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Ozone Blade

Reinrassige Gamer-Tastatur oder doch nur Einheitsbrei?

Seite 1: Ozone Blade Gaming-Keyboard – Reinrassige Gamer-Tastatur oder doch nur Einheitsbrei?

Ozone Blade Tastatur Test
Der noch recht junge Gaming-Peripherie Hersteller Ozone hat mit der Blade seine zweite Gaming-Tastatur auf den Markt gebracht. Voll bepackt mit zahlreichen Features verspricht man dem Gamer ein ultimatives Werkzeug an die Hand zu legen. Ob das stimmt, wird der folgende Test zeigen.

Mit der Blade Gaming-Tastatur bringt der noch recht junge Gaming-Peripherie Hersteller Ozone seine zweite Tastatur auf den Markt. Neben der bereits erhältlichen Ozone Strike, die als mechanische Tastatur auf Cherry MX Black Schalter setzt, erweitert die Blade das Portfolio um eine Tastatur mit klassischen Rubberdomes und eine üppigen Feature-Liste.

Die Tastatur im Überblick

Einmal ausgepackt, präsentiert sich die Blade Gaming-Tastatur in einem auffälligen und markanten Design. Glücklicherweise verzichtet Ozone hier gänzlich auf den Einsatz von Hochglanzapplikationen, wie sie gerne bei Gaming-Tastaturen eingesetzt werden. Das Kunststoffgehäuse der Tastatur ist bei der Blade gänzlich in einem leicht strukturierten Mattschwarz gehalten und damit erfreulich resistent gegen Fingerabdrücke. Trotz der zehn großzügig dimensionierten Zusatztasten ist die Tastatur in ihren Abmessungen (510 x 199,8 x 30mm L x B x H) nicht allzu in die gewachsen.

Ozone Blade Gaming Keyboard 3 2

Bei den Tasten setzt Ozone auf ein klassisches 105 Tasten-Layout in drei Blöcken. Für mehr Funktionalität, insbesondere für die angepeilte Zielgruppe der Gamer, hat man das Layout durch Makro- und Funktionstasten erweitert. Als weiteres Highlight bietet die Blade eine „Dual-Backlight-Illumination“ Tastenbeleuchtung. Das bedeutet im Klartext, die Tasten der Blade können wahlweise in Rot oder Blau ausgeleuchtet werden. Warum dabei aber die Zusatztasten ausgelassen worden sind, können wir uns nicht erklären. Darüber hinaus lässt sich die Leuchtintensität der Tasten mittels Schieberegler stufenlos regulieren. Wer es zwischendurch auch mal ohne Beleuchtung mag, der kann diese auch komplett deaktivieren.



Die Makro- und Funktionstasten sind jeweils treffsicher dimensioniert und an den Außenseiten der Tastatur angesiedelt. Auf der linken Seite sind das vier Makrotasten, welche sich mittels der mitgelieferten Software mit Hotkeys, Tastenfolgen oder anderen Funktionen für jegliche Anwendungen programmieren lassen. Weiter lassen sich auch Makros auf andere Tasten legen, hier gibt Ozone in der Software auch explizit den Kommandoblock (Einfg, Entf …) an.



Auf der rechten Seite bringt Ozone vorkonfigurierte Funktionstasten unter. Mit der „Game-Mode“ Taste kann der Anwender die Windowstaste deaktivieren, damit beispielsweise einem unbeabsichtigten minimieren eines Spiels vorgebeugt werden kann. Weiter bringt Ozone hier auch einen „Backlight-Switch“ unter, mit dem sich die Tastaturbeleuchtung von Rot auf Blau, oder auch gänzlich deaktivieren lässt. Ähnlich der „FN-Taste“, wie sie bei mechanischen Tastaturen oder Notebooks für Zusatzfunktionen verwendet wird, hat Ozone bei der Blade eine Funktionstaste untergebracht, mit derer sich die Multimedia-Tasten (Lautstärke, Play/Stopp, Vorwärts/Zurück) auf den F-Tasten (F1 bis F6) ansprechen lassen.

Als letzte Funktionstaste bietet die Blade einen „Profile-Switch“, der während der Laufzeit das durchschalten von maximal fünf vorkonfigurierten Tastaturprofilen erlaubt. Wie oft bei Gaming-Mäusen eingesetzt, beherbergt auch die Ozone Blade einen 128 KB großen Profilspeicher, in dem die Einstellungen der Profile abgelegt werden können. Dadurch lassen sich vorkonfigurierte Makros oder Hotkeys auch ohne installierte Software verwenden, egal an welchem System. Damit eröffnet Ozone Spielern die Möglichkeit, ihre Desktop-Konfiguration auch unterwegs beispielsweise am Notebook oder einem fremden System, wie gewohnt zu verwenden. Eine Neukonfiguration oder Softwareinstallation entfällt somit.

Für Ergonomie und Langzeitmotivation sorgt Ozone mit einer fest integrierten Handballenauflage. Diese ist nicht nur funktionell, sondern fällt auch optisch durch ihrer markante Formgebung sowie durch zwei Leuchtstreifen auf, die der Tastatur eine waschechte Gamer-Optik verleihen. Weiter kann der mittels zweier ausklappbaren Füße der Stellwinkel der Tastatur um 1,5cm erhöht werden.



Als Schnittstelle zum Computer dient ein USB 2.0 Stecker. Die Datenübertragung findet hier via 1000 Hz High-Polling (1ms) statt, darüber hinaus hat Ozone das Tastaturlayout Anti-Ghosting optimiert, damit selbst im hitzigen Gefecht keine Eingaben geschluckt werden. Auf einen USB-Hub oder ein Audiopanel zum Anschluss eines Headsets hat Ozone bei der Blade verzichtet.

Verarbeitung

Die Verarbeitung der Ozone Blade ist insgesamt qualitativ hochwertig, hat hier und da aber mit kleineren Detailschwächen zu kämpfen. Das Tastaturgehäuse samt Handballenauflage ist insgesamt sehr gut verarbeitet und muss in keiner Weise beanstandet werden. Die Buchstaben und Zeichen der Lasercut-Tasten fallen bei genaueren Betrachtung allerdings teilweise negativ auf.

Hier sind unschöne Rückstände bei der Fertigung zu finden, die gerade im Zusammenspiel mit der Tastenbeleuchtung das Leuchtbild beeinträchtigen. Das fällt umso mehr auf, da man bei der Blade deutlich weniger LEDs nutzt um das Tastenfeld auszuleuchten und so baubedingt nur ein recht durchwachsenes Ausleuchten der Tasten möglich ist.
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