IDF: Intel Centrino Atom Prozessortechnologie

Intel stellte die fünf ersten Intel Atom-Prozessortypen sowie die Intel Centrino Atom Prozessortechnologie für Mobile Internet Devices (MIDs) und andere Embedded-Lösungen offiziell vor. Zu der Intel Centrino Atom Prozessortechnologie gehören neben dem Intel Atom Prozessor (Codename "Silverthorne") ein Intel System Controller Hub mit integrierter Grafik. Erste Geräte werden von verschiedenen Herstellern ab diesem Sommer vorgestellt.

 
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Mobile Internet Devices sind Endgeräte für die Westentasche, die Internetzugang laut Intel ohne Einschränkungen bieten. Sie erlauben dem Privatnutzer unterwegs in Verbindung zu bleiben, Informationen abzurufen oder zu arbeiten. Zudem ermöglichen so die neuen Technologien eine neue Klasse von Geräten mit Internetzugang wie tragbaren Video-Abspielgeräte, Navigationssysteme, Tablet-PCs und andere mit Unterhaltungsfunktionen.

Früher unter dem Codenamen "Menlow" bekannt, enthält die Intel Centrino Atom Prozessortechnologie den ersten Atom-Prozessor (Codename "Silverthorne"). Dabei handelt es sich um Intels kleinsten Prozessorchip. Er bietet eine Leistungsaufnahmen von unter drei Watt. Die CPU hat TDP-Werte (Thermal Design Power; Maximale Leistungsaufnahme eines Prozessors) zwischen 0,65 und 2,4 Watt (35 Watt sind typisch für ein Notebook), eine durchschnittliche Leistungsaufnahme zwischen 160 und 220 Milliwatt (mW) und im Idle-Modus einen Verbrauch zwischen 80 und 100 mW, laut Intel. Dieser Stromverbrauch ist das Ergebnis von im Prozessor integrierten Powermanagement-Technologien wie Intel Deep Power Down, CMOS-Modus oder Split I/O Stromversorgung. In Kombination mit der HKMG-Technik bei den Transistoren und dem 45nm-Fertigungsprozess ermöglichen sie längere Akkulaufzeiten sowie kleine Aussenmaße der Geräte.

Der Intel Atom Prozessor kommt mit Taktraten von bis zu 1,86 GHz und unterstützt die Intel Hyperthreading Technologie, Intel Deep Power Down und die Enhanced SpeedStep Technologie. Ein weiterer Bestandteil der Intel Centrino Atom Prozessortechnologie ist der Intel System Controller Hub. Hier handelt es sich um eine integrierte und Strom sparende Lösung mit Features wie Low Power 3D-Grafik, 720p und 1080i HD Video Dekodierung,, Intel High Definition Audio und einer Kombination aus PC und Handheld I/O-Funktionen wie PCI Express, USB Host und Client, sowie SDIO. Die Intel Centrino Atom Prozessortechnologie erlaubt die einfache Anbindung von drahtlosen Kommunikationsbausteinen, wie Wi-Fi, WiMAX und UMTS.

Die technischen Funktionen des Intel Atom Prozessors und des Intel System Controller Hub ermöglichen das Design einer Reihe von MIDs mit vielen Funktionen und einer Vielfalt von handgroßen Formaten. Die Prozessoren kommen zudem in Endgeräten für Embedded-Anwendungen zum Einsatz, die auf Grund der Wärmeentwicklung der Intel-Komponenten keinen Lüfter benötigen, was die Ausfallsicherheit erhöhen soll. Dazu gehören Infotainment-Systeme in Fahrzeugen, tragbare Point of Sale-Geräte für den Einzelhandel und robustere Geräte wie Industrieroboter. Für Embedded-Anwendungen bietet Intel sieben Jahre Liefergarantien und Unterstützung.

Gelsinger, Senior Vice President und General Manager der Digital Enterprise Group bei Intel, lieferte zudem einige technische Details zur nächsten Generation der Intel-Prozessoren (Codename Nehalem). Intel wird mit der Produktion im vierten Quartal 2008 für den Einsatz zunächst in High End Desktop- und Dual Prozessor Server-Systemen beginnen und dies 2009 auf andere Marktsegmente ausdehnen. Nehalem wird mit zwei bis acht Prozessorkernen erhältlich sein. Gelsinger enthüllte zudem Intels neue Advanced Vector Extension (AVX) Befehlssätze, die der Nehalem-Nachfolger mit dem Codenamen "Sandy Bridge" (ab 2010) enthalten wird.

Dadi Perlmutter, Executive Vice President und General Manager der Mobility Group bei Intel, diskutierte auf dem IDF den gegenwärtigen Trend zur Personalisierung, der von neuen Notebook- und Netbook-Produkten profitiert, die im Laufe des Jahres 2008 auf den Markt kommen. Perlmutter bestätigte, dass erste Notebooks mit der Intel Centrino 2 Prozessortechnologie mit höherer Leistung bei längerer Akkulaufzeit im Juni auf den Markt kommen werden. In der zweiten Jahreshälfte werden damit weltweit die ersten Notebooks von unterschiedlichen Anbietern mit integrierter Wi-Fi und WiMAX-Option zur Verfügung stehen. Perlmutter gab Details zu der verbesserten integrierten Grafik und der nativen Hardware-Unterstützung für High Definition-Inhalten auf Basis von Blu Ray bekannt. Zudem zeigte er die Intel Solid State-Festplattentechnologie.

In einem Ausblick skizzierte Perlmutter kurz Intels im Jahr 2009 erscheinende Notebook-Plattform (Codename Calpella). Für Ende 2008 kündigte er die Intel Anti-theft Technologie an, die existierende Software- und Hardware-Lösungen ergänzt und verbessern soll. Der Schwerpunkt dabei liegt auf Asset Recovery, Theft-Management und Datenschutz.

Perlmutter zeigte zudem zwei so genannte "Netbooks" und erläuterte die Intel-Strategie für diese Gerätekategorie. Diese neue Klasse soll in erster Linie den Internetzugang und dessen uneingeschränkte Nutzung erlauben. In Netbooks finden sich zukünftig spezielle Versionen des Intel Atom Prozessors (Codename Diamondville). Mit dem 45nm-Fertigungsprozess und der HKMG-Technik bei den Transistoren sind diese Prozessoren auf dieses Marktsegment zugeschnitten.





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