- Review

HANNspree 12 Zoll Ultra-Mobile HANNsbook

Klein aber fein?

Seite 3: Betrieb und Ergonomie

Im Betrieb setzt das Sub-Notebook den guten Eindruck fort, wobei besonders das geringe Gewicht und die gute Usability dazu beitragen. Besonders für Vielschreiber ist der kleine Kraftzwerg durchaus interessant, da die Tastatur aufgrund ihrer erfreulich großen Tasten sowie des guten Tastenabstandes einen hervorragenden Schreibkomfort bietet.

Das breite Touch-Panel lässt sich ohne Mühe verwenden, wobei man bei der Nutzung keinen Druck ausüben sollte, um eine optimale Mausnutzung zu ermöglichen. Dank der kaum sichtbaren aber doch sehr gut fühlbaren Ränder lässt es sich sogar bei Dunkelheit intuitiv verwenden.


     
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Sobald das Touch-Panel einmal nicht benötigt wird, lässt sich dieses mit einem schnellen Tastendruck deaktivieren und auf Wunsch wieder aktivieren. Einzig die fehlende Scrollfunktion im Touch-Panel vermissten wir schmerzlich, da so das Scrollen in langen Dokumenten deutlich umständlicher wird. Dieses Feature lassen jedoch viele Netbooks und Sub-Notebooks vermissen.

Der bereits beschriebene Tastenanschlag ist durchweg gut und man spürt beim Tippen deutlich den Druckpunkt der Tasten, wobei nach einiger Eingewöhnungszeit auch ein sehr schnelles Tippen problemlos möglich ist. Somit ist die Tastatur auch für Vielschreiber gut im Handling. Auch der Abstand der Tasten ist gut gewählt und ohne umständliche Zwischenräume. Störend ist hier lediglich der unterschiedliche Klang der Tasten, der besonders bei den Pfeiltasten bei unserem Test-Sample einen deutlich höheren Ton produziert.


   
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Auch in puncto Leistung finden sich wenige Kritikpunkte. Natürlich merkt man schnell, dass man nicht vor einem Desktop-PC oder einem leistungsstarken Notebook sitzt, doch trotzdessen ist die gebotene Leistung für die kompakten Abmaße als sehr gut einzustufen.


   
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Besonders positiv wirken sich dabei die bereits von Haus aus verbauten 2 GB Arbeitsspeicher sowie der sparsame DualCore-Prozessor mit 1,30 Ghz von Intel aus. Dabei wird das Sub-Notebook auch nach längerer Nutzungsdauer nicht unangenehm laut oder zu warm, womit es bequem auch auf dem Schoß zur Arbeit verwendet werden kann - ein Plus vor allem im Vergleich zu manch größerem und deutlich hitzigeren und lauteren Artgenossen. Völlig geräuschlos ist jedoch auch das HANNsbook nicht, da es je nach Last / Wärme die integrierte Kühlung hochfährt. Doch auch hier liegt zwar die Bewertung sicherlich im Ohre des Nutzers, als laut oder gar störend würden wir dieses nicht einstufen.

Abseits der Nutzung im Office-Bereich überzeugte uns das Sub-Notebook auch bei der Wiedergabe von Multimedia-Inhalten. Die im Gerät verbauten Lautsprecher bieten einen passablen Klang, der jedoch besonders bei Höhen stark zum blechernen Klangerlebnis wird. Durch manuelles Justieren der Soundwiedergabe kann man dem zwar etwas entgegenwirken, in ernsthafte Konkurrenz zu guten In-Ear Kopfhörern oder qualitativ hochwertigen Soundsysteme treten die verbauten Lautsprecher jedoch nicht.

Neben normalem SD-Material können auch problemlos HD-Inhalte wiedergegeben werden. Der verbaute GMA4500HD leistet hier sehr gute Arbeit und lässt somit auch das Betrachten von Filmen auf dem Sub-Notebook zu.


