Test Aktiv-Miniboxen XTZ Tune 4 und Klangtest XTZ Tune 4 - XTZ Sub 8.17

Schwedisches Dream-Team

Test Aktiv-Miniboxen XTZ Tune 4 und Klangtest XTZ Tune 4 - XTZ Sub 8.17

Es zeugt von gehobenem Selbstbewusstsein, wenn eine Firma wie das schwedische Audio-Unternehmen XTZ eine Vertretung in Deutschland mit angeschlossenem Direktvertrieb eröffnet. Dass dieses Selbstbewusstsein begründet ist, machten die XTZ-Produkte den Technic3D-Testern bereits beim Auspacken deutlich. Wie schon beim Test des XTZ-Subwoofers „Sub 8.17“ kamen mit den kleinen Aktivboxen „Tune 4“ Lautsprecher aus dem Paket, die zusammen mit dem kompletten Zubehör optisch und haptisch spontan zu gefallen wussten.

Lauscht man nach Aufstellung und klanglicher Einrichtung der Schweden-Böxchen den ersten Tönen seiner musikalischen Favoriten, wird aus der anfänglichen Sympathie schnell Freundschaft und danach vielleicht sogar echte Liebe. Doch davon später mehr.

Die XTZ Tune 4 wird über den deutschen Direktvertrieb gegenwärtig für circa 480 Euro (plus Versandkosten) angeboten. Damit tritt sie in Konkurrenz zu etablierten Aktiv-Systemen wie zum Beispiel einer Nubert nuPro A 100, die in einer ähnlichen Preisgruppe beheimatet ist.


Gestaltung und Verarbeitung

Mit Abmessungen von 140 x 252 x 180 (BxHxT in mm) wirken die in Weiß oder Schwarz erhältlichen Tune 4 Boxen schon fast zierlich.


Um beim Schreibtischeinsatz Direktschall zu ermöglichen, fällt die Standfläche nach hinten etwas ab, sodass die Schallwand leicht nach oben gerichtet ist. Der hintere der drei Standfüße lässt sich durch einen höheren, gummierten Schraubfuß ersetzten, wodurch sich die Schallwand dann waagerechter ausrichtet. Allerdings wird durch den höheren Hinterfuß die Standfestigkeit der Box negativ beeinflusst.

Die Standfüße der Box

Die seidenmatte Schleiflackoberfläche des stabilen MDF-Gehäuses stellte sich dagegen hervorragend ausgeführt vor und führt zusammen mit der übrigen Verarbeitungsqualität zu einem ausgezeichneten optischen und haptischen Gesamteindruck. Eine direkte Wandbefestigung scheidet durch die nach hinten gerichtete Bassreflexöffnung aus.

Alle Anschlusskomponenten sind solide und praxisgerecht ausgeführt. Das beiliegende, üppig dimensionierte Lautsprecherkabel wurde mit hochwertigen Bananensteckern konfektioniert und hinterlässt einen sehr wertigen Eindruck.

Auf einen Lautsprecherschutz-Rahmen hat XTZ offensichtlich bewusst verzichtet, da der Hochtöner über einen integrierten Eigenschutz gegen Beschädigungen verfügt und nach leichtem Eindrücken wieder unbeschädigt in seine ursprüngliche Form zurückfindet. Der Tief-Mitteltöner besitzt eine solche Schutzfunktion allerdings nicht.

Ein kleines Highlight stellt die aus Aluminium gefertigte Fernbedienung dar, welche sich ausgesprochen hochwertig zeigt und sehr definierte Druckpunkte bereitstellt. Ein kleiner Minuspunkt: Im Test verblasste die hintere Beschriftung bei normalem Gebrauch sehr schnell.

