- Review

Kurztest: MySecurityCenter OnlineBackup

Kurztest

Einleitung

vorschau MSC online 2 


Die Firma MySecurityCenter gehört zur Europe Capital Limited (ECL) Gruppe, welche sich auf OEM-Software und Afiiliate-Programme spezialisiert hat, beliefert Firmen wie Medion, Gericom, EA Games, Creative Labs, Targa und andere. Nun möchte man aber auch den Retail-Markt mit seiner Software erobern und hat sich hierfür - wie der Firmenname schon impliziert - den Bereich der PC-Sicherheit im weitesten Sinne für den Anfang ausgesucht.

Allgemeines

Mit dem Online Backup möchte MySecurityCenter dem Käufer einen von seinem Rechner unabhängigen Speicherplatz zur Verfügung stellen, auf dem er seine wertvollen Daten sicher ablegen kann. Hierfür werden die Daten mittels einer Leitung die mit 256-bit AES verschlüsselt ist an ein "Hochsicherheits-Rechenzentrum mit allen Einrichtungen für den hochverfügbaren Betrieb" verschickt und dort gespeichert. Vor der Übertragung werden sie, so das Versprechen, auf dem eigenen Rechner verlustfrei komprimiert um die 4GB-Speicherplatz optimal ausnutzen zu können. Laut einer Pressemitteilung von MySecurityCenter soll es neben der auf der Homepage befindlichen kostenlosen Version mit 2GB und der 79,99€ teuren mit unbegrenztem Online-Speicher auch noch Variante mit 4GB für 29,99€ geben. Die Preise verstehen sich als Nutzungsgebühr für ein Jahr, danach wird Preis erneut für wiederum 12 Monate fällig wenn nicht spätestens sieben Tage vor Ablauf des Jahres gekündigt wird.

Installation

MySecurityCenter hat uns die kostenlose Basis-Version des OnlineBackup zukommen lassen, welche über 2GB Speicherplatz verfügt. Die Installation geht problemlos von statten und enthält die üblichen optinalen Features zur Auswahl von Speicherort und Desktop-Symbolen bzw. Programmgruppen. Allerdings gibt die Lizenzvereinbarung den ersten Anlass stutzig zu werden: Unter Punkt 9 wird erklärt, dass MySecurityCenter sämtliche Kundendaten inkl. Bank- und Kreditkartendaten sammeln und auch an Dritte weitergeben wird, um - neben sicherlich verständlichen Dingen wie Paketversand, Bestellabwicklung u.ä. - auch Datenanalyse und Absatzförderung ergo Werbung zu betreiben. Zwar untersagt sich MySecurityCenter vordergründig eine andere Weitergabe von Daten, schränkt dies aber auch gleich wieder ein in dem erklärt wird, dass es seine Datenschutzrichtlinien jederzeit ändern kann. Zusammen damit, dass kurz zuvor in Punkt 5 jedliche Haftung für irgendeine Funktionsfähigkeit des Produktes ausgeschlossen wurde, macht man doch nur sehr zögerlich einen Hacken für die Zustimmung zu den AGBs.

       
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Inbetriebnahme

Um das Programm nutzen zu können, muss man sich bei MySecurityCenter für ein Konto registrieren. Hierzu klickt man im Programm auf den entsprechenden Button und wird auf die Homepage des Herstellers umgeleitet. Dort muss man seine Mailadresse angeben und erhält eine Email mit Passwort und Aktivierungslink innerhalb weniger Minuten zugesandt. Nach dem man diesem Link gefolgt ist, kann man sich mittels des Passworts in sein erstelltes Kundenkonto einloggen, wobei man sich vorher mindestens mit vollem Namen, Geschlecht und Herkunftsland registrieren muss. Dort hat man zum einen die Möglichkeit weitere Produkte zu erwerben und kann zum anderen auch auf den Support zugreifen. Erst nach der Registrierung können unter "persönliche Einstellungen ändern" Passwort und der Status von Newsletter-Abonnements geändert werden. Die komplette Prozedur, auch bei späteren Logins, wird von MySecurityCenter über eine unverschlüsselte Internetverbindung abgewickelt, was für eine Firma die eine Produkt zur sicheren Online-Datensicherung vertreibt inakzeptabel ist.

