Starcraft 2: Wings of Liberty Preview

Ein Klassiker kehrt zurück

Seite 8: Eindruck und Fazit

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Die schlechteste Nachricht ist gleichzeitig die Beste: Zum Vorgänger hat sich nicht viel verändert. Starcraft 2 fühlt sich fast so an wie sein Vorgänger. Das Spielprinzip ist das Gleiche geblieben: Baue eine Basis auf, störe die Ökonomie des Kontrahenten, Expandiere, setze deinen Gegner unter Druck und versuche letztendlich ihn mit einer überragenden Streitmarkt in die Knie zu zwingen. In dieser Hinsicht kann man keine großen Innovationen erwarten, aber dies ist auch vollkommen nachvollziehbar, schließlich will Blizzard seine treuen Fans nicht im Stich lassen - wo Starcraft drauf steht, soll auch Starcraft drin sein!
Trotzdem ist Starcraft 2 nicht einfach nur eine 3D-Version des Vorgängers. Es sind die kleinen Details, die den Unterschied machen. So hat es Blizzard durch neue Einheiten und Mechaniken geschafft, die drei Fraktionen noch unterschiedlicher zu gestalten.
Enttäuschend sind hingegen die Änderungen im neuen Battle.net. Die Begründung für das Entfernen der Chatrooms ist anscheinend der hohe Spamanteil, den wir noch aus dem Battle.net 1 kennen. Aber anstatt dieses Feature wegen einigen Schreihälsen komplett zu entfernen, hätte man lieber an alternativen Lösungsmöglichkeiten arbeiten sollen. In den 1,5 Monaten unserer Testphase haben wir mit kaum einem Spieler mehr als 5 Worte gewechselt, geschweige denn mit einem angefreundet. Dies wäre mit Chaträumen gewiss anders verlaufen. Wie die Entwickler auf die Idee kamen eine Facebook-Integration ins Spiel zu bringen, entzieht sich uns völlig. Wir sehen darin nur die Absicht am "Social-Network-Hype" teilzunehmen. Die Begrenzung, dass man nur mit Spielern aus seiner Region verbunden wird und damit niemals gegen einen Koreaner spielen kann, wirkt sich besonders auf die professionelle eSports-Szene negativ aus. Große Turniere werden damit fast schon ein Ding der Unmöglichkeit, doch genau das sollte Blizzard eigentlich fördern. Eine andere verwirrende Änderung ist, dass beim Eröffnen einer eigenen Karte nun kein Titel mehr vergeben werden kann. Stattdessen ist nur der Name der Karte sichtbar und so entfällt die Möglichkeit den anderen Spielern wichtige Informationen zu geben, wie z.B. "Nur für Anfänger","Einheiten werden zufällig gewählt" und dergleichen. Dies ist besonders ärgerlich bei den zahlreichen, selbst erstellten Karten, die verschiedene Spielmodi anbieten. Laut der Umfrage einer der bekanntesten Starcraft-Seiten mögen 85 % der Befragten die Richtung nicht, die das neue Battle.net einschlägt. Darüber sollte Blizzard nachdenken.

Unser Fazit: Blizzard hat es wieder geschafft! Abgesehen von der Plattform können wir das Spiel nur empfehlen. Es spielt sich schnell, ist spannend und sehr wettkampfsorientiert. Der Langzeit Spaßfaktor ist enorm hoch und obwohl wir in den ersten Spielen demütigende Niederlagen ertragen mussten, fühlten wir uns keine Sekunde lang demotiviert oder gelangweilt. Nach den über 500 Spielen, die wir während der Betaphase spielen konnten, haben wir das Gefühl immerhin eine der Rassen halbwegs zu beherrschen. Dies spricht für viele weitere Stunden Spielspaß mit nervenaufreibenden Schlachten. Wir sind gespannt was der Einzelspieler-Modus uns bieten wird und ob Starcraft 2 die hohen Erwartungen erfüllen kann. Es ist eindeutig, dass Blizzard viel Zeit und Mühe in das Balancing gesteckt hat, was ihnen, wie schon im Vorgänger, grandios gelungen ist. Gewarnt seien jedoch alle Spieler, die es lieber gemütlich haben: zwar ist Starcraft 2 deutlich einsteigerfreundlicher als der erste Teil, doch keineswegs langsamer.
Schon während der Betaphase gab es zahlreiche Turniere und Livestreams mit Tausenden von Zuschauern. Es vergeht keine Woche in der nicht eine neue Strategie auftaucht und diese von den zahlreichen Kommentatoren analysiert wird.



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Bezugsquelle: Blizzard.




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