Hartis Blog#1 - Bevorteilung von Spielern gegen Bezahlung?

Alle Waffen gegen Geld - Warum überhaupt noch spielen?

Bei der neusten Idee der Publisher, den Kunden am Besten doppelt und dreifach zur Kasse zu bitten, kam Electronic Arts der grandiose Einfall, Spielern die nicht genug Zeit zum Spielen haben, sämtliche Waffen gegen ein kleines Entgelt freizuschalten. Diese kleine Summe ist allerdings, zumindest in meinen Augen, deutlich zu hoch ausgefallen. Ganze 30 Euro knöpft man dem Gamer hierfür ab! Dafür gibt es dann allerdings auch sämtliche Waffen und Gadgets des gesamten Spielverlauf, dabei tun sich meiner Meinung nach allerdings zwei große Probleme auf, die bei der Aussicht auf weiteren Gewinn natürlich großzügig übersehen wurden.

Zu erst muss natürlich erwähnt werden, dass dieses Waffenpaket erst weit nach dem Release von Battlefield 3 angeboten wurde. So hatten zumindest die meisten Spieler die Möglichkeit starke Waffen wie die USAS-12 freizuschalten. Neue Spieler allerdings nicht, somit müssen diese sich einer schieren Übermacht an Gamern mit mächtigen Waffen entgegenstellen, während sie nur mit den Start-Gewehren bewaffnet sind. Das eigentliche Problem sehe ich darin, dass in Battlefield 4 mit Garantie das selbe System eingesetzt wird. Nun dann starten aber alle Spieler von Null, jeder der dann bereit ist 30 Euro zu investieren wird einen deutlichen Vorteil haben und bei sämtlichen Mitspieler mitunter Frustration auslösen. Außerdem hat Electronic Arts nun auch "Battlefield Premium" eingeführt, hauptsächlich besteht dieses Premium-Paket nur aus neuen Spielkarten, Waffen und Fahrzeugen. Allerdings erhält der Spieler, wenig verwunderlich, auch weitere Vorteile. Vom 23.06 bis zum 25.06 fand zum Beispiel eines der BF3-Double-XP-Events statt, allerdings nur für "Premium-Gamer".

Der zweite Nachteil liegt in der weiteren Vorgehensweise von EA bei Erfolg dieses Bezahlmodells. Wenn der Publisher viel Geld mit diesem Konzept eintreibt, wird aus ökonomischer Sicht betrachtet eine Fortführung natürlich als sinnvoll eingestuft. Ich befürchte, dass sich das Bezahlmodell für vollpreisige Titel auch bei weiteren Publishern und Titeln etablieren wird. Der Spieler der sich auf solche Angebote einlässt verdirbt sich dabei selber die Freude am Spiel. Auch wenn ich nur für mich selbst sprechen kann, allerdings liegt der größte Anreiz beim Freischalten neuer Waffen, Gadgets und Erweiterungen. Wenn man mit sämtlichen Inhalten direkt ins Spiel startet, dann sollte man es eher in der eSports-Szene probieren, hier wird der Fokus nicht auf Spaß sondern auf möglichst großen Erfolg (als Team) gelegt. Und nur dieser kann noch zum eigentlichen Spielziel gemacht werden, wenn keine sonstigen Erfolge mehr möglich sind.

Als Fazit lässt sich zumindest aus meiner Sicht sagen, dass man auf keinen Fall und unter keinen Umständen sich Vorteile gegenüber den anderen Spielern für ein Entgelt nutzen sollte. Das verdirbt einem selbst und den anderen Spielern nur die Freude am Gaming. Ich zumindest werde ein solches Konzept nicht zu unterstützen.
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Kategorie: Redakteursblog
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