Starcraft 2: Wings of Liberty Preview

Ein Klassiker kehrt zurück

Seite 3: Die Terraner - Jim Raynor lässt grüssen


Mit den Terranern wird sich jeder am schnellsten identifizieren können, denn, wie der Name schon suggeriert, handelt es sich hierbei um Menschen. Die wichtigsten Vorteile der Terraner sind ihre starke Verteidigung durch Bunker, Panzer und Raketentürmen, aber auch ihre Mobilität: viele ihrer Gebäude können sich in die Luft erheben und einfach davon schweben. Dadurch kann ein Hauptquartier neben einem abgearbeiteten Mineralienfeld sinnvoll wiederverwendet werden.




Eine Änderung zum Vorgänger ist, dass das Hauptquartier nun in eine Planetare Festung oder alternativ in eine Satellitenzentrale aufgewertet werden kann. Wählt man Ersteres, so wird eine riesige Kanone auf dem Dach befestigt, so dass man sich fortan weniger Gedanken um die Verteidigung dieser Basis machen muss. Entscheidet man sich hingegen für den anderen Ausbau, so erhält das Gebäude einen zusätzlichen Energiebalken, der sich kontinuierlich füllt. Mit dieser Energie kann entweder eine M.U.L.E. beordert werden, die einen temporären, zusätzlichen Arbeiter darstellt und somit das Einkommen zeitweise drastisch erhöht, oder ein Satellitenscan, der für kurze Zeit dem Terraner ein Gebiet seiner Wahl zeigt. Dies ist besonders nützlich zum Aufspüren unsichtbarer Einheiten oder zum Ausspionieren des Gegners. Zu guter Letzt ist es möglich mit Hilfe der Energie die Effektivität eines seiner Versorgungsdepots zu erhöhen und damit die Einheitengrenze nach hinten zu verschieben, denn wie schon im Vorgänger wird die maximale Anzahl der eigenen Einheiten durch die Anzahl der Versorgungsdepots begrenzt.
  
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Wie schon erwähnt können die meisten Gebäude der Terraner fliegen. Dies ist in Starcraft 2 besonders nützlich, da die Produktionsgebäude (Kaserne, Fabrik, Raumhafen) nun die Möglichkeit haben mit einer von zwei Erweiterungen ausgestattet zu werden: dem Reaktor oder dem Tech-Labor. Mit dem Reaktor lassen sich zwei Einheiten parallel erstellen, so dass die Produktionsgeschwindigkeit effektiv verdoppelt wird. In dem Tech-Labor können Verbesserungen erforscht und neue Einheitentypen produziert werden. Die Frage, die sich jeder Terraner stellen muss, ist also: Quantität oder Qualität? Praktischerweise können die Erweiterungen zwischen den einzelnen Gebäuden getauscht werden. Benötigt der Spieler keine weiteren Marodeure, so fliegt er mit seiner Kaserne an eine andere Stelle und lässt die Fabrik neben dem Tech-Lab landen, um seine Armee mit z.B. Panzern zu unterstützen.
  
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Eine weitere gute Idee hatten die Mitarbeiter von Blizzard mit dem Absenken der Versorgungsdepots. Sehr viele Terraner verbauen den Weg zu ihrer Basis mit Gebäuden, um den Zugang für den Feind zu erschweren. Die Versorgungsdepots können in Starcraft 2 bequem in den Boden versinken und somit, wenn die Gefahr eines Angriffs vorbei ist, die eigenen Truppen problemlos aus dem eigenen Lager spazieren lassen.


Viele neue Einheiten gibt es auf Seiten der Terraner, allerdings mussten auch ein paar alte Bekannte das Spielfeld verlassen. Selbstverständlich bleibt uns der gute, alte Space-Marine erhalten und auch der mit Nuklearwaffen ausgestattete Geist ist immer noch von der Partie. Der Belagerungspanzer ist ebenfalls ein Muss im Arsenal der Terraner. Auch wenn man die aus Starcraft 1 bekannten Schweren Kreuzer nur selten zu Gesicht bekommt, so haben sie doch den Sprung in den Nachfolger geschafft. Platz für neue Einheiten mussten der Feuerfresser, der Adler, die Valkyre, der Goliath, der Raumjäger und das Forschungsschiff machen. Dafür verstärken nun der Marodeur, der Rächer, der Hellion, der Thor, die Banshee, der Viking, das Medivac und der Rabe die Armee der Menschen.
Die Anzahl der Einheiten hat sich also zum Vorgänger nicht groß verändert, aber das muss ja auch nicht sein! Die Neuzugänge sind nämlich eine perfekte Ergänzung und runden das Gesamtbild der Terraner ab. Keine Einheit wirkt nutzlos oder übertrieben gut - je nach Situation kann eine Hand voll Marodeuren genau so wichtig sein wie ein Thor.

