Torchlight 2 Release

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Runic Games und Daedalic Entertainment schicken heute mit Torchlight 2 den wohl härtesten Diablo 3 Konkurrenten ins Rennen. Ob sich der quietschbunte Genre-Vertreter gegen das Urgestein behaupten kann steht in unser News.

Wenn man Diablo 3 und Torchlight 2 vergleicht, erscheint Torchlight 2 eher veraltet. Während Blizzard auf Massenkompatibilität und Simplizität setzt, vertritt Runic Games, mit den original Diablo Entwicklern, das klassisch altbewährte Gameplay. Zu den Spielmodi gehören Singelplayer und Lan-Modus ohne Onlinezwang und ein Online-Modus für bis zu 6 Mitstreiter. Auch das bekannte Skillsystem mit Talentbäumen und Attributpunkten wurde beibehalten. Auf Ingame-Geldmacherei, wie ein Auktionshaus, wurde komplett verzichtet. Doch kann sich ein klassisches System heute überhaupt noch durchsetzen?

Nach den ersten Stunden in Torchlight 2 kann man diese Frage mit Ja beantworten. Torchlight 2 vermittelt dem Spieler wieder das Gefühl des Fortschritts, egal ob man 5 Minuten oder 5 Stunden spielt. Der Spieler hat sofort das Gefühl seinen Charakter weiterentwickelt zu haben. Gegenstände fallen zahlreich und auch an Set-Items wird nicht gespart (fast ein wenig zu viel). Das Spielprinzip fesselt: "Ich will nur noch ein Dungeon, eine Aufgabe oder ein Level meistern." Fortschritt ist nach wie vor eines der besten Motivationsmittel in einem Spiel.

Nun zum eigentlichen Spiel. Wie man auf den Screenshots sehen kann, ist Torchlight 2 eine quietschbunte Welt. Das Spielprinzip eignet sich durch die einstellbaren Schwierigkeitsgrade für Gelegenheitsspieler als auch für Hardcore Spieler. Es werden 4 unterschiedliche Schwierigkeitsgrade mit der zusätzlichen Option als Hardcore Charakter (der Tod ist permanent) zu spielen geboten. Zur Auswahl stehen vier unterschiedliche Klassen mit einzigartigen Fähigkeiten. Zusätzlich wird ein Begleittier gewählt, welches aggressiv, passiv oder defensiv am Kampf teilnimmt, Gegenstände in der Stadt verkauft, neue Gegenstände kauft oder durch spezielle Gegenstände modifiziert wird. Quests und Maps sind zahlreich und werden Großteils neu generiert. Negativ aufgefallen ist, dass nur die Hauptquest vertont ist. Vielleicht ändert sich dies aber noch. Auch sind einige Bugs aufgetreten wie das Festhängen auf einer Karte oder das Fernkampfangriffe manchmal durch unsichtbare Mauern blockiert werden. Für weniger als 20 Euro wird einem jedenfalls ein gutes Spiel geboten.

Torchlight 2 spielt sich auch auf älteren Systemen sehr flüssig (Laptop, Intel Core 2 Duo T6600 / AMD Mobility Radeon HD 4500 Series mit allen Einstellungen auf Maximal). Das Spiel ist derzeit nur über Steam und auf Englisch erhältlich. Die deutsche Umsetzung ist für Ende Oktober angekündigt.



In den nächsten Tagen werden wir noch ein ausführliches Review veröffentlichen.
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Kategorie: PC-Spiele
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