Nintendo 3DS: Erste portable 3D-Konsole

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Der japanische Spielekonsolenhersteller Nintendo hat es sich nach etlichen Jahren zum Ziel gemacht, seiner Handheld-Konsole „Nintendo DS“ mit der derzeit in Hochmode geratenen 3D-Technik neues Leben einzuhauchen. Die Kinoerfolge von Filmen wie „Avatar“ oder „Alice im Wunderland“ haben den Weg für die Technologie geebnet. Nun möchte Nintendo ebenfalls auf das Zugpferd 3D aufspringen, um sich so gegen die wachsende Zahl der Smartphones, welche ein reichliches Spieleangebot aufweisen zu behaupten.

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Die neue portable Konsole, welche mittlerweile zu der vierten Generation gehört, wurde am Dienstag auf der Spielefachmesse E3 in Los Angeles enthüllt.

Folgende Eckdaten verriet Nintendo: Der obere Bildschirm, der 3D-fähig ist, misst 3,53 Zoll bei 800x240 Pixeln, der untere dient nur zur Steuerung und verteilt 320x240 Bildpunkte auf einen 3,02 Zoll großen Touchscreen. Genau wie das neue iPhone 4, soll auch der 3DS einen Bewegungs- und einen Gyro-Sensor integrieren, im noch nicht abschließend ausgefüllten Datenblatt erwähnt Nintendo zudem drei Kameras, von denen eine im Innern angebracht ist. Der Bewegungs-und Lagesensor soll Spielern ermöglichen Spiele zu steuern, indem sie die Konsole neigen oder kippen. Das Steuerkreuz wird ergänzt durch ein sogenanntes Slide-Pad, das ebenfalls der Navigation innerhalb von Games dient. Außerdem ist die Konsole mit zwei Kameras ausgerüstet, die 3-D-Fotos aufnehmen sollen, die man dann auf den Displays betrachten kann. Auch 3-D-Filme soll man auf dem Handheld ansehen können, dazu kooperiert Nintendo mit den Hollywood-Studios Disney, Warner Bros und Dreamworks.

Ein Mikrofon ist integriert, für den drahtlosen Datenaustausch sorgt WLAN, wobei dies auch unbemerkt im Hintergrund möglich ist. Die Spiele werden auf einer 3DS Game Card abgelegt, die maximal zwei Gigabyte fassen kann. Dank Abwärtskompatibilität werden aber auch Karten älterer DS-Geräte akzeptiert sowie SD-Speicherkarten über einen entsprechenden Leser.
Im Grunde ähnelt der 3DS optisch dem Vorgänger 3DSi. Er besitzt weiterhin zwei Bildschirme, von denen der untere ein Touchscreen ist. Nur das obere Display zeigt 3-D an, es ist mit 3,5 Zoll minimal größer als bisher. Wie stark der dreidimensionale Effekt ist, kann der Spieler mit einem Regler stufenlos selbst einstellen. Das erste Game mit Tiefenwirkung wird „Kid Icarus – Uprising“ sein, teilte Nintendo auf der E3 mit. Die Technik, die dahinter steckt ist einzigartig: Der 3D-Effekt kommt ohne Brille aus. Ein spezielles Display sorgt für die räumliche Darstellung.

Nintendo verriet allerdings noch nicht, wie Spieler die Filme auf die Konsole laden können – ob als eigene Module oder per Download und zu welchem Preis. Bisher steht auch noch aus, wann die die Konsole auf den Markt kommen soll. Jedoch gehen wir von einem Marktstart Anfang 2011 aus, da bereits Ende März 2010 eine Erstankündigung mit einer ähnlichen Terminierung erfolgte. Eine ganze Reihe von Spielen sollen die Herzen aller Nintendo-Anhänger in die Höhe schlagen lassen: Bereits angekündigt sind „Metal Gear Solid“, „Resident Evil“, „Assassin´s Creed“, „The Legend of Zelda: Ocarina of Time“ und abschließend „Die Sims“ aus dem Hause EA 3D.

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Kategorie: Konsolen
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