Ein Licht am Linux-Treiberhimmel?

Mit Dell schlägt sich zum Ersten mal einer der großen PC-Hersteller auf die Seite der Linux Benutzer. Im Rahmen seines dieses Jahr gestarteten Verkauf von Rechnern mit vorinstalliertem Linux, wir berichteten, kritisierte Amit Bhutani, Chef-Entwickler für Linux-Software bei Dell, speziell die Qualität der Treiber von AMD/ATI. Aber auch für andere Geräte wie zum Beispiel TV-Karten hat er bessere Treiberunterstützung gefordert.

Dell würde gerne Rechner mit ATI-Grafik in sein Linux-Programm aufnehmen, des scheitere allerdings an der Treiberqualität. Er betonte auch, dass die Treiber keinesfalls OpenSource sein müssten, wie des öfteren aus Kreisen der Linux-Entwickler gefordert. Laut Dell ist es mit den Nvidia-Treibern aber nicht wesentlich besser bestellt, so stellt es "eine Herausforderung beim Zusammenstellen einer Plattform" in Zusammenhang mit Nvidia-Grafik dar, so Bhutani.

Dell geht mit seinen Forderungen einen der größten Kritikpunkte an Linux Betriebssystem an. So wird doch immer die mangelnde Hardwareunterstützung, besonders von neuerer Hardware, unter Linux kritisiert. Auch wenn inzwischen einiges Out-of-the-Box läuft, sind noch einige Verbesserungen nötig, um die Benutzerfreundlichkeit der Treiber unter anderen Betriebssystemen zu erreichen. Es bleibt zu hoffen, dass die Hersteller zumindest zum Teil auf die Forderungen von Dell eingehen und der Linux-Desktop so langsam salonfähig wird.
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