- Review

Gigabyte Osmium

Luxus Schreiberling im Test

Seite 3: Praxiseinsatz

Grundsätzlich wird für den Betrieb der Gigabyte Osmium keine Treiberinstallation benötigt. Einzig die Makro-Funktion sieht eine Installation der „Ghost Macro Engine“ vor. Betrieben wird die Tastatur über einen USB 2.0 Anschluss. Für weitere I/O Funktionalität sind ein USB 3.0 Port sowie zwei 3,5mm Klinke-Anschlüsse am PC anzuschließen. Wie bei den meisten mechanischen Vertretern werden die Multimedia-Tasten über eine FN-Tastenkombination angesteuert. Bei unserem Test mit einem Windows 7 PC konnten wir Multimedia-Software wie den Windows Media Player, Media Monkey oder Spotify ohne Einschränkung mit den Multimedia-Tasten steuern. Die Multimedia-Befehle sind auf den Tasten F1 bis F4 angesiedelt.



Da die Cherry MX Red lineare Schalter sind, eignen diese sich auch besonders gut für Umsteiger von Rubber-Dome Tastaturen. Mit einem Betätigungsgewicht von nur 45 Gramm haben die Cherry MX Red Schalter einen sehr leichten Druckpunkt, was in der Eingewöhnungsphase schnell zu ungewollten Falscheingaben führen kann. Im direkten Vergleich mit dem Cherry MX Black fühlt sich die Red-Variante subjektiv schneller an, gerade im Hinblick bei langem Einsatz, ist aber auch spezieller. Dank des Standardlayouts der Tasten fällt die Orientierung schon zu Beginn leicht. Gigabyte macht hier glücklicherweise in Sachen Tastenlayout keine Experimente, einzig die G-Tasten sowie die beiden Räder für Helligkeit und Lautstärke wurden zum Layout hinzugefügt. Für die Tastenbeleuchtung ist jeder Schalter mit einer blauen LED ausgestattet die sich in verschiedenen Stufen regeln lässt. Mit 105 LEDs erreicht Gigabyte hier eine gleichmäßige Leuchtkraft der Keycaps. Da das allerdings nur punktuell geschieht, sind manche Tasten je nach Beschriftung weniger oder besser ausgeleuchtet.

Das charakteristische Klicken der Tasten fällt bei der Osmium relativ dumpf aus. Im Vergleich zur QPAD MK80, die unser Redakteur im täglichen Einsatz hat, ist die Osmium schon deutlich „Großraumbürotauglicher“. Zum einen sorgt der geringe Auslösewiderstand dafür, dass die Tasten bei geübten Schreibern einfacher bis zum Signalpunkt dosiert werden, was andererseits auch dazu führt das die Tasten nicht immer bis zum „Klack“ beim vollen Anschlag durchgedrückt werden.

Im aktiven Einsatz auf dem virtuellen Schlachtfeld ist die Osmium ein potentes Werkzeug für angenehme Spielstunden. Durch die hohe Bauweise von mechanischen Tastaturen ist die große Handballenauflage ein absoluter Segen für die Ergonomie. Damit ist die Tastatur im Bereich der Handgelenke auch für lange Einsätze absolut tauglich. Ghosting oder Blocking konnten wir im praktischen Einsatz, als auch beim Testen der Rollover-Fähigkeiten nicht feststellen.
Nächste Seite: Fazit