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AeroCool XPredator X3 Evil Black Edition

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Heute auf dem Prüfstand: Das XPredator X3 Evil Black Edition Gehäuse von Aerocool. Hierbei handelt es sich um eine Erweiterung der XPredator-Baureihe. Das zur "Performance Gaming System"-Serie gehörende Gehäuse fällt durch grelle Farbakzente und den aggressive Look auf. Inwiefern das Aerocool XPredator X3 unseren Ansprüchen in puncto Ausstattung, Benutzerfreundlichkeit und Verarbeitung genügt, werden wir in diesem Test feststellen.



Geliefert wird das XPredator X3 in einem stabilen Karton, der es gut vor Transportschäden schützen kann. Der Lieferumfang des XPredator X3 umfasst Schrauben, Kabelbinder, ein Handbuch, sowie einen Adapter um die externen USB-3.0-Anschlüsse auch mit Mainboards, die nur den USB-2.0-Standard unterstützen, nutzen zu können.


Das XPredator X3 bringt knapp 6,5 kg auf die Waage und kann somit auch bequem mit zur nächsten LAN-Party genommen werden. Der des Gehäuses besteht aus Stahl während die Frontpartie aus Hartplastik besteht. Die Abmessungen des XPredator X3 betragen 223 (B) x 527 (H) x 533 (T) mm und bewegen sich im gängigen Rahmen aktueller Midi-Tower-Gehäuse. Unterstützt werden dabei die gängigen Mainboard-Formate ATX, Micro-ATX und Mini-ATX. Die Möglichkeit übergroße Mainboards, wie beispielsweise das ASUS Maximus V Extreme, verbauen zu können gibt es nicht.


Dass das XPredator X3 auf das Gaming-Segment abzielt ist bereits auf den ersten Blick ersichtlich. Die gesamte Optik, die durch orangene Farbakzente auffällt, bedient sich der typischen Gaming-Case-Merkmale. Im linken Seitenteil befindet sich ein großes Fenster, das einen Blick auf die Hardware im Innenraum erlaubt. Der Deckel verfügt über Lüftungsklappen, die sich je nach benötigter Luftzufuhr per Schieberegler öffnen und schließen lassen.


Die Frontpartie wird durch die Verwendung von Mesh-Gitter geprägt. Selbst die Blenden der drei 5,25-Zoll-Schächte bestehen aus Mesh. Eine der drei Laufwerksblenden verfügt dabei über die Möglichkeit auch ein 3,5-Zoll-Laufwerk aufnehmen zu könnnen. Seitlich an der Front befinden sich Lüftungsschlitze sowie orange gefärbte Mesh-Gitter-Inlays.. Das I/O-Panel umfasst zwei USB 3.0-Ports und Audio-Buchsen. Des Weiteren wurde eine Zwei-Kanal-Lüftersteuerung integriert, die Lüfter zwischen 50 und 100 Prozent regeln kann. Die Lüftersteuerung kann maximal bis zu 50 Watt bereitstellen und ist damit in der Lage selbst eine Vielzahl von Lüftern regeln zu können. Im Deckel hat Aerocool übrigens ein Hot-Swap-Bay für SATA-Festplatten integriert, dass die Funktionalität weiter erhöht. Auf einen Reset-Knopf wurde allerdings verzichtet.


Betrachten wir nun das Interieur des XPredator X3. Zuerst müssen beide Seitenteile entfernt werden. Befestigt werden die Seitenteile mit den gängigen Thumbscrews, sodass sich das Gehäuse schnell und werkzeuglos öffnen lässt. Die Optik des Innenraums orientiert sich am Exterieur des Gehäuses und besitzt eine orange-schwarze Lackierung. Im Mainboard-Tray befindet sich der inzwischen gängige Ausschnitt um den aufwändige Prozessorkühler de-/montieren zu können ohne gleich das gesamte System auseinander bauen zu müssen.


Intern können insgesamt acht 2,5/3,5-Zoll-Laufwerke untergebracht werden. Die Laufwerke werden auf orangenen Schlitten verschraubt, die dann in den Festplattenkäfig eingeschoben werden können. Festplatten im 3,5-Zoll-Format werden einfach seitlich im Schlitten eingeclippt. Aufgrund kleiner Gummiringen um die Clips herum wird so auch die Festplatte vom Rest des Gehäuses entkoppelt. Die 2,5-Zoll-Laufwerke müssen dagegen mit herkömmlichen Schrauben montiert werden. Damit sich ein 2,5-Zoll-Laufwerk verschrauben lässt, muss einer der Halteclips entfernt werden.


