AMD lagert seine Produktion aus

Schon seit längerem wurde im Netz darüber spekuliert, dass AMD seine Produktionsstätten verkaufen könnte. Nun ist es offiziell: AMD gibt seine Werke an "The Foundry Company" ab. Die Company ist eine Neugründung von AMD und der staatlichen ATIC (Advanced Technology Investment Company) aus Abu Dhabi. Dabei soll Foundry aber nicht nur für AMD fertigen, sondern auch mit den anderen großen Auftragsfertigern wie TSMC um Aufträge anderer Chip-Entwickler konkurrieren. Die Firma wird zu 44,4% AMD gehören, während ATIC 55,5% halten wird. Im Ausgleich dazu wird AMD seinen ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Hector Ruiz als Chef des zu gleichen Teilen besetzten Aufsichtsrates installieren.

Als "Geburtstagsgeschenk" wird AMD seine Fabs 36, 30 und 38 in Dresden an die neue Firma abtreten, welche im Gegenzug AMD von 1,2 Milliarden US-$ Schulden befreien wird. Zusätzlich hat sich ATIC als Mehrheitseigner verpflichtet in den kommenden 5 Jahren bis zu 6 Milliarden US-$ in Foundry zu investieren um sowohl die älteren Fabs in Dresden zu modernisieren als auch eine neue Fabrik zu bauen. Diese soll nach den Planungen in Saratoga County im US-Bundestaat New York entstehen. Zusätzlich wird ATIC 700 Millionen US-$ an AMD zahlen und die ebenfalls dem Staat Abu Dhabi gehörende Mubadala Development Company, die Investmentfirma des Emirates, wird ihren Anteil an AMD von 8,1% auf 19,3% erhöhen und hierbei für mehr als 310 Millionen US-$ neu emittierte Aktien von AMD kaufen. Somit kann sich AMD durch diesen Schritt von ~2,2 Milliarden US-$ seines inzwischen wohl über 6 Milliarden US-$ betragenden Schuldenberges in den nächsten Jahren entledigen und kann sich außerdem die hohen Kosten für den Unterhalt der eigenen Werke sparen - zahlt dafür aber den Preis sich sehr deutlich von dem Wohlwollen eines einzelnen Investors abhängig zu machen.



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