Spansion beantragt Schutz vor Gläubigern

Der Auftakt der heute beginnenden CeBIT 2009 steht unter einem schlechten Stern. Der US-amerikanische Halbleiterspezialist Spansion hat am Sonntag den Schutz vor seinen Gläubigern beantragt, da er Zinsen für eine Anleihe nicht mehr bezahlen kann. Somit ist nach der Infineon-Tochter Quimonda ein weiteres internationales Unternehmen vom Aus bedroht. Bereits Anfang Februar hat die japanische Tochter der aus einem Joint-Venture von AMD und Fujitsu hervorgegangenen auf NOR-Flash spezialisierten Firma Insolvenz anmelden müssen, worauf hin Spansion die Entlassung einer Vielzahl von Angestellten zur Stabilisierung des Konzerns angekündigt hat. Anscheinend hat dieser Schritt nicht die gehoffte Wirkung gezeigt

Spansion hat erklärt, dass man noch genügend Geld für die Weiterführung des operativen Geschäftes habe und der Antrag nur gestellt worden sei um dieses Kapital nicht zu gefährden. Im Gegensatz zum in Deutschland üblichen Gläubigerschutz, dass die Kreditgeber schützen soll ist dieser in den USA genau gegensätzlich zu verstehen: Gläubigerschutz soll Unternehmen vor dem Zugriff von Gläubigern auf ihr Kapital schützen.
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