Aerocool hat dem XPredator X3 zwei Lüfter spendiert. Hierbei handelt es sich um einen riesigen, orange beleuchteten, 200-mm-Lüfter hinter der Frontblende und um einen 140-mm-Lüfter an der Rückwand des Gehäuses. Der große Frontlüfter wurde mit einem Staubfilter ausgestattet, sodass kein Schmutz ins Innere des XPredator X3 gelangen kann. Optional können sieben weitere Lüfter installiert werden. Im Deckel finden zwei 120-/140-mm-Lüfter Platz. Alternativ kann auch ein Dual-Radiator für Wasserkühlungen installiert werden. Das linke Seitenteil bietet des Weiteren die Möglichkeit zwei weitere 120-/140-mm-Lüfter aufzunehmen. Der Festplattenkäfig bietet zwar zwei weitere Lüfterplätze, allerdings nur für 120-mm-Lüfter. Der letzte verbliebene Lüfterplatz befindet sich auf dem Boden, besitzt einen Staubfilter und ist für 120-/140-mm-Lüfter geeignet.


Das Aerocool XPredator X3 bietet Platz für acht Erweiterungskarten. Die Blenden bestehen aus orangefarbenem, gelochten Stahl und werden mit schwarzen Thumbscrews fixiert. Die Thumbscrews sind dabei in der Lage selbst schwere Grafikkarten sicher in ihrer Position zu halten. Insgesamt ist Platz für Grafikkarten mit einer Länge von bis zu 310 mm vorhanden.


Das Netzteil wird auf dem Gehäuseboden platziert. Genauer gesagt wird das Netzteil am hinteren Ende auf zwei Puffern installiert, die es vom Boden entkoppeln sollen. Vorne wird es quasi schwebend mit der Gehäuserückseite verschraubt. Eine weitere Entkopplungsmaßnahme ist der mit Filz umrandete Ausschnitt in der Rückwand. Ein Ausschnitt im Gehäuseboden, der mit einem Staubfilter ausgestattet ist, ermöglicht es dem Netzteil frische Luft anzusaugen. Der Staubfilter ist wie eine Schublade konstruiert und kann dadurch leicht gereinigt werden.


Das Aerocool XPredator X3 verfügt des Weiteren auch über ein Kabelmanagementsystemt. Insgesamt befinden sich sieben, mit Gummiabdeckungen versehene, Kabeldurchführungen im Mainboard-Tray. Der Platz hinter dem Tray ist mit knapp 1,5 cm allerdings etwas spartanisch dimensioniert. Möchte man nicht allzu viele Kabel hinter dem Mainboard-Tray verlegen, ist es aber gerade noch in Ordnung.


Technische Daten

Aerocool XPredator X3 Evil Black Edition
Abmessungen223 (B) x 527 (H) x 533 mm (T)
Gewicht6,5 kg
Mainboard-FormfaktorenATX, Micro-ATX, Mini-ITX
MaterialStahl, Kunststofffront
Kabelraum hinter dem Mainboard-Tray15 mm
Max. Bauhöhe CPU-Kühler185 mm
max. Erweiterungskartenlänge310 mm
Slots für Erweiterungskarten8
Frontanschlüsse2x USB 3.0
Front Audio (In/Out)
2,5-Zoll-SATA-Hot-Swap-Bay
Lüfter1x 200 mm (beleuchtet,vorinstalliert)
1x 140 mm (Rückseite, vorinstalliert)
2x 120/140 mm (Deckel, optional)
1x 120/140 mm (Boden, optional)
2x 120/140 mm (Seitenteil, optional)
Laufwerke3x 5,25 Zoll (extern, 1x 3,5 Zoll mit Adapterblende)
8x 2,5/3,5 Zoll (intern)
BesonderheitenIntegrierte Zwei-Kanal-Lüftersteuerung mit 50 Watt




Verarbeitung

Bei der Verarbeitung des XPredator X3 gibt keine großartigen Mänger. Die Verarbeitung des Exterieurs ist ebenso wie die des gut gelungen.. Das gesamte Chassis macht einen stabilen Eindruck. Die Seitenwände sind allerdings etwas dünn geraten, sodass sie nicht ganz so verwindungssteif sind, wie wir es uns gewünscht hätten. Die Pulverung und Lackierung des Chassis ist dagegen wieder auf einem hohen Niveau. Scharfe Kanten oder sonstige Auffälligkeiten haben wir nicht feststellen können.
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