Hochwertig ausgeführt: Die Aluminium-Fernbedienung


Technisches Konzept, Ausstattung und Funktionalität

Das XTZ Tune 4 System besteht aus zwei Stereoboxen, welche in 2-Wege-Bassreflextechnik ausgeführt sind. Die schlitzförmigen Bassreflexöffnungen strahlen dabei jeweils nach hinten ab. Eine der beiden Boxen arbeitet als „Master“ und die andere als „Slave“. In der „Masterbox“ werkelt ein Class D Stereoverstärker mit einer RMS-Leistung von 2 x 50 Watt. Da die Slave-Box ohne eigenen Verstärker arbeitet, versorgt sie der interne Masterbox-Verstärker mit der nötigen Signal-Power. Dies geschieht über ein mit 4 mm-Steckern (Bananas) konfektioniertes Lautsprecherkabel, welches der Lieferung beiliegt. Der Anschluss wird über kleine Polklemmen auf der Rückseite der beiden Boxen getätigt, welche die Bananas problemlos aufnehmen.

Die Lautsprecher-Verbindung an der Masterbox

Die Aufteilung der Frequenzbereiche für Tief-Mitteltöner und Hochtöner übernehmen passive Frequenzweichen in jeder Box separat.

Ein Blick ins Innere: Die Platine mit den Bauteilen der Frequenzweiche

Ein laststabiles Schaltnetzteil, ebenfalls in der Masterbox untergebracht, sorgt für Saft und Kraft. Weiterhin in der Masterbox integriert ist das Bluetooth-Modul, welches die entsprechenden Signale kabellos (etwa vom Smartphone) empfängt, decodiert und an den Verstärker weiterleitet. Dieses Modul unterstützt die zeitgemäße aptX-Technologie, welche Übertragungen annähernd in CD-Qualität zulässt. Im Test funktionierte der Bluetooth-Betrieb tadellos über freie Entfernungen zumindest bis 8 Metern.

Huckepack: Das Schaltnetzteil (oben) und die Verstärkerelektronik sind an der Innenseite der Anschlussplatte montiert

Logischerweise sind auch der Netzanschluss und die entsprechenden Buchsen der Signalquellen auf der Anschlussplatte der Masterbox zu finden. Die Ausstattung mit Bluetooth, einem Analog- und einem optischen Digitaleingang sowie einem Subwoofer-Ausgang und einem USB-Ladeanschluss ist mit einem Blick auf den Preis wahrlich nicht schlecht. HiFi-Fans alter Schule würden sich aber sicherlich über ein bis zwei weitere Analog-Eingänge (z.B. für CD-Player und Plattenspieler) freuen.
Die Rückseiten von Slave (R) und Masterbox (L)

Die Steuerung der wesentlichen Systemfunktionen wie Ein/Aus, Stummschaltung, Quellenwahl, Lautstärkeeinstellung oder Bluetooth-Kopplung nimmt der User ausschließlich über die handliche Fernbedienung vor. Wenn auch der jeweils aktive Signaleingang durch eine mehrfarbig aufleuchtende LED im Sichtfenster der Masterbox angezeigt wird, so hat der Bediener jedoch keine optische oder haptische Kontrolle über die eingestellte Lautstärke. Dies ist nicht nur hinderlich, sondern kann zum Beispiel beim Wechsel der Quellgeräte unter Umständen zu enormen, unbeabsichtigten Lautstärkesprüngen führen. Hier sollte XTZ aus unserer Sicht unbedingt über eine andere Lösung nachdenken.

Auch konnte uns das Konzept der Klanganpassung nicht recht überzeugen. Werden die Musikfiles über die (recht einfach gestaltete) XTZ Player-App oder der Dirac-DSP Software (PC/Mac) abgespielt, sind sechs verschiedene, speziell angepasste Presets zur Klangoptimierung aktivierbar. Speist man die Musik jedoch von einem Audioplayer oder einem CD-Spieler ein, so entfällt die Möglichkeit einer Klanganpassung mit Hilfe der Software. Eine direkte Klangregelung über die Fernbedienung wäre also wünschenswert. Allerdings hat die Tune 4 Klanganpassungen nur in wenigen, besonderen Fällen nötig. Wir erhielten Top-Klangergebnisse in unserem 15 qm großen, gut bedämpftem Hörraum, wenn die hinteren Bassreflexöffnungen bei wandnaher Aufstellung mit den beiliegenden Dämpfungsstreifen verschlossen wurden oder diese bei freier Aufstellung auf dem Schreibtisch unverschlossen blieben.

