Intel Labs präsentieren Technologie für die drahtlose Zukunft

Mit dem Motto "Where Everything that Computes is Connected" starten die Intel Labs in die drahtlose Zukunft und stellen in diesem Zuge ein neues digitales Wi-Fi-Modul, ein neues biometrisches Identifikationsverfahren und mit Wi-Gig auch gleich noch einen neuen WLAN-Standard vor.

Ziel von Intel ist die digitale Vernetzung komplett kabellos zu gestalten. Daher präsentiert Intel mit dem "Moore's Law Radio" ein funktionsfähiges vollständig digitales Wi-Fi-Modul mit geringer Fertigungsgröße und hoher Energieeffizienz. Ermöglicht und optimiert wird das durch die neueste 22nm Tri-Gate Technologie. Laut Intel werden sich System-on-Chip-Designs am Wahrscheinlichsten in zukünftigen Generationen von Smartphones und Tablet-PCs finden, da durch die geringe Größe und die niedrigen Kosten eine vielzahl neuer Anwendungen möglich werden. So spricht Intel von tragbaren Geräten bis hin zum "Internet der Dinge", also beispielsweise mit Sensoren versehene Haushaltsgeräte die miteinander kommunizieren, Daten austauschen oder über Fernzugriff gesteuert werden können.

Mit dem Wi-Gig-Standard arbeitet Intel auch an einem neuen WLAN-Standard der im Millimeterwellenbereich arbeitet und Bandbreiten von mehr als 5 GBit/s unterstützt. Zurzeit wird der neue Standard industrieweit forciert um die 60 GHz-Funktechnologien unter dem bestehenden Wi-Fi-Standard zu konsolidieren. Mit Hilfe von Wi-Gig soll laut Intel eine komfortable Drahtlos-Verbindung von entsprechend ausgestatteten Ultrabooks, Tablets oder Smartphones möglich werden. Auch die gleichzeitige Verbindung mehrerer Displays soll damit ermöglicht werden.

Zudem könnten Passwörter bald ausgedient haben, zumindest wenn es nach Intel geht. Mit der "Client Based Authentication Technology" geht man sogar noch weiter, denn das System ersetzt nicht nur Passwörter sondern beschleunigt laut Intel zudem den den Zugriff auf Bankkonten, Aktienportfolios und andere Cloud-basierte persönliche Daten. Der User muss sich hierbei lediglich einmal an einem Ultrabook oder Smartphone über einen biometrischen Sensor identifizieren und das Gerät kann sich anschließend bei einem oder mehreren Cloud-basierten Diensten automatisch authentifizieren. Die Identifikation des Users erfolgt hierbei über das Adernmuster der eigenen Hand und sobald der User erkannt wurde, wird dieser direkt zu seinem Konto oder weiteren Diensten weitergeleitet. Durch eine integrierte Anwesenheitsüberwachung wird zudem sichergestellt, dass das Gerät und sichere Dienstverbindungen gesperrt werden, wenn der User das Gerät herunterfährt. Zum erneuten Entsperren ist dann lediglich eine erneute biometrische Abtastung notwendig.

Durch Intel's Smart-Connect-Technik, die sich in Ultrabooks findet, hat der User aktuell bereits die Möglichkeit E-Mails oder Updates aus sozialen Netzwerken zu empfangen während sich die Geräte im Schlafmodus befinden. Nun geht Intel noch weiter und zeigt anhand der Spring-Meadow-Technik, wie sich die Smart-Connect-Technik auch auf den aktiven Betrieb für Dateitransfer und Videostreaming effektiv übertragen lässt. Hierbei wird der Hostprozessor effizienter genutzt durch Vorverarbeitung des eingehenden Netzwerkverkehrs und proaktives Management des Datenflusses und der Prozessor kann länger in einem energieeffizienten Modus arbeiten, ohne negative Auswirkungen auf die Systemleistung.
Veröffentlicht:

Kategorie: Hardware
Kommentare: 0
Tags
Kommentieren
Jetzt einloggen oder registrieren, um Kommentare zu schreiben.