Intels Atom für Smartphones mit SFI statt BIOS

Nach dem Leiter der Entwicklung des Simple Firmware Interface (SFI) bei Intel, Len Brown, soll die neue Atom-Plattform "Moorestown" für die sog. Mobile Internet Devices (MID) ohne Support für eine PC- oder ACPI-BIOS sein. Was auf den ersten Blick wie eine technische Spielerei klingt, hat weitreichende Folgen: Bisher gibt es kein Windows-Betriebssystem, dass SFI unterstützt. Zwar können Vista SP1, Windows Server 2008 64bit und Windows 7 mit dem kompatiblen UEFI 2.0 umgehen, aber sind in ihrer momentanen Form anscheinend trotzdem nicht mit dem neuen Atom kompatibel.

Somit macht Intel deutlich, dass man Linux und seine Derivate als vornehmliche Betriebssysteme für MIDs ansieht und nicht mehr wie noch 2006 Windows für die Ultra-Mobile PCs (UMPCS), was damals die sehr mangelhafte Bedienbarkeit eines Standard-Windows über Touchscreens zeigte. Ferner löst man sich aber damit auch von den seit Ewigkeiten bestehenden IBM-Patenten für PC-BIOS und vermeidet so weitere Lizenzgebühren an den Konkurrenten.

Last but not least wird die neue Plattform um den Lincroft-Prozessor, der auch GPU und Speichercontroller enthalten wird, und die evtl von TSMC gefertigten I/O-Schnittstelle Langwell durch den Verzicht auf sämtliche BIOS-Strukturen schlanker und somit evtl. auch preiswerter bzw. stromsparender werden.

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