Auf eine hohe Bassqualität und verzerrungsarme Mitten zielt die Verwendung eines 4 Zoll Tief-Mitteltöners mit besonders starkem Magneten und einer C-Cone-Sandwich Membran aus Acrylnitril-Butadien-Styrol. Die Bauweise der Membran kombiniert hohe Steifigkeit mit geringer Eigenmasse.


Der Tief-Mitteltöner mit C-Cone-Sandwich Membran

Beim Hochtöner wurde die 19 mm Kalotte mit der Waveguide-Technik gekoppelt. Dieses an Hornlautsprechern angelehnte System sorgt bei hohem Wirkungsgrad u.a. für eine sehr kontrollierte Abstrahlcharakteristik und eine weitgehend unkritische akustische Ankopplung an den Tief-Mitteltöner.


Der Waveguide-Hochtöner mit 19 mm Kalotte

Elektroakustische Eigenschaften

Der in der Masterbox integrierte Verstärker liefert eine maximale RMS-Leistung von jeweils 50 Watt an jede der beiden Stereoboxen. Im Hörtest zeigte sich, dass diese Leistung zu Lautstärkepegeln führt, welche für die Boxengröße schon fast als brachial zu bezeichnen ist. Die technischen Daten der XTZ Tune 4 weisen einen Frequenzbereich von 52 Hz bis 30 kHz aus. Die untere Grenzfrequenz von 52 Hertz (-3dB) ist ein für die Boxengröße erstaunlich guter Wert und weist auf einen beachtlichen Tiefgang hin. Dieser Bass-Grenzwert konnte mit eigenen Messungen weitgehend bestätigt werden.

Der sehr „glatte“ Frequenzgang ohne nennenswerte Pegelschwankungen stellt eine optimale Voraussetzung für die tonale Ausgeglichenheit des Klanges dar. Da der Impedanzwert der passiven Slave-Box bei keiner Frequenz des Hörbereichs unter 3,8 Ohm absinkt, kann er als Einzellautsprecher auch an einfachen Verstärkern betrieben werden und dort sein Klangpotenzial abrufen.

Klangeigenschaften

Die Testbedingungen

XTZ gibt für die Tune 4 eine Einspielzeit von mindestens 50 Stunden an. Nach dieser Einspielzeit mit UKW-Rauschen stellte sich das System mit folgenden Spielpartnern dem Klangtest:
  • CREEK EVO CD- Player
  • Fiio X1 HiRes-Audioplayer
  • Samsung Galaxy Note 10.1 Tablet
  • Hochwertige Audiokabel

Der etwa 15 qm große, gut bedämpfte Testraum bildete dabei die Verhältnisse von kleineren Wohnräumen oder von Arbeitszimmern ab. MP3 Musik aus Pop und Rock sowie Blues-, Folk- und Klassikaufnahmen in CD, bzw. HiRes-Qualität dienten als Musikquellen. Vor dem Test wurden Aufstellung und Ausrichtung der Boxen sowie die Bassabstimmung experimentell optimiert, Das Test-Team beurteilte die Klangeindrücke unabhängig auf standardisierten Fragebögen.

Klang (ohne Subwoofer)

Zum „Einhören“ boten wir der Tune 4 Metallicas „Nothing Else Matters“ per Audioplayer FiiO X1 in MP3-Qualität an. Die kleine Schwedin glänzte hier sofort mit einem trockenen und gut strukturierten Bass, wunderschön differenzierten Klangfacetten sowie ausgesprochen klaren und verzerrungsfreien Höhen. Zum „richtigen“ Rockfeeling fehlte uns lediglich ein wenig mehr Tiefbass-Punch. Wen wundert’s bei der Boxengröße?

