Gamescom 2013: Watch Dogs angespielt

Wacht Dogs heißt Ubisofts heißer Open-World-Titel mit Suchtpotential. Anders als die sonst ruppige Vorgehensweise in diesem Genre muss der Spieler hier deutlich feinfühliger zur Sache gehen und macht sich dabei den „Überwachungsstaat“ zu nutze. Dabei ist das Smartphone des Spielers stärkste Waffe und dient als ultimatives Tool zur Informationsgewinnung.

In einem leider sehr kurzen HandsOn konnten wir den Titel auf der Gamescom selbst einspielen und wurden in einige Finessen von Watch Dogs eingeführt. Gestartet hat unser Ausflug in Chicago im Stadtteil „The Wards“. Hier wirkt alles ein wenig heruntergekommen und vergessen. Mit unserem Charakter Aiden Pearce suchen wir uns hier einen Weg in die Überwachungs- und Informationssysteme des Stadtteils.

watch dogs wide

Als Plattform diente für das HandsOn Sonys PlayStation 4 samt neuen Gamepad, mit dem sich der Titel überaus angenehm steuern lässt. Um uns ein wenig mit den Finessen der Steuerung bekannt zu machen, drücken wir natürlich einige Tasten um zu sehen was passiert. Dabei reagiert die unser Umfeld recht schnell und skeptisch auf das Verhalten von Aiden Pearce, beispielsweise zückten wir ausversehen unsere Schusswaffe, was direkt für Schreie und flüchtende Passanten sorgte. Dabei rufen Passanten auch die Polizei wenn ihnen etwas suspekt vorkommt. Ubisoft hat hier großen Wert auf Details gelegt um das virtuelle Chicago äußerst lebendig und realistisch wirken zu lassen. Viele Fußgänger und verschiedene Autos, die auch in ihrem Wert dem Stadtteil entsprechend sind, runden das weiter ab.

Sicherheitskameras, Smartphones und andere elektronische Geräte bieten Aiden Pearce die Möglichkeit seine Ziele, reine Informationen oder auch die Verkehrssituation zu beeinflussen. Jeder Stadtteil (oder auch Quadrant) hat hier ein eigenes Rechenzentrum das diese Daten verwaltet. Damit Aiden von diesen Daten Gebrauch machen kann, müssen die entsprechenden Server gehackt werden. Diese sind natürlich schwer bewaffnet und werden nicht kampflos aufgegeben. Auch wenn man hier auf reichlich Schusskraft zurückgreifen kann, ist das Smartphone in Watch Dogs die stärkste Waffe. Das hacken anderer Smartphones oder sonstiger elektronischer Einrichtungen funktioniert im Vorbeigehen.

Weiter hat Ubisoft in Watch Dogs einen „Seamless Multiplayer“ implementiert, der es auch erlaubt innerhalb der Solo-Kampagne mit anderen Mitspielern zu interagieren. Hier geht es natürlich um Daten, die Aiden im Spielverlauf viele Vorteile bringen. Spieler in der Freundesliste werden dabei in der großen Citymap angezeigt und können gehackt werden. Dieser Vorgang funktioniert dabei wie bei den NPCs, allerdings mit dem Unterschied das sich der andere Spieler wehren kann. Soll ein anderer Spieler gehackt werden, hat man zunächst selbst Zeit sich in einem festen Umkreis ein sicheres Versteck zu suchen und dabei so unauffällig wie möglich zu sein. Beim gegnerischen Spieler nimmt Aiden hier die Gestalt eines normalen NPCs an und wirkt auch so auf den Spieler. Ist der Angriff gestartet, hat der Spieler nun eine Minute Zeit uns zu finden und den Hack mit einem Angriff rückgängig zu machen. Ist der Hack erfolgreich, hat man die Macht über die Daten, Geldmittel etc. die sich der Spieler erspielt hat. Diese kann man sich auf gute oder böswillige Art zunutze machen! In einem Gegenangriff kann dieses Spiel natürlich umgedreht werden. Das alles kann immer und überall passieren, denn ein weiterer „Mitstreiter“ kann sich jederzeit einklinken.

Fahren durften wir dann auch noch. Bei unserer Spritztour haben wir verschiedene Vehikel ausprobiert um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie Ubisoft hier unterscheidet. Alá GTA klappt hier der „Fahrzeugtausch“ mit einem Tastendruck. Das Fahrgefühl differiert dabei sehr stark, je nach Wagen. Eine alte schrammige Familienkutsche fährt sich hier sehr schwammig und verzögert, wobei ein neuer Sportwagen für Adrenalin und präzise Fahrmanöver sorgt. Quietschende Reifen, Power Slides und Unfälle sind stark inszeniert und gefallen uns sehr gut. Hier steht man in nichts nach und sorgt für rasanten Fahrspaß!

Auch wenn unser Ausflug in Watch Dogs sehr kurz war steht dennoch eines fest. Dieser Titel hat reichlich Potential und bietet alles was ein Open-World-Titel im GTA-Stil braucht, allerdings mit einem feinen Unterschied. In Watch Dogs geht man mit deutlich mehr Feingefühl und Technik vor, was den Titel wie ein Szenario in unserer heutigen Zeit wirken lässt. Tech-Fans mit dem Hang zur Action haben hier garantiert ihren Spaß.
Veröffentlicht:

Kategorie: PC-Spiele
Kommentare: 0
Links
Kommentieren
Jetzt einloggen oder registrieren, um Kommentare zu schreiben.