Adieu IPv4!

Es ist vorbei, die ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) hat diese Woche die letzten IPv4 Adressen herausgegeben.

Niemand hätte in den Anfangszeiten des Internets daran gedacht, dass jemals 4,3 Milliarden IP-Adressen aufgebraucht werden könnten. Doch im Zeitalter von SmartPhone, Tablet und Co. ging das nun doch schneller als geplant. Erst vor kurzem wurde eine Meldung laut, dass der weltweite Vorrat an IPv4 Adressen allmählich zu Neige geht. Das heißt jetzt nicht dass es keine Adressen mehr gibt, denn die Provider haben natürlich IPv4-Adressen in Reserve, ein Umstieg auf IPv6 rückt aber immer näher.

Das wichtigste Problem, wie schon erwähnt wurde, ist die Menge der möglichen Adressen die man vergeben kann. Dieser Adressraum ist natürlich direkt abhängig von der Länge der Adressen und wurde, um das Problem der Knappheit ein für alle Mal auszuschließen, von 32 Bit auf 128 Bit erweitert, wodurch sich 340 Sextillionen IPv6-Adressen ergeben (600 Billiarden Adressen für jeden Quadratmillimeter der Erdoberfläche inklusive Ozeanen). Da eine solche Adresse in der Dezimalschreibweise sehr lang wäre, hat man sich entschieden diese im Hexadezimalsystem zu notieren. Künftige IPv6 Adressen sehen dann beispielsweise so aus 2001:0db8:85a3:08d3:1319:8a2e:0370:7344. Mittels Regeln können diese Adressen „gekürzt“ werden. So dürfen führende Nullen innerhalb eines Blockes ausgelassen werden oder aufeinander folgende Nullblöcke (0000:0000 = ::) durch zwei Doppelpunkte ersetzt werden. Trotzdem bleiben diese im Vergleich zum IPv4 Standard deutlich länger und schwerer zu merken. Grundsätzlich ist hier zu sagen, dass das Domain Name System (DNS) in Zukunft wohl eine noch wichtigere Bedeutung als bisher haben wird.
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Kategorie: Sonstiges
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