Hat EVGA Interesse an Kooperation mit ATI?

Der amerikanische Grafikkartenhersteller EVGA ist bisher für sein breites Portfolio an Nvidia-Produkten bekannt. So bietet man neben der kompletten GPU-Palette auch HighEnd-Mainboards und übertaktete Grafikkarten des Chip-Spezialisten aus Santa Clara an. Allerdings könnte es sein, dass es EVGA nicht mehr genügt eines der Aushängeschilder bei den Boardpartner von Nvidia zu sein: Laut Quellen bei AMD bemüht sich die EVGA um eine zusätzliche Partnerschaft mit AMD. So soll es hierüber vor kurzem ein Treffen zwischen ATI und EVGA gegeben haben, in dem das Interesse geäußert worden sein soll zukünftig auf Radeon-Grafikkarten unter dem Namen EVGA zu vertreiben. AMD zu folge haben man das Angebot allerdings ausgeschlagen, da für den Vertrieb die acht bisherigen Partner als ausreichend angesehen werden und man außerdem diesen gegenüber solidarisch sei, weil sie ATI auch in der schweren Phase nach der Übernahme durch ATI und den Problemen mit der HD200-Reihe treu geblieben seien.

Wieviel Wahrheit in dieser Geschichte steckt bleibt fraglich. Zwar wäre es für EVGA durchaus logisch sich nach einem zweiten Standbein umzusehen um den Einfluss auf den Markt ausbauen zu können und außerdem hat es sich gerade durch die für die Boardpartner sehr teuere und gleichzeitig durch den Preissturz wenig gewinnbringende GT200-Reihe gezeigt, dass es nicht nur gute Seiten hat Partner Nvidias zu sein. Auf der anderen Seite wäre es für die Firma aus Brea aber auch ein großes Risiko mit ATI zu flirten, denn - anders als z.B. Asus - sind sie ganz vom Wohlwollen Nvidias abhängig und können nicht bereits jetzt auf andere gewinnbringende Geschäftsbereich setzen, die die sicher kommenden Verluste beim Bruch mit Nvidia kompensieren könnten.

Für ATI kann diese Nachricht hingegen nur gut sein, denn was kann besseres passieren als das einer der engsten Kooperateure des Erzrivalen Kontakt sucht. Wenn man dann diese "Ehre" auch noch selbstlos ausschlägt um seine enge Verbundenheit mit den bestehenden Partner zu demonstrieren, dann macht das auch auf harte Geschäftsleute einen guten Eindruck - von daher darf es, zumindest bis weitere Informationen zum Vorschein kommen, nur mit Vorsicht genossen werden, dass sich die Abläufe tatsächlich in der von ATI geschilderten Art und Weise zugetragen haben.





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