   
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Betrieb

 
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Der Betrieb des Programmes gestaltet sich problemlos und die Oberfläche ist selbsterklärend. Man kann entweder in der - standardmäßig aktivierten - erweiterten Ansicht direkt einzelne Ordner zur Sicherung auswählen oder in der einfachen Ansicht die Standard-Ordner sichern lassen. Die Möglichkeit automatischer Backups ist gegeben. Lästig bei der Erstellung von Backups ist, dass OnlineBackup keinerlei Abgleich zwischen den Dateien lokal und im Netz durchführt. So werden bei jedem Backup immer alle Dateien gesichert ohne darauf Rücksicht zu nehmen, ob sie bereits online vorhanden sind und so füllt sich der Speicherplatz viel schneller als man eigentlich erwarten würde.

   
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Die Wiederherstellung ist ebenfalls einfach. Es kann entweder das letzte Backup komplett heruntergeladen oder aber auch aus allen Backups eine spezielle Datei ausgewählt und zurückgespielt werden. Der Zielort ist hierbei frei wählbar. Eine bloße Löschung von Backups ist nicht möglich. Dies ist aus zwei Gesichtspunkten lästig, denn zum einen kann man so keinen Speicherplatz selektiv freiräumen und zum anderen auch nicht bewusst Daten löschen die gelöscht werden sollen - z.B. wenn man die jährlichen Abokosten nicht mehr aufbringen und OnlineBackup kündigen will. Bei unserer kostenlosen Variante scheint dies sogar gänzlich unmöglich zu sein.

 
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Weiterhin ist zu bemängeln, dass sich die Software auf unserem Rechner mit Boardmitteln nur teilweise deinstallieren lies. Selbst nach entfernen aller entsprechenden Programme mittels der Systemsteuerung, verblieb immer noch ein kleiner Erinnerungsprogramm das nach dem Systemstart zur Eingabe der Emailadresse aufforderte und sich erst durch löschen aller Registryeinträge zum verstummen bringen lies.

Die Geschwindigkeit der Datenverarbeitung wurde keiner Überprüfung unterzogen, da diese zu sehr von den Gegebenheiten des einzelnen Rechner und seiner Internetverbindung abhängig ist.

Zusammenfassung

Insgesamt hinterlässt OnlineBackup von MySecurityCenter keinen sehr guten Eindruck. Die Software arbeitet zwar stabil und die Bedienung ist einfach, aber insgesamt hat die ganze Idee mit zu vielen Problemen zu kämpfen: OnlineBackup ist zwar elegant, aber durch die fehlende Löschfunktion nur von geringer Praktikabilität. Weiterhin ist das ganze Angebot wenn schon nicht durch die erwähnten Punkte in den AGBs, dann zumindest durch die fehlende Verschlüsselung außerhab des Programmes nicht das, was man sich als normaler Nutzer unter einer Lösung versteht, der man Daten mit höherer Sensibilität als Urlaubsfotos anvertrauen kann.

Hinzu kommt, dass viele DSL-Provider und Mail-Anbieter einen Online-Speicherplatz anbieten, dessen potentielle Sicherheit und Kapazität vielleicht nicht an die von OnlineBackup heranreicht, dafür aber überall verfügbar, nicht an eine proprietäre Software gebunden und meist auch ohne Zusatzkosten ist. Für große Mengen an Daten, wie sie bei der Version mit unbegrenztem Speicherplatz wohl zwangsläufig eingeplant sind, halten wir eine Lösung mit Speicher im Internet durch die augenblicklich immer noch vorhandenen Bandbreitenbeschränkungen vielerorts ohnehin für nicht brauchbar.
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03.09.2009   09:13 Uhr
#1 Kronberg
Hallo,

ich habe dieses Programm anscheinend auf meinem Rechner, ohne zu wissen, wie ich da dran gekommen bin. Jedenfalls werde ich bei jedem Neustart zur Registrierung aufgefordert, was ausgesprochen lästig ist. Es wäre sehr nett, wenn Sie mir mitteilen könnten, welche Registrierungseinträge ich löschen muß und mit welchem Namen sich das Programm tarnt.