Bei AC/DC’s „Thunderstruck“ präsentierte die Tune dann ein ähnliches Klangbild: Dynamisch-Trockener Bass, tolle Klangfarben und die wunderbar klar und ohne verzerrende Härten abgebildete Gesangsstimme von Brian Johnson. Auch bei Pegeln jenseits der Zimmerlautstärke verloren die Aktivlinge nie die Kontrolle und wirkten für die Größe erstaunlich souverän und gelassen.

Soviel stand nach weiteren Hörproben schon einmal fest: Die Tune 4 kann Rock und Pop! Auf der ganzen Linie überzeugend verlief anschließend der Klangtest gestreamter und per Bluetooth übertragener Internetradio-Programme. Vor allem beeindruckte uns hierbei die sehr gute Sprachverständlichkeit. Werden die Lautsprecher zum Beispiel zur Tonverbesserung am Flach-Fernseher eingesetzt, hat diese Stärke einen nicht zu verachtenden Wert!

Nun wurde es aber ernst: Wir wählten „Here But I'm Gone“ der fantastischen Soul-Sängerin Vanessa Fernandez in 24 bit/ 96 kHz HiRes-Qualtät aus und überließen der Tune 4 das Feld. Man mag es fast nicht glauben, aber die kleine Schwedin rückte mit ihrer Stimmabbildung so nahe an die Klangreproduktion unserer Referenz, der vorzüglichen Nubert nuVero 60 heran, dass den Testern nur ungläubiges Staunen blieb. Aber nicht nur die Stimme überzeugte. Das gesamte Klangbild wurde durch ein hohes Maß an Struktur, Offenheit und musikalischer Ausdruckskraft geprägt.

Eric Claptons „Spiral“ und „Somebodings Knocking“ von der neuen CD „I Still Do“ gerieten dann weiterhin zu musikalischen Leckerbissen, bei denen vor allem Claptons Gesang authentisch und ausdrucksstark ohne jedes Zischeln wiedergegeben wurde. Bei diesem Stück zeigte die kleine Tune 4 sogar unserer sehr geschätzten B&W 686 S2 in Punkto Detailgenauigkeit und Transparenz deutlich ihre Grenzen auf. Bei aller Begeisterung konnte aber nicht überhört werden, dass der Bass in einigen Phasen der Clapton-Vorstellung etwas „tockig“ wirkte und damit die harmonische Abrundung „nach unten“ nicht vollständig gelang.

Auf Wunsch unserer Testerin sollte sich die XTZ nun am klanglich recht komplexen WAV-Track „Aulë und Yavanna“ von Oonagh beweisen. Auch diese Herausforderung meisterte die Tune 4 mit Bravour. Ohne eine Spur von Hektik stellte die kleine Box die Musik dynamisch und strukturiert mit ordentlicher Raumabbildung dar. In jeder Phase behielt die Box dabei die Kontrolle über das Klanggeschehen, differenzierte einzelne Klangpassagen exakt, ohne den musikalischen Fluss zu vernachlässigen.

Fast schon traditionell muss sich jede Box im Technic3D-Test an „A Riverside Town“ des Stockfisch-Samplers Vol 5 beweisen. Jiang Cheng Ji’s außergewöhnliche Stimme vor großem Orchester stellt für alle Boxen eine große Herausforderung dar und ließ so manchen Lautsprecher schon alt aussehen. Nicht so die Tune 4. Der schwedische Tausendsassa bildete das Orchester in der Tiefe glaubhaft ab, platzierte Jiang Cheng Ji’s Stimme schön vor den Instrumenten und verlieh ihr auch in den höchsten Tonlagen einen seidigen Glanz.