Der Marodeur ist eine stark gepanzerte Infanterieeinheit, die mit Granaten um sich schießt. Besonders effizient ist er, wenn man die Schockgranaten erforscht hat, denn dadurch wird mit jedem Schuss die feindliche Einheit verlangsamt und kann somit gefahrlos ausgeschaltet werden. Eine der einfachsten Taktiken im Arsenal der Terraner besteht darin, so viele Marodeure wie möglich zu produzieren und diese mit Unterstützung eines Heilers gegen die Infanterie des Feindes einzusetzen. Der große Nachteil dabei ist allerdings, dass Marodeure keine Lufteinheiten angreifen und somit sehr leicht gekontert werden können.
  
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Insbesondere in den unteren Ligen wird man mit dem Rächer konfrontiert. Dieser mit einem Jetpack ausgestattete Marine kann mühelos Klippen überwinden und sorgt damit für einige böse Überraschungen. Nicht selten verliert der unerfahrene Spieler, weil er zu spät bemerkt, dass ein paar Rächer in seine Basis eingedrungen sind und ihm dutzende Arbeiter getötet haben. Außerdem schmeißt der Rächer mit Sprengstoff und zerstört damit in kürzester Zeit ganze Gebäude. So frustrierend solch eine Niederlage auch sein mag, es gibt meist eine einfache Möglichkeit dem vorzubeugen: Rächer sind sehr zerbrechlich und sterben bereits nach wenigen Schüssen. Verteilt man einige, wenige Wachposten im Lager, so ist der Rächer-Terror gebannt.
  
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Eine Symbiose aus Feuerfresser und Adler stellt der Hellion dar. Es handelt sich hierbei um einen Buggy mit Flammenwerfer, der nicht nur außerordentlich schnell ist, sondern auch noch Flächenschaden anrichtet. Deshalb sind vorallem langsame Nahkämpfer eine leichte Beute, denn durch geschicktes Hit&Run wird der Hellion nicht ein einziges Mal getroffen. Noch verheerender ist ein Anschlag auf die Arbeiter. Schon nach wenigen Sekunden rösten die Dronen, Sonden oder WBVs vor sich hin während man verzweifelt versucht die Hellions aus der Basis zu vertreiben.
 
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"Thor is here!" ertönt es beim Bau dieses Giganten. Der Thor ist wohl die Einheit, die während der Entwicklungsphase am häufigsten verändert wurde. Anfangs konkurrierte er noch mit dem Belagerungspanzer und konnte mit wenigen Schüssen Gebäude in Schutt und Asche legen. Die sich auf dem Rücken befindlichen "250mm Donnerkanonen" müssen inzwischen erst erforscht werden, richten dann aber immer noch sehr hohen Schaden an. Im Laufe der Beta-Phase musste der Riese jedoch ein wenig schrumpfen, so dass er nun nicht mehr ganz so imposant aussieht wie vorher. Inzwischen ist der Thor allerdings zu einer Luftabwehr-Einheit geworden und verteidigt die Armee gegen Lufteinheiten wie z.B. Mutalisken.
  
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Die Banshee ist ein mit zwei Turbinen betriebener Luft-zu-Boden-Bomber. Mit einer Tarnfähigkeit ausgestattet ist sie besonders für Überraschungsangriffe geeignet. Kurze, unbemerkte Angriffe auf die Arbeiter des Gegners ist ihre momentane Hauptaufgabe. Im Verlauf des Spieles verliert sie meist an Bedeutung, da bereits genügend Luftabwehr vorhanden ist und die Basis mit Raketentürmen gesichert wurde.
 
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Der Viking ist eine extrem mobile Einheit. Sie besitzt einen Flug-Modus in dem sie die gegnerischen Luft-Streitkrämpfe bekämpft, kann aber auch landen und die Truppen am Boden unterstützen. Besonders in der Luft ist der Viking ein ernstzunehmender Gegner und wird häufig dazu verwendet gegnerische Overlords aufzuspüren und zu töten.
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Anstelle des Medics tritt in Starcraft 2 das Medivac. Dieser Frachter kann nicht nur Einheiten transportieren, sondern zusätzlich humanoide Streitkräfte von der Luft aus heilen. Damit ist das Medivac eine sehr nützliche Ergänzung zu einer aus Marines, Marodeuren und Geistern bestehenden Armee. Der Starcraft-Spieler wird sich erinnern: häufig landet ein Frachtschiff im eigenen Lager, gefüllt mit einer kleinen Gruppe von Marines, die nur darauf warten auszusteigen und dich auf dem falschen Bein zu erwischen.
 
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Zu guter Letzt existiert da noch der Rabe. Dieses hochentwickelte Flugzeug bietet dem Spieler drei neue Fähigkeiten: der automatische Geschützturm, die Verteidigungsdrohne und die Zielsuchende Rakete. Der Geschützturm wird vom Raben platziert und eröffnet automatisch das Feuer. Er kann nicht bewegt werden und verfügt nur über wenig Leben. Die Verteidigungsdrohne absorbiert eine gewisse Anzahl von Schüssen und schützt somit die umgebenen Einheiten vor Fernangriffen. Zwar ist die Zielsuchende Rakete sehr langsam und außerdem kann man ihr davon laufen bis ihr Treibstoff verbraucht ist, doch wenn sie ihr Ziel trifft, so verabschiedet sie sich mit einer großen Explosion und reißt alle Truppen im Umkreis mit in den Tod.
 
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