Nvidia stellt 9500GT vor - Update

Bereits am gestrigen Dienstag hat Nvidia mit der 9500 GT seine neue Budget-Grafikkarte vorgestellt. Da zeitgleich auch die beiden eher im Performance-Segment angesiedelten Chips 9800GT (unser Review ) und 9800GTX+ präsentiert wurden, ist die kleine Schwester auf Basis des G96 fast untergegangen.

geforce 9500GT boardshots 
(*klick* zum Vergrößern)


Die Karte ist, wie der Name schon impliziert, dafür vorgesehen die auf dem G86 basierende 8500 GT abzulösen und ist damit als direkte Konkurrenz zu ATS HD3650 platziert. Auch wenn Nvidia bereits angekündigt hat, seine zukünftigen Karten im 55nm-Prozess fertigen zu wollen, ist der G96 z.Z. noch mit 65nm Strukturbreite produziert. Da bei diesen Karten die maximale Rechenleistung eher keine Rolle spielt, hat Nvidia dem Chip nur 32 Stream-Prozessoren und 8 ROPs spendiert. Der Speicher, je nach den Vorstellungen des Boardpartners DDR2 oder GDDR3, ist über ein 128bit breites Interface angebunden. Die Karte benötigt mit ihrer TDP von 50W keinen zusätzlichen Stromanschluss, sondern kann alleine über den PCIe-Anschluss versorgt werden. Auch wenn 50W nach nicht viel klingen, hat die Karte dennoch um 10W im Vergleich zur 8500GT zugelegt. Die Kühlung übernimmt im Referenzdesign ein Ein-Slot-Aktivkühler.


9500 GT
8500 GT
HD3650
unit
Codename
G96
G86
RV635
-
Process
65 (55 später)
80
55
nm
Transistors
314
210
378
millions
Stream Procesors (1D)
32
16
120
-
Texture Mapping Units (Adress/Filtering)
16/16
8/8
8/16
Texels/clock
Raster Operation Units (ROPs)
8
8
4
-
Core clock
550
450
725
MHz
Shader clock
1400
900
725
MHz
Pixel Fill Rate
4400
1800
2900
MPix/s
Texel Fill Rate
8800
3600
5800
MTex/s
Memory interface
128
128
128
bit
Memory clock
800
400
800
MHz x2 (DDR)
Memory type
DDR2/GDDR3
DDR2
GDDR3
-
Shader-Modus
4.0
4.0
4.1
-
SLI / CF support
-



Da sich die Karte besonders an Besitzer eines HTPCs wendet, hat Nvidia sie reichtlich mit Multimedia-Features ausgestattet. So kann sowohl ein HDMI-Anschluss als auch ein Display-Port zu Verfügung gestellt werden, wobei die genaue Realisierung den Boardpartner freigestellt bleibt. Nur eine HDCP-Unterstützung über DVI hat Nvidia zwingend vorgesehen. Ferner können mit der neusten Version von Nvidias Video Prozessor (VP 3) sowohl VC1 als auch H.264 komplett auf der Karte zu decodieren. Zusätzlich hat Nvidia als erster Hersteller Unterstützung für Picture-in-Picture-Material, häufig in Zusatz-Material von DVDs verwendet, in den VP3 implementiert.

Nvidias Boardpartner haben bereits diverse Versionen der Karte auf den Markt gebracht, darunter auch bereits passive Varianten. Bei der Speicherausstattung kommt v.a. der langsamere DDR2-RAM zum Einsatz, von dem zwischen 256MB und 1024MB verbaut werden. Die günstigsten Varianten beginnen laut unserem Partner Geizhals bereits bei ungefähr 52€.

Update: Wie unsere Kollegen von HT4U berichten, wird Nvidia erst im vierten Quartal die 9500GT auf 55nm umstellen. Auch wenn keine weiteren Details bekannt wurden, so sind die Vorteil der kleineren Strukturbreite klar: Zum einen kann Nvidia billiger fertigen und zum anderen die Leistungsaufnahme reduzieren. Somit könnten die Boardpartner leichter eigene Kühllösungen und v.a. auch passive Varianten realisieren. Ferner wären auch höhere Taktraten möglich, ohne die ja für die 65nm-Version ausgelegte Standardkühlung zu überfordern.
Veröffentlicht:

Kategorie:
Kommentare: 0
Links
Kommentieren
Jetzt einloggen oder registrieren, um Kommentare zu schreiben.