geschildert werden. Daraus geht unter anderem hervor, dass mit den Daten ein Pool entstehen solle, der für existierende und künftige Produkte und Services der Schufa eingesetzt werden kann. Daten aus sozialen Netzwerken, Personensuchmaschinen oder Geodatendiensten könnten mit Schufa-eigenen Verbraucherdaten verknüpft und genutzt werden.

Die Schufa und das Hasso-Plattner-Institut haben vor zwei Tagen ihre Zusammenarbeit bekannt gegeben, laut NDR Info läuft diese aber bereits seit April. Das Forschungsprojekt „SCHUFALab@HPI“ ist auf drei Jahre angesetzt und soll die „Validität von Daten und Technologien zur Gewinnung von Daten“ erforschen. Die Schufa will dadurch unter anderem die „Qualitätsführerschaft“ sichern, aber auch „die unzähligen Mythen und Vermutungen rund um die Informationsquelle Web auf den wissenschaftlichen Prüfstand“ stellen.

Laut NDR Info zweifelt der schlesweig-holsteinische Landesdatenschutzbeauftragte Thilo Weichert daran, ob eine Umsetzung der Projektideen rechtlich überhaupt haltbar wäre. Edda Castelló von der Verbraucherschutzzentrale Hamburg nannte das Projekt unter anderem eine „Grenzüberschreitung“. Denn wenn diese sehr privaten und persönlichen Datensammlungen von der Schufa zusammengeführt und ausgenutzt werden, dann wird es „höchstgefährlich“.

Update:

Leider haben wir übersehen das die Schufa das Projekt wieder abgeblasen hat. Das ist aber auch nicht zu verkennen, immerhin haben private Daten aus sozialen Netzwerken nichts bei einer Bewertung der Kreditwürdigkeit zu suchen.
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