Sicher hätten Highend-Boxen die Bühne vor allem in größeren Wohnräumen noch breiter ausgeleuchtet und für mehr Bassfundament gesorgt, wie dies die nuVero 60 unter Beweis stellte. Für ein aktives Boxenpaar der 500 €-Preisklasse geriet die Vorstellung der XTZ Tune 4 jedoch in den Bereich von „traumhaft“! Die Summe aller Soundeigenschaften brachte der hübschen Schwedin letztlich eine auf die Preisklasse bezogen ausgezeichnete Klangbewertung ein, wie dies die anhängende Bewertungstabelle verdeutlicht. Gleichzeitig kürte unser Team die XTZ Tune 4 als klangliche Referenz in der Aktivboxen-Preisklasse um 500 €.


Klang (mit Subwoofer „XTZ Sub 8.17“)

Sollte es beim Klang der beiden Aktivboxen überhaupt etwas zu verbessern geben, dann wäre höchstens die Optimierung des Bassfundamentes zu nennen. Der Sub-Ausgang an der Rückseite der Tune 4 Masterbox bietet die problemlose Möglichkeit, einen Subwoofer mitspielen zu lassen. Der mit 345 Euro recht preisgünstige, von Technic3D kürzlich mit der Note „sehr gut (1,2)“ getestete Sub 8.17 aus dem Hause XTZ drängte sich also schon fast auf, die Bassperformance des Systems auf eine höhere Ebene zu stellen.

Da der Sub, wie im Test beschrieben, vielfältig und präzise variierbar ist, stellte die Anpassung an die Tune 4 kein größeres Problem dar. Optimal eingerichtet legte das Soundsystem dann richtig los. Bei Metallicas „Nothing Else Matters“ erhielt nun das elektronische Becken den vorher etwas vermissten Basspunch, wobei die Tugenden der Tune 4 wie Differenzierungsvermögen und Struktur in keiner Weise angetastet wurden. Desweiteren wich der zuvor etwas „tockige“ Bass in den Clapton-Songs einem tiefen, gut strukturierten Bassfundament, wodurch sich der Raum öffnete und das Klanggeschehen wunderbar plastisch ausgeleuchtet wurde.

War der Einsatz des Sub 8.17 bis dahin schon jeden Euro wert, kam der Klanggewinn beim Hören des Stockfisch-Tracks „A Riverside Town“ schon fast einem Quantensprung gleich. Das Sub-Spiel erweiterte den Konzertsaal in allen Dimensionen beträchtlich und staffelte die Instrumente greifbar in Breite und Tiefe. Jiang Cheng Ji’s Stimme bekam so noch mehr Ausdruck und Körperhaftigkeit.

Durch den Einsatz des XTZ- Sub 8.17 Subwoofers gewinnt die Tune 4 bei allen Musikrichtungen also noch einmal deutlich an klanglicher Ausdruckskraft und katapultiert sich damit in eine pre-highendige Dimension.

Fazit

Das Boxenpärchen XTZ Tune 4 ist ein aktives Stereo-Lautsprechersystem, welches nicht nur gut aussieht, sondern mit hochwertigen Komponenten, einer sehr guten Verarbeitung und einer modernen Ausstattung einschließlich drahtloser Ansteuerung über Bluetooth glänzt. Wenn auch das System-Handling noch etwas Luft nach oben hat, so zeigen die schwedischen Miniboxen eine sehr gute Funktionalität und sind durch Formgebung und verschiedener Möglichkeiten zur Klanganpassung vielfältig einsetzbar.

Die elektroakustischen Eigenschaften bewiesen sich in unserem Test als tadellos. Der mit 2x50 Watt kräftig ausgelegte Class D-Verstärker in der Masterbox wird von einem laststabilen Schaltnetzteil versorgt und garantiert im Bedarfsfall dauerhaft hohe Lautstärken. Eine untere Grenzfrequenz von circa 50 Hz ist für Boxen dieser Abmessungen aller Ehren Wert und die Impedanz der (passiven) Slave-Box erweist sich als verstärkerunkritisch.

