Nvidia stellt GeForce GTX 750 (Ti) offiziell vor

„Maxwell“ heißt Nvidias neue GPU-Architektur für Desktop- und Notebook-Grafikkarten. Doch anders als gewohnt betritt die neue Architektur nicht in Form einer High-End- oder Performance-Grafikkarte, sondern in Form zweier Mittelklasse-Modelle den Ring.

Nvidia hat heute offiziell die GeForce GTX 750 und GeForce GTX 750 Ti enthüllt und schickt damit die Kepler basierten Vorgänger in Rente. Als größten Vorteil der neuen Architektur nennt Nvidia vor allem die Effizienz von Maxwell, die im Vergleich zur Keppler-Architektur rund doppelt so effizient sein soll.
EVGA GTX 750 Ti

Gefertigt wird der Maxwell-Chip, der sowohl auf der GeForce GTX 750 als auch der GeForce GTX 750 Ti zum Einsatz kommt im 28nm Prozess bei TSMC. Der Chip mit der Bezeichnung GM107 setzt sich aus insgesamt 1,87 Milliarden Transistoren zusammen und misst 148mm². Zum Vergleich, der Kepler-Chip GK107 der GeForce GTX 650 ist 118mm² groß und besteht aus 1,3 Milliarden Transistoren, während der GK106 der GeForce GTX 650 Ti 214mm² misst und aus 2,54 Milliarden Transistoren besteht.

Die GeForce GTX 750 Ti verfügt in ihrem Ausbau über insgesamt fünf SMM-Cluster und damit 640 CUDA-Cores, 40 Texturierungseinheiten und 16 Raster-Operation-Pipelines. Die GeForce GTX 750 ist dagegen um einen SMM-Cluster beschnitten und kann daher mit 512 CUDA-Cores und 32 Texturierungseinheiten aufwarten. Weiter hat Nvidia bei Maxwell den L2-Cache deutlich vergrößert. Dieser ist nun satte 2.048 KByte groß und damit um 512 KByte größer als bei den aktuellen High-End-Karten mit GK110 Chip (GeForce GTX Titan, GeForce GTX 780 (Ti)). Der vergrößerte Cache soll unter anderem externe Speicherzugriffe verhindern und so die Effizienz und Leistung des Chips verbessern. Als Speicherinterface sind zwei 64 Bit Controller vorgesehen, was einem 128 Bit breiten Controller entspricht. Für die GeForce GTX 750 Ti sieht Nvidia 2.048 MByte GDDR5 Speicher vor, die GeForce GTX 750 wird es zudem auch mit 1.024 MByte GDDR5 Speicher geben. Die Taktraten liegen hier bei 2.700 MHz bei der Ti-Variante und 2.500 MHz bei der non-Ti Version. Beide GPUs sind mit einem Basis-Takt von 1.020 MHz und einem Boost-Takt von mindestens 1.050 MHz angegeben.

Die Leistungsaufnahme gibt Nvidia mit 60 Watt für die GeForce GTX 750 Ti und mit 55 Watt für die GeForce GTX 750 an. Damit hält man, zumindest auf dem Papier, das Versprechen in puncto Effizienz, die beim direkten Vorgänger mit 110 Watt etwa doppelt so hoch liegt. Das soll unter anderem auch am verbesserten Clock-Gating des Chips liegen, dass erlaubt verschiedene Chipbereiche mit unterschiedlichen Frequenzen arbeiten zu lassen. Darüber hinaus verfügt Maxwell auch erstmals über einen „GC5“-Power-State, der in leichten Belastungsphasen, etwa beim Abspielen einer Video-Datei, einsetzen soll. Dadurch soll der Energiebedarf des Chips weiter reduziert werden. Weitere Angaben macht hier Nvidia nicht.

Genau wie die Vorgänger unterstützt Maxwell nur DirectX 11.2 mit dem Feature-Level 11.0, was im Endeffekt eben DirectX 11.0 entspricht. Weiter fehlt der GPU derzeit die Kompatibilität zum neuen HDMI 2.0 Standard, was laut Nvidia an der erst kurzfristigen Fertigstellung des Schnittstellenstandards liegt.

Die GeForce GTX 750 Ti soll zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 149 US-Dollar den Besitzer wechseln, was in etwa 110 Euro (zzgl. MwSt.) entspricht. Die kleinere GeForce GTX 750 soll für rund 119 US-Dollar den Besitzer wechseln, das entspricht rund 105 Euro (zzgl. MwSt.).
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Kategorie: Grafikkarten
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