Mit bestem Dank im Voraus

K.
03.09.2009   10:09 Uhr
Wirkliche Lösung bot auf unserem Testrechner nur die komplette Neuinstallation von Windows.

Man kann es mit dem kostenlosen Tool RevoUninstaller unter Verwendung der "schärfsten" Einstellungen versuchen. Sollte das nicht zum gewünschten Erfolg führen, kann man mit Programmen wie Spybot die Einträge im Autostart bearbeiten und so zwar nicht das eigentliche Problem lösen, aber evtl. das Symptom kurieren.

ABER: Wie kann ein Programm ohne Wissen des Anwenders auf einen Rechner kommen?

Handelt es sich um einen Komplett-PC bei dem es vielleicht vorinstalliert war? In diesem Fall wird eine Neuinstallation mit dem Recovery-Medium nichts bringen --> von dort wird das Programm wieder installiert. Hier sollten Sie sich an den Verkäufer wenden und eine Lösung des Problems im Rahmen des durch ihn zu leistenden Windows-Support bzw. ein unverseuchtes Recovery-Medium anfordern.

Sollte das Problem ohne erkennbaren Zusammenhang mit dem PC-Hersteller o.ä. aus heiterem Himmel aufgetaucht und eine Installation durch einen anderen Nutzer ausgeschlossen sein, dann würde ich ein Sicherheitsproblem auf dem PC vermuten! Hierbei würde ich empfehlen wie folgt vorzugehen und zwar auch, wenn ein Virenscanner oder HiJackThis oder Spybot nichts finden:

  • Alle Daten sichern, idealerweise auf eine externe Festplatte
  • Auf einem zweiten sicher virenfreien Rechner einen Virenscanner (so kein gekaufter vorhanden --> ich verwende GDATA, zwar nicht kostenlos aber ausgesprochen gut und scannt auch alle E-Mails [was viele kostenfreie nicht tun]. Kostenlose und gute Alternative: AntiVir) und Spybot (s.o.) herunterladen und auf CD brennen.
  • Komplette Festplatte mehrfach in verschiedenen Dateisystemen formatieren, am besten von einer Linux-LiveCD wie GParted aus --> als letztes unbedingt ein Win-Format (am besten FAT32) verwenden, sonst klappt die Win-Installation natürlich nicht. KEINE "Schnellformatierung"
  • Festplatte mittels des Windows-Installationstool partitionieren und nochmals formatieren
  • Windows neuinstallieren. Danach als erstes Virenscanner und Spybot installieren, dann alle Treiber von CD.
  • Sobald Internetverbindung besteht alle Updates von Microsoft herunterladen
  • Alle benötigten Programme installieren --> auch hier wann immer möglich die neuesten Versionen herunterladen.
  • Vor dem Zurückspielen der gesicherten Daten diese sowohl mit dem Virenscanner als auch mit Spybot scannen (am besten mehrfach!). Man kann die Sicherheit erhöhen in dem man noch zusätzlich zu einem "Onlinevirenscanner" wie Panda Active Scan (nicht kirre machen lassen: Der findet immer ein paar Cookies als "Bedrohung) oder TrendMicro Housecall greift.

Sollten noch weitere Rechner mit dem fraglich infizierten in einem Netzwerk oder sonstiger Verbindung stehen, dann sollte man diese auch zumindest sehr gründlich mit HiJack This, Virenscanner (auch online!) und Spybot o.ä. untersuchen. Weiterhin besteht die Möglichkeit eines infizierten Routers (um dies zu beheben sollte man den Router auf die Werkseinstellungen zurücksetzen, vom Provider neue Zugangsdaten anfordern und nur mit diesen wieder Online gehen. Ferner benötigt man unbedingt ein sicheres Passwort für den Router). Sichere Passwörter und das wechseln der selben sind natürlich für alle Anwendungen Pflicht!! Diese kann man sich mit einem Key-Generator (wie z.B. KeePass) besorgen.

Grüße
22.10.2010   14:14 Uhr
#3 hhm-7
ACHTUNG Abzocke - habe nie etwas bei dieser Firma gekauft (vielleicht irgendwo als OEM vorinstalliert und gar nicht zur Kenntnis genommen ?) und bekomme im Okt 2010 unter Bezug auf angebl. Kauf von Feb 2006 eine Abonnementsverlängerung berechnet - 29.90 Euro. Wird natürlich nicht bezahlt, macht aber Ärger - in jedem Fall scheint das eine unseriöse Abzovke.
22.10.2010   14:16 Uhr
Halt uns mal bitte auf dem laufenden
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