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Battlefield 4

Schlacht Deluxe

Seite 1: Battlefield 4

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EA schickt die Spieler mit Battlefield 4 in die nächste Runde. Der Titel soll einiges besser machen als der Vorgänger, insbesondere bei der Kampagne. Hier hat man bei DICE bereits im Vorfeld Besserung versprochen, um auch abseits vom Server für spannende Spielstunden zu sorgen. Dabei soll der Multiplayer-Modus natürlich nicht zu kurz kommen und die Fans mit neuem Material für spannende, digitale Schlachten versorgen. Wie DICE das gelungen ist zeigen wir im folgenden Test.

Es ist bereits das zweite Mal das Electronic Arts Battlefield zeitgleich mit Activisions Call of Duty in ein Kopf-an-Kopf-Rennen schickt. Im vierten Teil der Serie will man einiges besser machen, so hat das zuständige Entwicklerstudio DICE bereits im Vorfeld deutliche Besserung bei der Kampagne versprochen, um Battlefield 4 (BF4) zu mehr als nur einem Mutiplayer-Titel zu machen. Zurückblickend auf die doch ernüchternde Vorstellung in Battlefield 3 ist das auch wirklich wichtig, denn abseits vom Multiplayer-Server hat man hier nicht wirklich viel bieten können.

Kampagne - Besser aber noch lange nicht gut!

Jeder kennt diese Tage an denen einfach alles schief läuft. Einen solchen Tag erleben auch die Protagonisten zum Auftakt der Geschichte von BF4, bei dem Sergeant Recker, Irish, Dunn und Pac in den Straßen von Baku auf der Suche nach militärisch wichtigen Informationen in einen Hinterhalt geraten. Bei der riskanten Flucht auf eine Großbaustelle sollen die Soldaten von einem Hubschrauber vom Dach eines Rohbaus aus der Gefahrenzone geflogen werden, doch wie sich die Situation so entwickelt wird dieser abgeschossen. Ab hier wird es auch nicht besser, denn kurzer Hand später gesellt sich zu den feindlichen Truppen ein schwer bewaffneter Havoc-Helikopter, der den Soldaten das Leben weiter schwer macht und das Gebäude mitsamt den Protagonisten zum Einsturz bringt. Dabei wird unglücklicherweise Sgt. Dunn verletzt, der halb unter den Trümmern begraben sein Bein verliert. Noch in letzter Sekunde können sich die Soldaten mit einem beschlagnahmten Jeep aus der Gefahrenzone fliehen. Während aus dem Radio beruhigend Bonnie Tyler mit „Total Eclipse of the Heart“ dröhnt, rasen die Soldaten die Küste entlang, um schnellstens aus der Gefahrenzone zu entkommen. Leider hat ihr neu gewonnener Freund im Havoc das nicht übersehen, womit es recht heiß daher geht, bis der Jeep nach einem Ausweichmanöver in die Fluten stürzt und das Tombstone Squad zu einer schweren Entscheidung zwingt – was für ein Tag!

Das ist eigentlich ein bombastischer Auftakt den sich DICE für BF4 ausgedacht hat, damit erfinden die Entwickler das Rad zwar nicht neu, doch zusammen mit der grafischen Inszenierung und der hervorragenden Soundkulisse macht das definitiv Lust auf mehr. Doch dann, wie soll es denn auch anders sein, bedient man sich einem Klischee nach dem anderen. Hierbei dürfen auch die allseits beliebten Vorzeigebösewichte China und Russland nicht fehlen – „Go USA! …“. Dabei verschlägt es Sgt. Recker und das um den Squadleader Sgt. Dunn geschrumpfte Tombstone Squad in verschiedene Kanten Asiens, wo man sich gegen die gesichtslosen Truppen des abtrünnigen Generals Chang in unzähligen Feuergefechten stellen muss. Diese agieren dabei meist nicht besonders intelligent und sind eher als wiederkehrendes „Kanonenfutter“ zu bezeichnen, dafür aber en masse vorhanden. Um gegen diese in oftmals heiklen Situationen bestehen zu können, bietet die Kampagne einige taktische Mittel. Neben dem Fernglas, mit dem Feinde aufgespürt und markiert werden können, muss der Spieler mit seinem Squad interagieren. Dieses verrichtet natürlich auch selbstständig seinen Dienst, wodurch man nicht ständig den Babysitter spielen muss, allerdings sehr ineffizient und ohne große Rückendeckung für unseren Protagonisten Sgt. Recker. Hierfür kommt die in Battlefield allseits bekannte „Q-Taste“ zum Einsatz, mit der für das Squad Angriffspunkte (mehrere Gegner) markiert werden können. Damit bringt man, besonders im späteren Verlauf der Kampagne, mehr Kontrolle in das Geschehen auf dem Schlachtfeld und hält sich den Rücken frei, um gegen die Truppen vorzugehen.

Darüber hinaus hat DICE in den Missionen Waffen- und Gadgetboxen verteilt, mit denen die Bewaffnung an die aktuelle Situation angepasst werden kann. Neben verschiedenen Schusswaffen gehören hier auch eine große Auswahl an Panzer-, Flug- und Personenabwehr „Gadgets“ zum guten Ton. Im späteren Verlauf der Geschichte lockert DICE zudem das Spielgeschehen immer wieder mit verschiedenen Fahrzeug- und Supportpassagen auf. Darunter findet sich neben dem altbekannten Einsatz im Panzer beispielsweise auch der Kampf zu Wasser im vollbewaffneten Speedboot.

Die Kampagne bringt den Spieler neben Baku auch in die Metropole Shanghai, auf die Flugzeugträger der siebten US-Flotte, den Flughafen von Singapur, einem geheimen Gefängnis im Kunlun-Gebirge, die Oasen-Stadt Kashgar und den Suez-Kanal. Dabei ist die Geschichte der Kampagne leider wieder recht dünn geworden, wenn auch besser als die des Vorgängers BF3. Als einen ernsthaften Einzelspielertitel kann man BF4 damit aber nicht sehen, denn bereits nach 3 Stunden 45 Minuten Spielzeit haben wir die Credits gesehen.

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