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OCZ Vertex 3 240 GByte

Seite 1: OCZ Vertex 3 240 GByte

Mit der Vertex 3 führt OCZ die leistungsstarke Solid State Drive Serie fort. Neben einem fairen Preis, einer eigens optimierten Firmware soll die SSD vor allem durch das breitere SATA 6 Gbps Interface und den SandForce SF-2281 Controller profitieren. Im folgenden Review werden wir uns die OCZ Vertex 3 in der 240 GByte Version einmal genauer anschauen.

Der Firmenname OCZ sollte vielen ein Begriff für hochwertigen Arbeitsspeicher sein. Nach einer Umstrukturierung zu Beginn des Jahres positioniert sich der einstige Arbeitsspeicherriese neu und möchte vor allem am Markt für Solid State Drives Fuß fassen. Dabei fertigt OCZ nicht nur verschiedene SSD Serien für den Consumer und Enterprise Markt, sondern treibt durch eigene Technologien wie die Virtualized Controller Architecture (VCA) oder den High Speed Data Link (HDSL) die Entwicklung der schnellen Flashspeicher voran.



Mit der Vertex 3 Serie hat OCZ den Nachfolger der bereits getesteten Vertex 2 Serie im Programm. Geliefert wird der Solid State Drive in einem flachen Karton zusammen mit einem 3,5 Zoll Rahmen und dem passenden Schraubenset für die Montage in einem 3,5 Zoll Festplattenschacht. Wie bei der Vertex Serie üblich, kommt auch in der Vertex 3 ein leistungsfähiger Speichercontroller aus dem Hause SandForce zum Einsatz. Mit dem SandForce SF-2281 Controller ist die Vertex 3 kompatibel zum SATA 6 Gbps Standard und erreicht laut OCZ maximale Datenübertragungsraten von 550/520 MB/s lesen und schreiben.



Bei den Flashzellen setzt OCZ auf Intel 29F16B08CCME2 MLC-Speicher die im 25nm Verfahren produziert werden. Laut Intel sollen diese Speicher für mindestens 5.000 Löschzyklen spezifiziert sein, was die Lebensdauer der Flashzellen im Vergleich zu früheren Chargen um mehr als 60 Prozent erhöht haben soll. Neben dem von uns getesteten Modell mit einer Speicherkapazität von 240 GByte bietet OCZ auch Modelle der Vertex 3 mit 60, 120 und 480 GByte an. Neben der Vertex 3 hat OCZ auch eine Vertex 3 MAX IOPS Edition im Angebot. Diese ist in den Kapazitäten 120 und 240 GByte erhältlich und soll im Vergleich zur „normalen“ Vertex 3 durch eine optimierte Firmware rund 5.000 IOPS (Input/Output Operations Per Second / 240 GByte Modell) mehr bei zufälligen 4K Schreibzyklen erreichen. OCZ gewährt eine dreijährige Garantie auf SSDs der Vertex 3 Serie.

Der SandForce SF-2281 Controller

Wie auch beim SandForce SF-1200 benötigt der SF-2281 Controller keinen dedizierten DRAM-Puffer. Dabei ist eines der wichtigsten Features die transparente Kompression der Daten. Obwohl sich die SSD beim System immer mit derselben Speicherkapazität anmeldet, wird durch die direkte Kompression oft nur ein Bruchteil der eigentlichen Daten in die Speicherzellen geschrieben. Dadurch steigt zum einen die Transferrate, zum anderen hilft das weniger Schreib/Löschzyklen der Speicherzellen zu „verbrauchen“ um so die Haltbarkeit der SSD zu erhöhen. Neben den Vorteilen der Kompression sorgt diese oftmals aber auch dafür, dass die vom Hersteller angegebenen Transferraten nicht unbedingt bei jedem Benchmark oder Anwendungsfall erreicht werden können. Dabei kommt es, wie bei jeder Art der Kompression, auf die zu schreibenden Daten an. Je nachdem wie gut diese komprimierbar sind, desto höher fallen die Transferraten der SSD an. Bei schlecht komprimierbaren Daten sinkt die Transferrate unter Umständen aber auch sehr schnell ab. In diesem Fall darf man allerdings nicht dem Controller den Vorwurf machen, denn dieses Feature ist ein genialer Schritt eine SSD haltbar und schneller zu machen. Allerdings fehlt hier auf der anderen Seite ein einheitlicher Standard, mit dem die Hersteller die Transferraten für ihre Produktangaben ermitteln um diese vergleichbarer zu spezifizieren. So lange dies nicht geschieht, werden die Hersteller weiterhin mit den größtmöglichen Zahlen bei Transferraten dank bester Komprimiereigenschaften werben.

Neben der Komprimierung von Daten ist RAISE ein weiteres wichtiges Feature des SF-2281 SandForce Controllers. Dabei wird, ähnlich der Parität bei einem RAID-Setup, eine Speicherzelle ausschließlich zum Speichern von Paritätsinformationen genutzt. Dadurch senkt SandForce nach eigenen Angaben die Wahrscheinlichkeit von Datenfehlern herab.

Neben diesen Features, die auch schon beim Vorgänger SF-1200 zu finden waren, profitiert der SandForce SF-2281 Controller hauptsächlich vom schnelleren SATA 6 Gbps Interface. Auch ist es nun möglich, die zu speichernden Daten 256 Bit AES verschlüsseln zu lassen (SF-1200 maximal 128 Bit AES).

Wie auch bei der vorherigen Generation bleibt aber weiterhin die Problematik bei der Datenrettung bestehen. Die SandForce Chips der SF-2200 Serie sind im Rahmen der Datenrettung nicht emulierbar, da die hierfür notwendigen Algorithmischen Informationen zur Interpretation der Datenebene im Controller selbst integriert sind. Im Falle eines Ausfalls des SandForce Mikro-Controllers gibt es aktuell keine Möglichkeit den entsprechenden Algorithmus zu emulieren um Daten einer defekten SandForce SSD auszulesen. Bei Controllern anderer Hersteller liegen diese Informationen außerhalb des Controllers, sodass diese im Fall eines Ausfalles die Daten der Speicherzellen, durch eine Emulation unter Einsatz des entsprechenden Algorithmus, bei einer Datenrettung ausgelesen werden können.

Testsystem und Anmerkungen

Für den Test wurde die OCZ Vertex 3 240 GByte als sekundäres Laufwerk ohne jegliche Daten oder Installationen betrieben um möglichst unverfälschte Ergebnisse zu erzielen. Sofern ein Benchmark-Tool Daten auf dem Datenträger hinterlegt hat, wurden diese zwischen den einzelnen Durchgängen entfernt um gleiche Voraussetzungen zu schaffen. Als System kommt die Sandy Bridge Plattform samt Z68 Chipsatz zum Einsatz. Alle Solid State Drives werden an einem SATA 6 Gbps Anschluss betrieben.

MotherboardGigabyte Z68MA-D2H-B3
CPUIntel Core i5 2500K
GrafikkarteAMD Radeon HD 6870
RAM8GB G.Skill RIPJAWS DDR3 1600
HDD1x Corsair F120, 1x OCZ Vertex 3 240GB
NetzteilCorsair HX650
BetriebssystemMicrosoft Windows 7 64Bit



Benchmarks

  • AS SSD Benchmark 1.6.4237.30508
  • ATTO Disk Benchmark v2.46
  • HD-Tach 3.0.4.0
  • HD Tune Pro 5.00
  • PCMark Vantage x64 1.0.2.0
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