Microsoft öffnet Software-Schnittstellen für alle

Der 21. Februar 2008 dürfte sicher ein revolutionärer Tag in der Firmengeschichte Microsofts sein. Laut einem Bericht von Spiegel Online hat der Konzern am gestrigen Tage seine Software-Schnittstellen für alle Entwickler freigegeben.

Das Unternehmen schlägt damit einen vollkommen neuen Weg ein. Hat man sich bislang immer dagegen verwehrt der OpenSource Community und Konkurrenten die Möglichkeit zu bieten, effektiv für die Windows-Umgebung zu entwickeln, ermöglicht man heute gegen niedrige Lizenzgebühren die freie Benutzung der bislang nur unter strikter Geheimhaltung zu benutzenden Schnittstellen. Die OpenSource Community erhält sogar die Möglichkeit komplett ohne Lizenzgebühren auf die Programm-Schnittstellen zuzugreifen.

Einziges Manko, Microsoft verzichtet bislang auf die Öffnung der Schnittstellen, der als veraltet geltenden XP Plattform. Wahrlich ein intelligenter Schachzug, da man nun auch die Möglichkeit hat, das sich bislang eher schleppend verkaufende Vista Betriebssystem für Software-Entwickler attraktiver zu machen. Sicher ist es rein spekulativ, zu sagen, dass Vista hierdurch einen Boom erleben wird, aber die Geschichte lehrt uns, dass eine Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt zu entsprechendem Erfolg führen kann.
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