Technic3D Review Gehäuse

Xigmatek Pantheon

Monument oder Gotteslästerung?

Seite 1: Xigmatek Pantheon - Monument oder Gotteslästerung?

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Seit Neuestem ist es nicht nur für die Geschichtsinteressierten unter uns von Vorteil, sich mit der Vergangenheit auszukennen, nein auch Computerjünger aus aller Welt sind nun dazu angehalten, sich in Sachen Mythen und Sagen des Altertums fit zu halten. Ganz besonders der bekannte Hersteller für Computerzubehör - Xigmatek - scheint eine große Vorliebe für die römische und griechische Mythologie zu haben. Dies ist nicht weiter verwunderlich, denn die Namen von Bauwerken und Helden überdauern schließlich schon seit Jahrhunderten und verkörpern gleichermaßen Kraft und Einzigartigkeit. So tragen Kühler aus der eben erwähnten "Metallschmiede" schon einmal den Namen von griechischen Helden und Gehäuse stehen stellvertretend für große römische Bauwerke. Letzteres ist hier der Fall. Und ob das Xigmatek Pantheon Gehäuse wirklich so monumental ist, wie der Name es verspricht oder ob eine Achillesverse ausgemacht werden kann, wird sich in folgendem Test zeigen.

Nun aber etwas genauer zum Gehäuse. Mit den Abmessungen 206x543x500 mm (BxHxT) bringt es der relativ große Midi-Tower auf 8,5 kg. Gefertigt wird der Pantheon komplett aus Stahl und bietet Platz für die Mainboard-Standards ATX, µATX sowie Mini-ITX.

Gleich nach dem Auspacken bietet das Pantheon einen angenehmen Anblick. Insgesamt wirkt das Gehäuse durch das edle schwarze Finish groß und sehr robust. Auch nach dem ersten "anfassen" bestätigt sich dieser Eindruck weiter. Das Stahlgehäuse ist solide verarbeitet und auch der verwendete Kunststoff hinterlässt einen wertigen Eindruck. Die Front setzt sich fast vollständig aus Mesh-Gitterblenden zusammen. Um auch im Inneren für die benötigte Lüftung zu sorgen, sind die beiden Seitenteile ebenfalls mit Perforierungen versehen.

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Auf dem Deckel des Pantheon findet sich das Frontpanel sowie Power- und Reset-Schalter. Das Frontpanel beherbergt einen USB 3.0 Anschluss, zwei USB 2.0 Anschlüsse, einen eSATA-Anschluss sowie Audio In/Out. Hinter diesen Anschlussmöglichkeiten findet sich der Power- und Reset-Schalter sowie zwei Drehregler für die beiden Lüftersteuerungen und ein Schalter für die Lüfter-LEDs. Mit einer Lüftersteuerung lassen sich jeweils drei Lüfter ansteuern, also insgesamt sechs Lüfter. Eine gute Sache, denn so kann eine externe Lüftersteuerung und somit zusätzliche Kosten eingespart werden. Ein weiteres Feature, das auf den ersten Blick nicht auffällt, ist der Verschluss für den Radiator oder zwei zusätzliche Lüfter. Dieser ist passend in den Deckel eingearbeitet und bildet mit der Abdeckung für die HDD-Schlitten eine Einheit.

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Was hingegen sofort ins Auge fällt, wenn man das Gehäuse ansieht, sind die Rillen an der oberen und unteren Front des Gehäuses. Der Namensgeber für das Produkt von Xigmatek ist das Pantheon in Rom. Dieses ist ein Säulenbauwerk und daher liegt die Vermutung nahe, dass diese Streben neben der soliden Bauweise eine kleine Anspielung auf den berühmten Namensgeber sein sollen.

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Wirft man nun einen Blick ins Innere, so sieht man schnell, dass das Schwarz nicht nur an der Außenseite überwiegt, sondern auch im Inneren seinen Platz findet. Auffällig im Inneren ist die große Aussparung im Mainboardträger. Diese ermöglicht die Montage von großen Kühlern mit Backplate bei eingebautem Mainboard und sollte heute bei jedem Gehäuse zum guten Ton gehören. Durch die Größe sollte es auch bei verschiedenen Sockeln keine Probleme mit der Backplate geben. Oftmals ist diese Aussparung bei anderen Gehäusen einfach zu klein und verfehlt, je nach Sockel, gerne auch mal ihr Ziel.

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Platz bietet das Pantheon für vier 5,25 Zoll Laufwerke sowie sechs 3,5/2,5 Zoll Festplatten/Solid State Drives. Alle Laufwerke lassen sich ohne Werkzeuge verbauen. Zwei der sechs 3,5 Zoll-Schächte sind mit Hot-Swap ausgestattet und lassen somit das wechseln von Festplatten im laufenden Betrieb zu. Das Netzteil wird im hinteren unteren Teil platziert. Vor dem Netzteil und am HDD-Käfig finden zusätzliche Lüfter Platz. Insgesamt können im Pantheon bis zu zehn Lüfter verbaut werden. Eine Sache die hier negativ auffällt, sind die ganzen Kabel, die bereits im Urzustand im Gehäuse "herumhängen" und versteckt werden müssen. Durch die große Anzahl der Anschlussmöglichkeiten benötigen Käufer hier später ein wenig Geduld um diese sauber zu verlegen.

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Technische Daten/Lieferumfang


Abmessungen (Herstellerangabe)206 x 543 x 500 (BxHxT)
Gewicht(Herstellerangabe)ca. 8,5 kg
MaterialStahl
Bauart - Mainboard-FormfaktorenATX, µATX, Mini-ITX
FrontanschlüsseLüftersteuerung
Lüfter LED an/aus
Reset-/Powerbutton
1x USB-3.0
2x USB-2.0
1x eSATA x1
Audio in/out
Lüfteranzahl4x HDD-Käfig (2x optional)
2x Seitenteile (2x optional)
2x Gehäusedeckel (2x optional)
1x Gehäuseboden (1x optional)
1x Gehäuserückseite
Laufwerksplätze Standardbelegung4x 5,25" extern
6 x 3,5" intern Hauptschacht
BesonderheitenStufenlose Lüftersteuerung
USB-3.0
Kabelmanagement
Tool-Less
Gewährleistung2 Jahre



Verarbeitung

Hier gibt sich Xigmatek zwar keine Blöße, doch an der ein oder anderen Stelle hätte man sich etwas mehr Qualität gewünscht. Besonders bemerkbar macht sich dies bei den Silberstreifen, welche sich über die Front und das Top ziehen. Diese sind einfach aufgeklebt und waren beim Testgehäuse an der ein oder anderen Stelle nicht mehr richtig mit der Front des Gehäuses verbunden, wodurch gleich auf den ersten Blick der Eindruck des "Pantheon" getrübt wurde. Die Tatsache, dass die Streifen gerade an der Vorder- und der Oberseite des Gehäuses aufgeklebt sind, ist natürlich ungünstig, weil genau hier oft hingeschaut wird. Neben diesem kleinen "Ausrutscher" ist auch die Qualität der HDD-Schlitten zu bemängeln. Ansonsten macht das Gehäuse durchweg einen guten Eindruck. Das Metall ist nicht zu dünn und der Kunststoff wirkt ebenfalls relativ massiv, wodurch Parallelen zum echten Pantheon durchaus angebraucht sind. Im Inneren waren alle Kanten sauber verarbeitet.

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