Motorola Moto X offiziell vorgestellt

Am gestrigen Abend hat Motorola offiziell das neue Moto X Smartphone vorgestellt. Made in USA und Individualisierbarkeit sollen für das Unternehmen einen neuen Kurs einläuten.

Beim Moto X stehen Individualisierbarkeit und „Made in USA“ an erster Stelle. Das am Donnerstagabend in New York vorgestellte Smartphone stellt nach der Übernahme von Google im Jahr 2012 quasi einen Neuanfang für das Unternehmen dar. Das Ergebnis einer nun engeren Kooperation ist das Moto X. Motorola-Sprecher Will Moss bezeichnet das Moto X nicht nur als Flaggschiff, sondern will untermalt mit dem Smartphone auch die neue Herangehensweise von Motorola als Teil der Google-Familie.

Motorola Moto X 1 Motorola Moto X 2

Aus technischer Sicht bringt das Moto X ein 4,7 Zoll großes AMOLED-Display mit 720 x 1.280 Pixeln mit sich. Zieht man den Bereich der On-Screen-Tasten ab, bleiben dem Anwender noch 720 x 1.184 Pixel für eigene Inhalte. Beim SoC setzt Qualcomm auf einen Snapdragon S4 Pro Dual-Core-Prozessor mit 1,7 GHz. In der von Motorola verwendeten Variante steht diesem die leistungsstarke Adreno 320 GPU zur Verfügung, die als starke GPU eigentlich fast ausschließlich bei den Quad-Core-Modellen eingesetzt wird. Im Spielbetrieb sollte das Moto X hier klar punkten können. Weiter stehen dem 1,7 GHz schnellen Dual-Core-Prozessor 2 GByte Arbeitsspeicher zur Seite. Beim internen Speicher kann der Kunde zwischen einer 16 oder 32 GByte Variante wählen, ein Slot für Speicherkarten gibt es nicht. In puncto Konnektivität beherrscht das Moto X mit GSM, UMTS und LTE bis zu 100/50 Mbits (Down/Up) alle aktuellen Mobilfunkstandards. Weiter werden WLAN 802.11a/b/g/n, Bluetooth 4.0, NFC, GPS und GLONASS unterstützt. Für Schnappschüsse steht rückwärtig eine 10 Megapixel-Kamera mit Autofokus und Full-HD Video zur Verfügung, in der Front eine 2 Megapixel-Kamera für Videotelefonie.

Einen wichtigen Part des Moto X soll die Sprachsteuerung einnehmen. Diese ist dauerhaft aktiv, sodass sich auch bei ausgeschaltetem Display Google Now befragen lässt. So sollen sich auch Applikationen starten, Nachrichten schreiben oder Kontakte anwählen lassen. Damit das natürlich nicht irgendwer kann, soll die Funktion nur auf die Stimme des Anwenders reagieren. Nachrichten werden bei dem Moto X nicht via LED angekündigt, sondern über die „Active Display“-Anzeige direkt auf dem Bildschirm zusammen mit der Uhr dargestellt. Per Geste lassen sich hier dann auch weitere Nachrichten einblenden oder die Messaging-App zum direkten antworten öffnen.

Motorola Moto X 3

Den Punkt „Made in USA“ realisiert Motorola durch die Fertigung in Texas. Dazu hat man eigens eine frühere Fabrik-Anlage von Nokia übernommen. In Forth Worth werden hier von 2.000 Mitarbeitern die Komponenten des Smartphones zusammengesetzt. Das umfangreich individualisierbare Moto X soll dann -binnen vier Tagen!- den US-amerikanischen Kunden erreichen. Dieser kann das Smartphone bei Nichtgefallen innerhalb von 14 Tagen zurücksenden. Die Individualisierbarkeit des Smartphones beschränkt sich vorerst noch auf den Netzbetreiber AT&T, denn nur bei einer Online-Bestellung über diesen Anbieter lässt sich der „Moto Maker“ aufrufen. Hier haben die Kunden dann die Wahl zwischen 2 Farben für die Front und 16 Farben für die Rückseite. Die freie Wahl der Farbe erstreckt sich dabei bis zu den Tasten an der Seite und den Ring um die Kamera. Auf der Rückseite bietet man dem Kunden zusätzlich die Möglichkeit sich via Gravur zu verewigen. Motorola nennt hier rund 2.000 Kombinationsmöglichkeiten für das Smartphone.


Die Provider Verizon Wirless, Sprint, T-Mobile und US Cellular bieten lediglich die Varianten Weiß oder Schwarz an. Mit Vertrag liegt der Preis für die 16 GB Variante bei 199,99 US-Dollar, für den doppelten Speicher muss man als Kunde 249,99 US-Dollar auf den Tisch legen. Zwischen Ende August und Anfang September soll das Moto X in den USA, Kanada und Lateinamerika an den Start gehen. Laut aktuellen Informationen ist das Moto X leider nicht für den europäischen Markt geplant. In der neuen Moto X Familie sollen in den nächsten Monaten weitere „coole und aufregende“ Produkte folgen, die dann auch für den europäischen Markt bestimmt sein werden.
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Kategorie: Smartphones
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