     
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Als sehr störend empfanden wir in unserem Test die bereits von Haus aus installierte Norton Security-Suite, da diese den Nutzer sehr penetrant zur Registrierung des Produktes auffordert. Einen Button zum Schließen der Maske sucht der Nutzer vorerst vergebens, da dieser sich erst nach dreimalig "falscher" Eingabe in Form eines kleinen Text-Hinweises zur späteren Erinnerung zeigt. Sicherlich ist dies kein Nachteil des Sub-Notebooks selbst, doch eine solch hartnäckige Nachfrage seitens einer vorinstallierten Software ist besonders für Laien und Gelegenheitsnutzer ein kaum zu überwindendes Hindernis.

Eine der wichtigsten Kriterien bei jedem mobilen Begleiter ist natürlich die Laufzeit. Das SN12E24B schaffte es dabei in unserem Test auf knapp über drei Stunden im 3D-/Last-Betrieb (gemessen mit BatteryEater 2.70 / Standard-Einstellungen) und im normalen Office-Betrieb auf ca. sechs Stunden. Die Display-Helligkeit wurde dabei nicht reduziert und auch WLAN blieb aktiv, um das eigentliche Testergebnis nicht zu verfälschen. Auf die genaue Anzahl von Minuten verzichten wir in unserem Review, da in mehreren Testläufen im Last und Office Betrieb die entsprechenden Lautzeiten um einige Minuten variierten. Auch führten wir zusätzlich von Programmen unabhängige Laufzeitmessungen durch, welche die Werte jedoch ebenfalls untermauern konnten.

Sollte der Akku einmal leer sein, lässt sich dieser mit dem im Lieferumfang beiliegenden Netzteil relativ zügig wieder aufladen. Dabei sollte man jedoch wie bei vielen externen Netzteilen dieses eher meiden beim Ladevorgang, da es zum Teil unangenehm warm/heiß werden kann. Etwas ärgerlich ist ebenfalls, dass der Nutzer nur bei geöffnetem Deckel den Ladestatus einsehen kann, dies hätte HANNspree sicherlich etwas schöner lösen können. Ebenfalls enttäuschend ist die mitgelieferte Tasche, da diese gerade einmal ausreichend Platz für das Sub-Notebook selbst sowie einige Papiere aufweist. Das externe Netzteil oder gar eine optionale Maus lassen sich hier nicht verstauen. Auf die Wertung selbst möchten wir aufgrund der Tasche jedoch nicht Einfluss nehmen, da sie ihre Arbeit grundlegend gut erledigt und manch andere Hersteller bei solch einer Beigabe sparen.

Das Display konnte uns in unserem Test mit einem guten Kontrast und einer satten Farbwiedergabe überzeugen, wobei auch störende Schlieren bei der Wiedergabe von Videos nicht unangenehm auffielen. Auch im Außeneinsatz konnten wir die Anzeige trotz leichter Spiegelung sehr gut erkennen, wodurch dem Einsatz beim nächsten Freiluft-Aufenthalt nichts im Wege stehen sollte.

Sollte man das Sub-Notebook mit einer neuen Festplatte oder anderem / neuem Arbeitsspeicher ausstatten wollen, muss man bedauerlicherweise auf die gegebenenfalls noch vorhandene Garantie seitens des Herstellers verzichten, da diese beim Öffnen der im Boden eingelassenen Klappen erlischt. Warnen tut der Hersteller hier mit entsprechenden Aufklebern über jeweils einer der zu entfernenden Schrauben.


 
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Etwas schmunzeln ließen uns die beiliegende Recovery-DVD mit dem entsprechend angepassten Windows 7 Home Premium, da dem Nutzer diese ohne ein externes DVD-Laufwerk nicht viel nützt im Ernstfall, sowie die in der Tasche vernähten Haltegriffe, welche ein Verschließen der Tasche effektiv verhindern.

Empfehlenswerter wäre hier für zukünftige Produkte sicherlich die Nutzung eines alternativen Mediums in Form eines USB Sticks. Auf der zweiten Partition des Sub-Notebooks findet sich jedoch ein Backup-Verzeichnis zur einfachen Wiederherstellung, insofern die verbaute Festplatte noch ansprechbar ist im Worst-Case.
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