Vor allem aber begeistert die Tune 4 durch einen für die Preisklasse von etwa 500 Euro überragenden Klang, welcher vor allem durch Transparenz, Struktur und Hochtonsauberkeit besticht. Klanglich gut eingerichtet, belohnt die Tune 4 den Zuhörer mit einem knochentrockenen, präzisen Bass, der das Klangbild wunderbar unterstützt und so die emotionale Ausdruckskraft auch anspruchsvoller Musik eindrucksvoll zur Geltung bringt.

Ergänzt man das Tune 4 Paar durch einen guten Subwoofer, zum Beispiel durch den XTZ- Sub 8.17, lassen sich Bassfundament und Räumlichkeit noch erheblich steigern. Der bereits hervorragende Sound der Tune 4 erreicht damit fast High End Niveau. Während die Tune 4 ohne Sub-Unterstützung nur in kleineren Räumen (bis ca. 20 qm) ihre klangliche Potenz voll entfalten kann, stellt das System mit Sub auch für Räume bis circa 35 qm eine klanglich überzeugende Option dar.

Betrachtet man den Gesamtpreis von etwa 830 Euro des XTZ Tune 4 - Sub 8.17 Systems, so kann man schon fast von einer kleinen Preis-Klang Sensation sprechen. Die Konkurrenz sollte aufhorchen.


Hinweis zur Bewertung
Die Bewertung aller Kriterien erfolgt bei TECHNIC3D preisklassenbezogen.


XTZ Tune 4 als 2.0-System (Stereo-Aktivboxen ohne Sub), Preisklasse um 500 Euro

Einzel-Bewertung

Gestaltung und Verarbeitung9,5 /10 Punkte
Ausstattung und Funktionalität
7,5 /10 Punkte
Elektroakustische Eigenschaften10 /10 Punkte
Bassqualität9 /10 Punkte
Tonale Ausgewogenheit / Natürlichkeit10 /10 Punkte
Musikalische Ausdruckskraft/ Dynamik10 /10 Punkte
Transparenz/ Detailauflösung10 /10 Punkte
Abbildung des Klangraumes9 /10 Punkte
Gesangsstimmen und Sprache10 /10 Punkte
Hochtonqualität5 /5 Punkte
Klang bei hohen Lautstärken 4 /5 Punkte

Gesamtbewertung:

94 /100 Punkte
Note:1,2
Testurteil: sehr gut

award gold blacks




XTZ Tune 4 als 2.1-System (Stereo-Aktivboxen mit Sub), Preisklasse um 800 Euro

Einzel-Bewertung

Gestaltung und Verarbeitung9,5 /10 Punkte
Ausstattung und Funktionalität
7,5 /10 Punkte
Elektroakustische Eigenschaften10 /10 Punkte
Bassqualität10 /10 Punkte
Tonale Ausgewogenheit / Natürlichkeit10 /10 Punkte
Musikalische Ausdruckskraft/ Dynamik10 /10 Punkte
Transparenz/ Detailauflösung10 /10 Punkte
Abbildung des Klangraumes10 /10 Punkte
Gesangsstimmen und Sprache10 /10 Punkte
Hochtonqualität5 /5 Punkte
Klang bei hohen Lautstärken 5 /5 Punkte

Gesamtbewertung:

97 /100 Punkte
Note:1,0
Testurteil: sehr gut


award top blacks


Bewertungs-Schlüssel:

Punkte: 100 - 91Note: 1,0 - 1,4 Testurteil: sehr gut
Punkte: 90 - 80Note: 1,6 - 2,4 Testurteil: gut
Punkte: 79 - 67Note: 2,6 - 3,4 Testurteil: zufriedenstellend
Punkte: 66 - 50Note: 3,6 - 4,4 Testurteil: mäßig
Punkte: 49 - 30Note: 4,6 - 5,4 Testurteil: schlecht
Punkte: 29 - 0Note: 5,6 – 6,0 Testurteil: unzureichend
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